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Endlich Treiber für AMDs Vega-Karten

Die Programmierer bei AMD dürften hingegen jetzt erst einmal aufatmen: Torvalds hat den vielfach kritisierten und mehrfach überarbeiteten Code Amdgpu DC im kommenden Linux-Kernel 4.15 aufgenommen. Mit ihm lassen sich endlich die Ausgabe der aktuellen Grafikkartenreihen RX Vega 56 und 64 sowie Raven-Ridge auch auf einem Bildschirm betrachten - auch in 4K und 5K, weil zusätzlich die Unterstützung für HDMI 2.0 und Displayport 1.4 (DP) umgesetzt wurde.

Freesync kommt in Linux

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Selbst der Ton dürfte bei den meisten AMD-Grafikkarten jetzt über HDMI und DP zu hören sein. Denn der DC-Code, der die älteren Grafikkarten 460, 480, 540 oder 580 von AMD nutzt, bringt auch Verbesserungen mit. Das klappte teils auch ohne DC-Code, mit ihm können dank HDMI 2.0 aber auch 4k-Monitore mit Frequenzen von 60 Hz oder mehr angesteuert werden. Der umgebaute DC-Code greift auf die Atomic-Struktur des Kernels zu und schafft deshalb die Grundlage für AMDs Freesync, das eine dynamische Anpassung der Bildwiederholungsrate für Monitore ermöglicht.

Noch ist dafür der Kernel-Parameter amdgpu.dc=1 nötig, bis auch die letzten möglichen Fehler aus dem riesigen Patch ausgeräumt sind. Immerhin umfasst er mehr als 130.000 Codezeilen. Und die To-do-Liste der Entwickler ist längst noch nicht vollkommen abgearbeitet. Deshalb hat der zuständige Kernel-Hacker David Arlie den DC-Code auch gesondert eingereicht. Denn es gibt weitere Änderungen am Amdgpu-Treiber, die im Falle einer erneuten Ablehnung dennoch in den neuen Linux-Kernel aufgenommen worden wären, darunter auch der verbesserte Umgang mit Interrupts und Fehlern. Damit soll CPU- und Speicherlast reduziert werden.

Mehr virtuelle Realität

Dazu gehören vor allem Verbesserungen beim Einsatz von VR-Brillen unter Linux. Zum einen gibt es das sogenannte DRM_Object Lease Infrastructure, mit dem VR-Software eine teilweise direkte Kontrolle über Grafikkarten erhält, statt den Umweg über den Xserver zu nehmen. Darüber hinaus werden die Bildschirme in VR-Brillen als Non Desktop Displays eingestuft und so nicht automatisch von Desktops im Mehrfachbildschirmbetrieb konfiguriert. Von den Steam-Entwicklern gibt es noch Code, der bestimmte Aufgaben der VR-Software priorisieren kann. Das soll vor allem die Verzögerungen vermeiden, die Schwindel bei der Verwendung von VR-Brillen auslösen können. Die Prioritäten können Entwickler über die Vulkan-Erweiterung VK_EXT_global_prority in Mesa 17.3 setzen.

Die erweiterte Speicherverwaltung Hugepages gibt es bereits seit Jahren im Linux-Kernel. Jetzt haben die Entwickler der Treiber für Intels eingebettete Grafikeinheiten und Nouveau für Grafikchips von Nvidia dort jeweils die Unterstützung für Hugepages eingebaut. Der Intel-Treiber unterstützt darüber hinaus die aktuellen Intel-Prozessoren der Core-i-8000-Generation alias Coffee Lake ohne den Umweg des bisher benötigten Kernel-Parameters i915.alpha_support=1.

 Mit Trampoline gegen MeltdownBessere Unterstützung für Prozessoren 
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