• IT-Karriere:
  • Services:

BGP-Protokoll: Russischer Internetverkehr über chinesische Router geleitet

Das BGP-Protokoll weist nach Angaben der Netzwerkanalysefirma Renesys bedenkliche Sicherheitslücken auf. Hintergrund ist die Zusammenarbeit des russischen Mobilfunkanbieters Vimpelcom und der China Telecom.

Artikel veröffentlicht am , Kim Bode/Bold Economy
Weite Umleitung von russischem Internetverkehr
Weite Umleitung von russischem Internetverkehr (Bild: Renesys)

Die wiederholte Umleitung von eigentlich inländischem Internetverkehr außerhalb der Grenzen Russlands zeigt bedenkliche Sicherheitslücken auf. Ein Bericht der Netzwerkanalysefirma Renesys zeigt die Brüchigkeit des Border Gateway Protocol, also des BGP-Protokolls auf, wie Arstechnica berichtet. Demzufolge wurde der russische Internetverkehr wiederholt zu Routern der China Telecom geleitet, die ihrerseits enge Beziehungen zu der Regierung der Volksrepublik pflegt.

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. Hays AG, Thüringen

Im Normalfall sollen alle Internetdaten so direkt wie möglich vom Sender zum Empfänger verschickt werden. Dabei nehmen die Datenströme mitunter kleinere Umwege über Knotenpunkte in anderen Ländern. Größere Umleitungen werden automatisch vorgenommen, wenn beispielsweise Seekabel oder Internetknoten komplett ausfallen.

Ähnlicher Fall in 2013

Das Problem ist jedoch, dass große Mengen von Internetverkehr, die über weit entfernte Regionen umgeleitet werden, bevor sie ihren Empfänger erreichen, anfälliger für Hackerangriffe sind: So steigt das Risiko, dass diese die Kommunikation überwachen oder gar verändern können. In einem ähnlichen Fall im vergangenen Jahr hatte Renesys herausgefunden, dass Datenströme aus 150 US-amerikanischen und anderen Städten über Weißrussland und Island geleitet worden waren. Dafür wurden die Routingprotokolle mehrerer Provider manipuliert, um die Daten weit abseits der regulären Route zu verschicken.

Die Umleitung des russischen Internetverkehrs steht laut Arstechnica im Zusammenhang mit einer Peering-Abmachung zwischen dem russischen Mobilfunkanbieter Vimpelcom und China Telecom. Durch die Vereinbarung sollen die Firmen Kosten sparen, indem sie Teile ihres Internetverkehrs über das jeweils andere Netzwerk leiten, statt einen teuren externen Anbieter zu benutzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

sk3wy 10. Nov 2014

Es steht übrigends auch im RFC von BGP mehrmals die Wortgruppe BGP protocol.... Es ist...

M.P. 10. Nov 2014

Es war wohl kein "commitment" der Regierung, AT&T eine Monopolstellung zuzusichern http...

caldeum 10. Nov 2014

Das stimmt allerdings. Dennoch sind hier ein Großteil des Inhalts dargestellte oder...

borg 10. Nov 2014

Wir werden in Deutschland dazu angehalten über dt. Privider oder die DE-Mail zu...

M. 10. Nov 2014

... dass absichtlich oder durch Fehlkonfigurationen fremde Präfixe im BGP announced...


Folgen Sie uns
       


Monster Hunter Rise - Fazit

Das nur für Nintendo Switch (und später für PC) verfügbare Monster Hunter Rise schickt Spieler ins alte Japan.

Monster Hunter Rise - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /