Betrug: Google verklagt Scammer wegen gefälschter Geschäftsprofile
Google hat bei einem Bezirksgericht in Kalifornien Klage gegen Ethan Hu eingereicht. Das Unternehmen wirft Hu vor, in einem Zeitraum von ca. zwei Jahren über 350 Fake-Geschäftsprofile bei Google angemeldet und dabei Google-Dienste missbraucht zu haben. Das berichtet The Verge(öffnet im neuen Fenster) .
Hu und seine Partner sollen die gefälschten Geschäftseinträge mit mindestens 14.000 ebenfalls gefälschten Bewertungen versehen haben, um die vermeintlich dahinterstehenden Unternehmen als erfolgreich darzustellen. Hinter dem Vorgehen steckt ein Betrugsschema: Hu soll die erfolgreichen Einträge an Unternehmen vermietet oder verkauft haben, die sie anstelle ihrer eigenen, weniger erfolgreich wirkenden Profile verwenden sollten.
So soll Hu beispielsweise über eine Facebook-Anzeige 1.000 US-Dollar als Kaufpreis für ein von ihm erstelltes Profil für ein nicht existierendes Klempnerunternehmen in Monterey, Kalifornien, verlangt haben. Mit dem Kauf der gut bewerteten Einträge könnten Unternehmen ihr Geschäft verbessern, da sie in der Google-Suche bessergestellt würden, soll Hu den Käufern erklärt haben.
Außerdem soll er potenziellen Käufern versprochen haben, dass sie mit den Profilen eine bevorzugte Behandlung bei Google erhalten würden. Die in den Profilen hinterlegten Telefonnummern führten in der Regel zu anderen Unternehmen.
Käufer der Profile sollten Vorteile erhalten
Google wolle mit der Klage die Praxis von Hu beenden und weiteren Schaden vermeiden, erklärte das Unternehmen in der Anklageschrift(öffnet im neuen Fenster) . Google verlangt zudem Schadensersatz.
Hu soll bei der Erstellung der Profile äußerst trickreich vorgegangen sein. Ein Geschäftsprofil lässt sich nicht einfach erstellen und in Besitz nehmen – Profilersteller müssen Google beweisen, dass das Unternehmen tatsächlich existiert, entweder über die Beantwortung einer zugeschickten Postkarte oder über ein Video- oder Audiotelefonat.
Hu soll sich in derartigen Gesprächen als Inhaber verschiedener Unternehmen ausgegeben und dabei auch auf eine Reihe von Requisiten zurückgegriffen haben. So soll er beispielsweise in mehreren Fällen ein und dieselbe Werkbank gezeigt haben, um als Reparaturdienstleister durchzugehen. In einem anderen Fall soll er Aromaöle und einen Massagestuhl gezeigt haben, um ein Reiki-Studio zu simulieren.
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