Betrug per Whatsapp: "Ich hab' mein Handy verloren, kannst du Geld überweisen?"

Mit vorgeblichen Hilferufen von Verwandten versuchen Trickbetrüger per Whatsapp, Menschen um ihr Geld zu bringen - oft mit Erfolg, sagt die Polizei.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Betrug per Messenger scheint leider recht erfolgreich zu sein.
Betrug per Messenger scheint leider recht erfolgreich zu sein. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Trickbetrüger nutzen nach Erkenntnissen des Landeskriminalamtes (LKA) von Mecklenburg-Vorpommern statt Anrufen neuerdings vermehrt Messenger, um ihre meist älteren Opfer anzusprechen. So werde versucht, über Whatsapp Kontakt aufzunehmen und Geldüberweisungen zu veranlassen. Die Täter melden sich demnach als angebliche Töchter, Söhne oder Enkel, die den Defekt ihres Handys und eine neue Nummer mitteilen.

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Häufig werde dann erklärt, dass auf dem neuen Handy kein Online-Banking möglich und dringend eine Geldüberweisung nötig sei, beschrieb eine LKA-Sprecherin das Vorgehen. Ganz nach dem Motto "ich hab' mein Handy verloren, kannst du schnell etwas Geld für mich überweisen?". Wer das Geld überweist, hilft jedoch nicht seinem Verwandten, sondern verliert es an die Betrüger.

Eine andere Masche sei die Vorspiegelung einer Erbschaft oder eines Lotteriegewinns, für deren Auszahlung aber zunächst Gebühren fällig würden, erklärte die LKA-Sprecherin.

Betrugsmasche per Whatsapp sehr erfolgreich

Bislang seien in Mecklenburg-Vorpommern acht derartige Fälle bekanntgeworden, sechs davon im laufenden Jahr. In fünf Fällen kam es laut LKA tatsächlich zu Überweisungen von Geld, insgesamt etwa 14.000 Euro. Die Erfolgsquote liege somit bei 62,5 Prozent. Dies sei im Vergleich zu den bislang üblichen Betrugsversuchen per Anruf oder an der Haustür außerordentlich hoch. Bei diesen Betrügereien hätten die Täter in weniger als 10 Prozent der Fälle Erfolg.

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Zum Schutz vor der neuen Masche der Trickbetrüger rät das Landeskriminalamt, unbekannte Nummern von vermeintlich bekannten Personen nicht automatisch abzuspeichern. Zuvor sollte bei der betreffenden Person unter der alten Nummer nachgefragt werden. Angaben zu Geldüberweisungen über Whatsapp und andere Messenger-Dienste sollten zudem generell misstrauisch machen und überprüft werden, wie es hieß.

Erst kürzlich hatte auch das LKA Niedersachsen vor einer Übernahme des Whatsapp-Kontos durch Kriminelle gewarnt. Diese schrieben ihre Opfer von einem bereits gehackten, bekannten Kontakt an und erklärten, dass sie versehentlich einen sechsstelligen Code per SMS an diese hätten schicken lassen. Bei dem Code handelte es sich jedoch um den Whatsapp-Registrierungscode der Nummer, an die auch die SMS geschickt wurde. Gibt das Opfer den Code weiter, können die Kriminellen damit dessen Whatsapp-Konto übernehmen.

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Oekotex 20. Jul 2021 / Themenstart

Nein Nein, denn wenn die Ersatzkarte 15¤ kostet, die neue an der Supermarktkasse aber...

Oekotex 20. Jul 2021 / Themenstart

Natürlich reicht das. Facebook ist doch nicht dafür zuständig, ob der Erwerb der SIM...

jothme 20. Jul 2021 / Themenstart

Dachte ich mir auch gleich. Das ist wie die Berechnung der Erfolgsquote bei der Impfung...

chefin 20. Jul 2021 / Themenstart

Du hast die Gründe bereits genannt. Keine Erfahrung mit den destruktiven Elementen...

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