Bewegungserkennung: Witrack sieht Menschen durch Wände

Witrack sieht Menschen durch die Wand und erkennt ihre Bewegungen im Nachbarzimmer. Die Entwickler am MIT sehen Anwendungsmöglichkeiten vor allem im Spielebereich.

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Witrack: Licht im Nebenzimmer mit einer Geste ausschalten
Witrack: Licht im Nebenzimmer mit einer Geste ausschalten (Bild: Jason Dorfman, CSAIL/MIT)

Ein System, das Menschen in einem Haus aufspürt, hat eine Gruppe von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Es soll unter anderem für Spiele eingesetzt werden.

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Witrack hat das Team vom Computer Science and Artificial Intelligence Lab (CSAIL) des MIT das System genannt. Es verfügt über vier Antennen - eine zum Senden und drei für den Empfang. Es sendet Funkwellen aus, die vom menschlichen Körper zu den Empfangsantennen reflektiert werden. Aus der Laufzeit der Signale errechnet es die Position eines Menschen bis auf 10 bis 20 cm genau. Es kann aber nicht nur den Menschen selbst ausmachen, sondern auch dessen Körperteile, erkennt also auch Bewegungen und Gesten.

Heimautomation mit Funk

Anwendungsmöglichkeiten gebe es verschiedene, sagen die Entwickler. So könnte Witrack beispielsweise als Heimautomationssystem genutzt werden: Der Bewohner könnte per Gestensteuerung Haushaltsgeräte steuern, etwa das Licht im Nebenzimmer ausschalten, indem er in die Richtung des Zimmers zeige. Witrack ist eine Weiterentwicklung von Wivi, einem vergleichbaren System, das Projektleiterin Dina Katabi dieses Jahr gebaut hatte. Wivi arbeitete mit WLAN und war deutlich ungenauer.

Eine andere Einsatzmöglichkeit wäre ein System für Seniorenhaushalte, das erkennt, wenn der Bewohner stürzt. Witrack könne einen Sturz mit fast 100-prozentiger Sicherheit erfassen - auch im Nebenzimmer. Vorteil sei, dass der Bewohner keinen Sensor tragen müsse und dass das Witrack ohne Kameras auskomme, wodurch die Privatsphäre gewahrt bleibe.

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Die besten Aussichten sehen die Forscher um Dina Katabi für eine Anwendung im Bereich der Computerspiele: Witrack könne herkömmliche Controller ersetzen und so ein realistischeres Spielerlebnis vermitteln: "Wenn man heute mit der Xbox Kinect oder Nintendo Wii spielt, muss man direkt vor der Spielekonsole stehen, was die Arten von Spielen, die man spielen kann, einschränkt", sagt Projektleiterin Katabi.

Witrack mache das ganze Heim zu einer virtuellen Welt: "Die Spielekonsole behält dich im Blick, wenn du vor Feinden aus dem Computerspiel reale Flure entlangfliehst, oder wenn du dich hinter dem Sofa oder einer Mauer vor anderen Spielern versteckst."

Frage des Displays

Das verschaffte Spielern Bewegung und sorgte bestimmt auch für eine Menge Spaß. Die Frage ist allerdings, welche Art von Display dazu verwendet werden könnte. Eine Datenbrille wie die Oculus Rift oder die Durovis Dive böte sich an. Jedoch bestünde dann die Gefahr, dass die Spieler eher mit dem Sofa oder der Wand kollidierten, statt hinter ihnen in Deckung zu gehen.

Begehrlichkeiten dürfte Witrack auch beim Militär wecken: Die Darpa, die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, hatte 2008 beispielsweise die Entwicklung eines Systems ausgeschrieben, um durch die Wände schauen zu können ohne Radar. 2010 stellten MIT-Forscher ein Radar-basiertes System vor, das für das Militär konzipiert war.

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hjp 15. Dez 2013

Vorteil sei, dass [...] das Witrack ohne Kameras auskomme, wodurch die...

MarkusXXX 13. Dez 2013

So lautlos sind Drohnen nicht. Insbesondere nicht Drohnen mit Waffen die (mehrere) Wände...

MarkusXXX 13. Dez 2013

Das steht aber nicht im Artikel. Da steht, sie können die Positionen eines Menschen mit...

TC 13. Dez 2013

Das schafft doch auch ne Softair ^^



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