Bezahlservice und Verlängerung: Änderung beim Support für alte Windows-10-Versionen

Microsoft ändert den Support für Windows-10-Versionen. In bestimmten Fällen wird die Unterstützung verlängert, und es gibt einen zahlungspflichtigen Service für noch mehr Supportzeit. Zudem wird es unübersichtlich.

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Supportverlängerung für zahlreiche Windows-10-Versionen
Supportverlängerung für zahlreiche Windows-10-Versionen (Bild: Microsoft)

Es gibt wieder Änderungen bei der Supportlaufzeit für bestimmte Windows-10-Versionen. Wie auch schon bei der Urversion (1507) schaffen es einige Unternehmen nicht, schnell genug umzustellen. Bereits die Erstversion bekam aus diesem Grund eine Supportverlängerung. Die Probleme sind offenbar nicht gelöst worden, weshalb es nun für Enterprise-Kunden und den Bildungsmarkt sechs zusätzliche Monate Support gibt, etwa in Form von Sicherheitsupdates.

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Das heißt, dass der Standardsupport für diese Märkte nicht 18, sondern 24 Monate beträgt. Für Microsoft bedeutet dies zudem, dass bis in den April 2018 noch vier Betriebssystemversionen von Windows 10 Produktunterstützung bekommen. Windows 10 Version 1511 wird am 10. April aus dem Enterprise- und Education-Support herausgenommen. Für Endkunden ist der Support schon im vergangenen Oktober ausgelaufen.

Über die 24 Monate hinaus kann ein zahlungspflichtiger Service gebucht werden. Er wird mit der Version 1607 eingeführt, die für Endkunden ebenfalls im April keine Unterstützung mehr bekommt und im Oktober 2018 auch für Enterprise und Education nicht mehr regulär gepatcht wird. Mit dem Service können auch über die Supportfrist hinaus Sicherheitspatches bezogen werden. Details nennt Microsoft nur über das Account-Team für die Verwaltung von Volumenlizenzen. Das erinnert ein wenig an Windows XP und dessen sehr teure CSA-Support-Option. Dort wurden zuletzt 400 US-Dollar je Rechner und Jahr für die Supportverlängerung verlangt.

Abseits dieser Supportverlängerungen für die regulären Veröffentlichungen gibt es auch noch Support für sogenannte LTSB-Varianten. Diese werden neuerdings parallel auch LTSC-Releases genannt und haben etwas weniger Funktionen. Dafür erhalten Unternehmen aber eine stabile Basis samt langfristigen Sicherheitspatches.

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Für die nächste und mittlerweile dritte LTSB/LTSC-Version (Long Term Servicing Branch/Channel) will sich Microsoft noch etwas Zeit lassen. Sie soll im Jahr 2018 erscheinen.

Da die einzelnen Releases äußerst unübersichtlich sind, empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick in die Liste. Auch dort gab es einige Umbenennungen. Current Branch (CB) and Current Branch for Business (CBB) wurden etwa durch Semi-Annual Channel, bisweilen Targeted, ersetzt. Die Liste beinhaltet allerdings noch nicht das LTSC-Konzept. Zudem ist zu beachten, dass sie nicht vollständig ist und Windows-10-Versionen für einzelne Gerätegattungen nicht beinhaltet.

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