Abo
  • Services:

Mit Trampoline gegen Meltdown

Der Code gegen die Meltdown-Lücke wurde unter dem Namen Page Table Isolation (PTI) bereits Ende 2017 integriert - noch vor der vorzeitigen Bekanntgabe der Lücke. In die Patches flossen auch die sogenannten KAISER-Patches ein, die bereits im Herbst 2017 von Forschern an der Technischen Universität Graz veröffentlicht wurden. Sie waren an der Entdeckung der Sicherheitslücke Meltdown beteiligt.

Stellenmarkt
  1. EDG AG, Frankfurt
  2. Lidl Digital, Neckarsulm

Meltdown kann allerdings bei Intel-CPUs, die die sogenannten Process Context Identifiers (PCID) nicht ordentlich unterstützen, einen deutlichen Leistungsverlust mit sich bringen. PCIDs werden erst ab Prozessoren mit Haswell-Architektur unterstützt, die es seit Mitte 2013 auf dem Markt gibt. Für AMDs Prozessoren Epyc, Ryzen und Athlon ist der Patch nicht nötig und sollte vom Kernel beim Start automatisch deaktiviert werden. Auch hier gibt es aber noch Nachholbedarf: ARM64 soll erst in der nächsten Kernel-Version unterstützt werden, und wann der Patch für 32-Bit-Systeme fertig sein wird, steht noch nicht fest. Der Befehl cat /sys/devices/system/cpu/vulnerabilities/meltdown zeigt, ob das aktuelle System gegen Meltdown gewappnet ist.

Gegen die erste Variante der Spectre-Schwachstelle gibt es indes überhaupt noch keine Patches, die sollen erst im nächsten Linux-Kernel 4.16 umgesetzt werden, dessen Entwicklungsphase mit der finalen Veröffentlichung von Linux 4.15 beginnt. Die Arbeit an diesem Patch ist äußerst aufwendig, denn der gesamte Code des Linux-Kernels muss nach kritischen Stellen durchforstet werden. Die Ausgabe von cat /sys/devices/system/cpu/vulnerabilities/spectre_v1 wird wohl noch eine Weile "Vulnerable" lauten.

Spectre bleibt ein Problem

Einer der Entdecker der Sicherheitslücken, Daniel Gruß, bezweifelt indes, dass sich die beiden Schwachstellen überhaupt durch Softwarepatches vollständig beheben lassen. Zumindest dürften Meltdown und Spectre die Kernel-Entwickler noch lange Zeit beschäftigen und vermutlich noch den einen oder anderen Wutausbruch Torvalds provozieren.

 Betriebssysteme: Patches für Meltdown und Spectre in Linux 4.15Endlich Treiber für AMDs Vega-Karten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. bis zu 50% auf über 250 digitale Xbox-Spiele sparen
  2. (u. a. Forza Motorsport 7 34,99€, Ark: Survival Evolved 23,99€, Mittelerde: Schatten des...
  3. 219€ (Vergleichspreis 251€)

jt 29. Jan 2018

So isses und ist korrigiert. Danke für den Hinweis.

George99 29. Jan 2018

Wow, erstaunlich, was mit diesem früher reinen Email-Client inzwischen alles möglich...


Folgen Sie uns
       


Parrot Anafi angesehen

Angucken ja, fliegen nein: Wir waren bei der Vorstellung der neuen Drohne von Parrot dabei.

Parrot Anafi angesehen Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /