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Weite Umleitung von russischem Internetverkehr
Weite Umleitung von russischem Internetverkehr (Bild: Renesys)

BGP-Protokoll: Russischer Internetverkehr über chinesische Router geleitet

Weite Umleitung von russischem Internetverkehr
Weite Umleitung von russischem Internetverkehr (Bild: Renesys)

Das BGP-Protokoll weist nach Angaben der Netzwerkanalysefirma Renesys bedenkliche Sicherheitslücken auf. Hintergrund ist die Zusammenarbeit des russischen Mobilfunkanbieters Vimpelcom und der China Telecom.

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Die wiederholte Umleitung von eigentlich inländischem Internetverkehr außerhalb der Grenzen Russlands zeigt bedenkliche Sicherheitslücken auf. Ein Bericht der Netzwerkanalysefirma Renesys zeigt die Brüchigkeit des Border Gateway Protocol, also des BGP-Protokolls auf, wie Arstechnica berichtet. Demzufolge wurde der russische Internetverkehr wiederholt zu Routern der China Telecom geleitet, die ihrerseits enge Beziehungen zu der Regierung der Volksrepublik pflegt.

Im Normalfall sollen alle Internetdaten so direkt wie möglich vom Sender zum Empfänger verschickt werden. Dabei nehmen die Datenströme mitunter kleinere Umwege über Knotenpunkte in anderen Ländern. Größere Umleitungen werden automatisch vorgenommen, wenn beispielsweise Seekabel oder Internetknoten komplett ausfallen.

Ähnlicher Fall in 2013

Das Problem ist jedoch, dass große Mengen von Internetverkehr, die über weit entfernte Regionen umgeleitet werden, bevor sie ihren Empfänger erreichen, anfälliger für Hackerangriffe sind: So steigt das Risiko, dass diese die Kommunikation überwachen oder gar verändern können. In einem ähnlichen Fall im vergangenen Jahr hatte Renesys herausgefunden, dass Datenströme aus 150 US-amerikanischen und anderen Städten über Weißrussland und Island geleitet worden waren. Dafür wurden die Routingprotokolle mehrerer Provider manipuliert, um die Daten weit abseits der regulären Route zu verschicken.

Die Umleitung des russischen Internetverkehrs steht laut Arstechnica im Zusammenhang mit einer Peering-Abmachung zwischen dem russischen Mobilfunkanbieter Vimpelcom und China Telecom. Durch die Vereinbarung sollen die Firmen Kosten sparen, indem sie Teile ihres Internetverkehrs über das jeweils andere Netzwerk leiten, statt einen teuren externen Anbieter zu benutzen.


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sk3wy 10. Nov 2014

Es steht übrigends auch im RFC von BGP mehrmals die Wortgruppe BGP protocol.... Es ist...

M.P. 10. Nov 2014

Es war wohl kein "commitment" der Regierung, AT&T eine Monopolstellung zuzusichern http...

caldeum 10. Nov 2014

Das stimmt allerdings. Dennoch sind hier ein Großteil des Inhalts dargestellte oder...

borg 10. Nov 2014

Wir werden in Deutschland dazu angehalten über dt. Privider oder die DE-Mail zu...

M. 10. Nov 2014

... dass absichtlich oder durch Fehlkonfigurationen fremde Präfixe im BGP announced...



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