Insiderwissen gegen Marktmonopole

Die New York Times berichtete Ende Dezember, wie die Untersuchungen der Werbemarkt-Expertin Dina Srinivasan dazu beitrugen, die Kartellverfahren gegen Facebook und Google voranzutreiben. So veröffentlichte sie 2018 ein Papier mit dem Titel Das Kartellverfahren gegen Facebook und 2019 die Studie Warum Google die Werbemärkte beherrscht. Ihre Motivation: "Es fühlte sich einfach so an, als würden Facebook und Google gewinnen und alle anderen verlieren, und genau so wurden die Karten gemischt. Ich glaube nicht, dass dies allgemein so begriffen wurde."

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Fast noch schwieriger als die Herstellung eines fairen Wettbewerbs dürfte für die US-Politik die Frage werden, wie die Verbreitung von Hassbotschaften, illegalen Inhalten und Fake News im Internet eingedämmt werden könnte. Ebenso wie in Europa spielt dabei das sogenannte Providerprivileg eine Rolle, dass Anbieter wie Facebook, Youtube oder Twitter von der Haftung für illegale Handlungen ihrer Nutzer zunächst ausnimmt. Hierzu hat das US-Justizministerium im vergangenen September einen Entwurf vorgelegt, der die Vorgaben an Internetdienste zum Löschen und Moderieren von Inhalten deutlich verschärfen sollte.

Biden griff im Wahlkampf Facebook an

Dieser dürfte aber kaum die Zustimmung der Demokraten finden, weil er das Löschen von Hassbotschaften sowie Fake News eher erschweren sollte. Biden hatte Facebook hingegen im Wahlkampf aufgefordert, schärfer gegen Desinformationen vorzugehen und politische Anzeigen einem Faktencheck zu unterziehen. "Dutzende Millionen Amerikaner verlassen sich auf Facebook als Nachrichtenquelle. Aber das Unternehmen verstärkt weiterhin Desinformationen und lässt Kandidaten dafür bezahlen, um Wähler mit Lügen anzusprechen und zu verwirren", kritisierte Biden und forderte: "Sie müssen relevante und vertrauenswürdige Quellen für Wahlinformationen fördern und nicht die Ausfälle schlechter Akteure und Verschwörungstheoretiker."

Joe Biden: Ein Porträt

Zwar berichtete die Financial Times (Paywall) bereits im vergangenen November von einer "Charmeoffensive" von Facebook bei der neuen Biden-Regierung. Doch es könnte durchaus sein, dass die neue US-Regierung es ernst meint mit einer Regulierung und einer Neufassung von Paragraf 230 des Communications Decency Act von 1996.

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Zusammen mit der Europäischen Union könnten die USA in den kommenden vier Jahren tatsächlich dafür sorgen, dass die Karten bei den IT-Konzernen neu gemischt werden. Und dass künftig nicht immer nur Google, Amazon, Facebook und Apple gewinnen.

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 Überzeugende Argumente für eine Regulierung
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derdiedas 25. Jan 2021

Na ja ich denke das bei Biden die Lebenserfahrung, seine wirklich harten...

derdiedas 25. Jan 2021

Was faselst Du da für einen Unsinn. Biden ist einer der wenigen die sich von Experten und...

mke2fs 22. Jan 2021

Wird nicht passieren. Trump wollte härtere Regeln für die IT-Konzerne, die...

Snoozel 22. Jan 2021

Wenn man davon nichts merkt und im Gegenteil alles weiter verrottet was es hier z.B. an...

notuf 21. Jan 2021

Alt ist per definition schlecht. Jung ist dann das, was der Thread Verfasser als Alter...



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