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Biennale di Venezia: Dokumentation zeigt Musk als Fallstudie über Machtmissbrauch

Weil Elon Musk ein Interview für die Dokumentation abgelehnt hat, hat der Filmemacher einen KI-Avatar mit originalen Aussagen antworten lassen.
/ Mike Faust
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(v. l. n. r.) Journalistin Zoë Schiffer, Filmemacher Alex Gibney und Influencerin Ashley St. Clair während der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig im Palazzo del Casinò am 8. September 2026 in Venedig, Italien (Bild: Kate Green/Getty Images)
(v. l. n. r.) Journalistin Zoë Schiffer, Filmemacher Alex Gibney und Influencerin Ashley St. Clair während der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig im Palazzo del Casinò am 8. September 2026 in Venedig, Italien Bild: Kate Green/Getty Images

Der Dokumentarfilmer Alex Gibney hat beim Filmfestival in Venedig eine 225 Minuten lange Dokumentation namens Musk vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Zu Wort kommen unter anderem Elon Musks Ex-Frau Justine Musk, seine frühere Partnerin Ashley St. Clair, Tesla-Mitgründer Martin Eberhard und KI-Forscher Geoffrey Hinton sowie weitere Wegbegleiter von Elon Musk.

Da Musk ein Interview für den Film ablehnte, ließ der Filmemacher einen CGI-Musk mit KI-synchronisierter Stimme erstellen, der ausschließlich mit Aussagen antwortet, die Musk tatsächlich zuvor gemacht hatte. Laut Gibney wurde der KI-Avatar vorab juristisch geprüft.

In Musk zeichnet Gribney den Werdegang des Tech-Milliardärs nach und zeigt dessen Machtkonzentration, etwa anhand des Quasi-Monopols beim Satelliteninternet, der Einflussnahme im Bereich der künstlichen Intelligenz und Verträgen über Autofabriken mit autoritären Staatschefs.

Machtmissbrauch als zentrales Thema

Gibney macht Musks Kontrolle über X und dessen Algorithmen zu einem zentralen Thema seines Films und beschreibt die Dokumentation ausdrücklich als Untersuchung von Macht und Machtmissbrauch. Auch wird die Demontage von US-Verwaltungsstrukturen durch das Department of Government Efficiency (Doge) behandelt.

Laut einer Rezension von Zeit-Online(öffnet im neuen Fenster) dienen als roter Faden durch die Jahrzehnte Interviews mit Musks Ex-Frau Justine und seiner Ex-Freundin Ashley St. Clair, die trotz eigener Distanzierung Mitgefühl für andere Frauen in Musks Umfeld zeigen. Der Film zeichne ein Bild von Elon Musk als egomanischem und beziehungsunfähigem Mann, der von realen sowie irrationalen Kränkungen angetrieben wird, heißt es weiter.

Elon Musk hatte die Dokumentation bereits vor der Premiere als Hit Piece (dt. Hetz-, Schmäh- oder Verleumdungskampagne) bezeichnet, obwohl er den Film laut Gibney zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen hatte.


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