Betrug: Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt(öffnet im neuen Fenster) zurzeit vor gefälschten Youporn-Mahnungen. Zahlreiche Menschen hätten sich mit angeblichen Rechnungen über die Nutzung des Portals an die Zentrale gewandt, schreiben die Verbraucherschützer. Die Mails werden im Namen der Rechtsanwaltskanzlei Auer Witte Thiel aus München versendet. Die Anwälte schreiben auf ihrer Webseite, sie würden "sämtliche Facetten des modernen Forderungsmanagements aus einer Hand abdecken." Bei einer oberflächlichen Recherche könnten die Zahlungsaufforderungen daher durchaus echt wirken.
Die Kanzlei hat nach Aussage der Verbraucherschützer bestätigt, dass entsprechende Mails Fälschungen seien, auch auf der Webseite und bei der Hotline der Anwälte finden sich entsprechende Warnungen. " Betroffene sollten sich von der Mahnung keineswegs einschüchtern lassen und den verlangten Betrag nicht zahlen" , sagte Barbara Steinhöfel, Referentin für Telekommunikation und Digitale Medien der Verbraucherzentrale. Wer eine solche Mail erhalte, sollte lieber Anzeige bei der Polizei erstatten.
Mahnung der 'Wondo GmbH&Co KG'
Die gefälschte Mahnung wird über den Firmennamen Wondo GmbH & Co KG abgewickelt, die Empfänger sollen 207 Euro bezahlen. Wie bei anderen Spam- und Phishing-Angriffen sollen die Mails "täuschend echt" wirken. Gegen Spam-Mails können Unternehmen durch die Aktivierung von SPF (Sender Policy Framework) vorgehen, durch die der Versand von Spam-Mails im Namen einer Domain zumindest erschwert werden kann.
Kriminelle Kampagnen werden immer raffinierter. Zuletzt hatten Betrüger im Namen von Amazon Aufforderungen versendet , die eigenen Daten auf Grund der Bestimmungen der EU-Datenschutzgrundverordnung erneut einzugeben und damit einen für viele Nutzer aktuellen Anlass kreiert.



