Betrugsmasche: Stellenanzeigen werden als Geldwäsche-Fallen geschaltet

Jobs mit hohen Nebenverdienstmöglichkeiten, tollen Arbeitszeiten und vielem mehr können böse Fallen sein. Jobsuchende können sich sogar strafbar machen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Honeypot-Anzeige
Honeypot-Anzeige (Bild: Polizei­liche Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on/Bildbearbeitung: Golem.de)

Wer träumt nicht von hohen Verdienstmöglichkeiten, flexiblen Arbeitszeiten und wenig Arbeit? Jobangebote, die das versprechen, können von Kriminellen geschaltet worden sein, vor allem wenn keine Qualifikationen erforderlich sind. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Ebay Kleinanzeigen warnen gemeinsam vor solchen Anzeigen.

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Das Ziel der Kriminellen sind die Bankinformationen ihrer Opfer. Arglose Interessenten werden gebeten, zu "Testzwecken" oder zur "Verifizierung" eigener Angaben ein Bankkonto zu eröffnen. Betrüger nutzen das auf diese Weise eröffnete Bankkonto anschließend für ihre kriminellen Machenschaften.

In anderen Fällen sollen Interessenten ein vorhandenes Bankkonto für Transaktionen zur Verfügung stellen. Sie erhalten daraufhin Zahlungen, die sie an andere Konten, häufig im Ausland, weiterleiten sollen. Als Lohn darf ein Teil der Summe einbehalten werden. So können die Opfer selbst zu Geldwäschern werden, was hohe Strafen zur Folge hat. Der Strafrahmen beträgt bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerblicher Geldwäsche bis zu zehn Jahren. Weiterhin können Geld oder Gegenstände, die für Geldwäsche genutzt werden, eingezogen werden.

Besonders perfide wird es, wenn Betrüger zudem die Identität der Interessenten annehmen und damit im Internet Waren anbieten, die sie nicht liefern. Auch das kann Betrugsanzeigen und Verurteilungen zur Folge haben.

Honeypot-Anzeigen zur Prävention geschaltet

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Im Rahmen einer Präventionskampagne schalten die Initiatoren nun eigene Stellenanzeigen und warnen vor dieser Masche. Dafür wurden Lockangebote erstellt und in verschiedenen Städten, darunter Berlin, Hamburg, Köln und München, auf dem Online-Kleinanzeigenmarkt in den Ballungsgebieten veröffentlicht. Diese sehen den Anzeigen der Betrüger zum Verwechseln ähnlich, warnen jedoch bereits in der Anzeigenbeschreibung eindringlich vor den Gefahren und klären über mögliche Muster auf.

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Ebay Kleinanzeigen teilte mit, dass die Anzeigen rund 5.000 Mal aufgerufen wurden. Rund 200 Nutzer haben die vermeintlichen Jobangebote auf ihrer Merkliste gespeichert. In mehr als 100 Anfragen erkundigten sich Interessenten nach Details, fragten nach Tipps oder ließen sich umfassende Informationen schicken.

"Wir empfehlen Jobsuchenden, sich nicht von lukrativen Angeboten blenden zu lassen und jede Anzeige sorgfältig zu prüfen. Gibt es die Firma, die eine Anzeige veröffentlicht hat, wirklich? Ist der Arbeitsauftrag seriös, sinnvoll und logisch? Wird der Job angemessen oder auffällig großzügig vergütet?", so Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

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nomorenoless 19. Aug 2022 / Themenstart

Lotto. Kryptoinvestement. Ohne viel Aufwand Riesenprofite erzielen zu können. Aber ist...

nomorenoless 19. Aug 2022 / Themenstart

kwt

terraformer 18. Aug 2022 / Themenstart

Wie war das mir dem Splitter im Auge des Anderen und dem Balken im eigenen (auf Golem.de...

terraformer 18. Aug 2022 / Themenstart

Dann führst du wohl ein bedauernswertes Leben.

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