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Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen
Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beyerdynamic MMX 300 2nd Gen aufgesetzt: Die Referenz 2.0

Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen
Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das originale MMX 300 von Beyerdynamic gilt als eines der besten Stereo-Headsets für Spieler. Die verbesserte Neuauflage ist ebenfalls ein Referenzgerät. Ohne einen passenden Kopfhörerverstärker kommt vom tollen Sound allerdings weniger an.
Ein Bericht von Marc Sauter

Das MMX 300 ist seit fast einem Jahrzehnt auf dem Markt und gehört bis heute zu den empfehlenswertesten Headsets im gehobenen Preisbereich. Der deutsche Hersteller hat klugerweise nicht versucht, den Klassiker radikal zu verändern, sondern hat das originale Modell als überarbeitete zweite Generation im Januar 2017 vorgestellt. Der Stereo-Kopfhörer samt integriertem Mikrofon richtet sich vornehmlich an Spieler. Wir haben die Neuauflage mit der ursprünglichen Version verglichen, die von uns seit 2008 täglich verwendet wird.

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Geliefert wird das MMX 300 in einer stabilen Schutzhülle aus Nylon, die das Headset samt Kabeln enthält. Im Inneren ist eine kleine Tasche via Klettverschluss angebracht, in der Zubehör wie Adapter verstaut werden können. Auffälligste Änderung ist die Optik: Statt in einem Carbon-Look hat Beyerdynamic das Headset in mattem Schwarz lackiert. Die Verarbeitung des in Heilbronn gefertigten Headsets scheint so gut zu sein wie beim Original - das trotz diverser Stürze bis auf ein paar Kratzer wie am ersten Tag aussieht.

  • Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • MMX 300 mit Zubehör (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster sind abnehmbar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kabel ist gesteckt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Mikrofonarm lässt sich um fast 360 Grad rotieren und flexibel positionieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bügelpolsterung kann ausgetauscht werden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fast alle Bauteile ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... sind verschraubt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Fernbedienung ist nützlich, um Anrufe anzunehmen ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und die Lautstärke zu regeln oder das Mikrofon auf stumm zu schalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Altes gegen neues MMX 300 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Beyerdynamic MMX 300 in der 2nd Gen (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Alle Bauteile sind leicht austauschbar und über den Hersteller nachzubeziehen. Die Ohrmuschelpolster etwa können zur Reinigung abgenommen werden, Gleiches gilt für den Überzug des Kopfbügels, der anders als beim Vorgänger mit einem Klettverschluss befestigt ist. Der Metallbügel erinnert an das DT 770 Pro und soll noch robuster sein. Zumindest sitzt er straffer auf dem Kopf, das gibt sich aber nach wohl einigen Jahren. Trotz des höheren Anpressdrucks sitzt die 2nd Gen bequemer auf dem Kopf, was der Polsterung zu verdanken ist.

Generell ist der Tragekomfort des vergleichsweise großen Headsets sehr hoch, wozu auch das von 340 auf 280 Gramm verringerte Gewicht beiträgt. Die Ohrmuscheln mit ihrem Velours-Bezug empfinden wir als ziemlich angenehm, und auch Brillenträger müssen definitiv keine Bedenken haben. Das insgesamt 260 cm lange Kabel ist gesteckt statt fest montiert.

Der erste Teil weist eine Vierpol-3,5-mm-Klinke für Notebooks. Er ist 130 cm lang und integriert eine Fernbedienung, um die Lautstärke anzupassen, das Mikrofon auf stumm zu schalten oder Anrufe entgegenzunehmen. Der zweite Teil misst auch 130 cm und endet in zwei Dreipol-Klinken für PCs. Einen 6,35-mm-Adapter legt Beyerdynamic laut eigener Aussage bei, unsere Packung aber enthielt keinen. Das Mikrofon lässt sich um fast 360 Grad um die eigene Achse rotieren und aufgrund des flexiblen Arms in beliebige Positionen schwenken. Die Sprachqualität gibt keinen Anlass zur Kritik.

Rundes Klangbild

Wie gehabt klingen die 40-mm-Treiber des geschlossenen Stereo-Headsets in Games und auch bei Musik exzellent. Der Klang ist detailliert und sauber, Spiele profitieren enorm von der hohen Präzision, da Geräusche und Gegner besser zu orten sind. Die sehr leichte Betonung auf den knackigen Bass ähnelt der beim Vorgänger - wer es hier etwas weniger tief mag, kann zum neuen Custom-Game-Headset greifen. Das MMX 300 ist sehr pegelfest und auf Wunsch sehr laut, zumindest wenn es an die richtige Quelle angeschlossen wird.

Sofern im PC eine ausgewachsene Soundkarte mit entsprechendem Kopfhörerverstärker steckt, wird das 32-Ohm-Headset kräftig angetrieben. Im Test reichte dazu eine alte Creative X-Fi Audio, die neuere Sound Blaster ZxR erledigt die Aufgabe genauso. Problematisch sind die onboard verbauten Lösungen: Wir waren überrascht, wie vergleichsweise dünn das MMX 300 an Asus' Z170-Deluxe oder MSIs X370 Xpower Gaming Titanium klang. Gleiches gilt für die meisten Notebooks. An Razers Blade oder unserem Lenovo Thinkpad X1 Carbon v4 kommt weniger an als mit einer Soundkarte.

Verfügbarkeit und Fazit

Beyerdynamic verkauft das MMX 300 in der 2nd Gen für 300 Euro. Derzeit ist es allerdings weder beim Hersteller noch bei Online-Shops verfügbar, da in 'einigen wenigen Anwendungen Störgeräusche auftreten können' - der Hersteller hat die Problematik erkannt und will sie beheben.

Der Preis für das MMX 300 ist hoch, es zählt aber zu den besten Stereo-Headsets am Markt. Reine Kopfhörer mit Ansteckmikrofon mögen günstiger sein, sind aber eben kein Komplettpaket. Wir halten das Beyerdynamic für ein hervorragend klingendes Headset mit tadelloser Verarbeitung und sehr gutem Tragekomfort, das den Nutzer über viele Jahre hinweg verlässlich begleitet. Um es voll genießen zu können, muss die Soundlösung - intern oder extern - aber einen entsprechenden Kopfhörerverstärker aufweisen.


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PiranhA 18. Mai 2017

Also ich will zwar nicht behaupten, dass ein interner Soundchip nicht auch ausreichen...

Themenstart

rootingbill 18. Mai 2017

Ich bin selber Brillenträger und hatte so einige Schwierigkeiten ein vernünftiges Paar...

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ms (Golem.de) 17. Mai 2017

Akustisch IMHO nichts, was ich sofort raushören würde.

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