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Bezahlen beim Verkäufer: Media Markt will Kasse abschaffen

Media Markt will den Bezahlvorgang künftig direkt ins Beratungsgespräch verlegen. Kunden sollen ihren Einkauf auf der Verkaufsfläche abschließen können.
/ Michael Linden
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Gibt es bald keine regulären Kassen mehr bei Media Markt? (Bild: Christian Mang/Getty Images)
Gibt es bald keine regulären Kassen mehr bei Media Markt? Bild: Christian Mang/Getty Images

Media Markt bereitet einem Bericht der Lebensmittel Zeitung(öffnet im neuen Fenster) zufolge ein neues Bezahlkonzept für seine Filialen vor. Kunden sollen ihren Einkauf demnach künftig direkt auf der Verkaufsfläche abschließen können, ohne noch den Weg zu einer klassischen Kasse zurücklegen zu müssen. Das Blatt beruft sich auf Angaben des Mutterkonzerns Ceconomy.

Kauf direkt im Beratungsgespräch

Intern trägt das Konzept offenbar den Namen Pay-on-Shopfloor. Der Kauf soll demnach genau dort abgeschlossen werden, wo auch die Beratung stattfindet. Ein fester Kassenbereich wäre für einen Teil der Einkäufe damit nicht mehr zwingend nötig.

Laut Lebensmittel Zeitung will Media Markt das System zeitnah in Deutschland einführen. Konkrete Details nennt das Unternehmen bislang nicht. Offen ist unter anderem, in welchen Städten ein Test starten könnte und welche Zahlungsarten dabei zum Einsatz kommen.

Auch bleibt unklar, ob das Konzept von Beginn an flächendeckend eingeführt wird oder zunächst nur in einzelnen Häusern läuft. Im Handel wird seit einiger Zeit an unterschiedlichen Ansätzen gearbeitet, um klassische Kassenprozesse zu verändern. Ein einheitliches Vorgehen zeichnet sich bislang aber nicht ab.

Wie der Bezahlvorgang technisch ablaufen soll, ist ebenfalls noch nicht klar umrissen. Denkbar wäre etwa der Einsatz mobiler Bezahlterminals, mit denen Mitarbeiter Zahlungen direkt im Beratungsgespräch abwickeln.

Videoberatung und KI-Unterstützung für Verkäufer

Parallel zum Bezahlkonzept treibt Media Markt ein zweites Vorhaben voran. Geplant sind Beratungsgespräche per Videoanruf, zunächst getestet in ausgewählten Bereichen der sogenannten Tech Villages. Geschulte Mitarbeiter sollen Kunden dabei sowohl vor Ort als auch digital betreuen.

Damit will das Unternehmen stationäre Beratung und Onlineeinkauf enger miteinander verzahnen. Ein Kunde könnte ein Beratungsgespräch online beginnen und den Kauf später in der Filiale abschließen, oder umgekehrt.

Laut Lebensmittel Zeitung testet Ceconomy zudem eine Software, die direkt in die Arbeitsgeräte der Mitarbeiter integriert ist. Diese KI soll Verkaufsgespräche unterstützen, etwa mit Produktinformationen oder Empfehlungen während der Beratung. Wie die Technik im Detail funktioniert und wann sie regulär zum Einsatz kommen soll, ist bislang nicht bekannt.

Für Saturn verfolgt Ceconomy eine eigene strategische Ausrichtung. Ab 2027 sollen demnach erste Saturn-Showrooms in bestehenden Media-Markt-Häusern entstehen. Wie sich dieses Vorhaben zu den Plänen bei Bezahlung und Beratung verhält, lässt sich derzeit noch nicht sagen.


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