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Betriebssysteme: Linux 5.2 erscheint mit freiem Mali-Treiber

Die aktuelle Version 5.2 des Linux-Kernel hat nun Unicode-12.1-Support für das Dateisystem Ext4. Außerdem führt Linux 5.2 ein Feldbus-Subsystem ein, unterstützt jetzt Intels Sound Open Firmware (SOF) und es gibt erstmals Community-Treiber für Mali-GPUs von ARM.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Linux 5.2 ist erschienen.
Linux 5.2 ist erschienen. (Bild: Michael Pereckas, flickr.com/CC-BY 2.0)

Linus Torvalds hat Version 5.2 des Linux-Kernels veröffentlicht. Dieser enthält nach jahrelanger Arbeit endlich von der Community geschriebene Treiber für die Mali-GPUs von ARM. In der separaten Ankündigung der Grafikentwickler heißt es dazu, die Version enthalte "zwei aufregende Community-Treiber". Das ARM-Unternehmen sei in Sachen GPUs noch nie besonders Open-Source-freundlich gewesen, also habe die Community die Sache selbst in die Hand genommen, erklärt Grafikentwickler Dave Airlie.

Inhalt:
  1. Betriebssysteme: Linux 5.2 erscheint mit freiem Mali-Treiber
  2. Unicode fürs Dateisystem und ein Feldbus

Zwar erstellt ARM einen freien Linux-Kernel-Treiber. Dieser nutzt aber nicht die üblichen Schnittstellen des restlichen Grafikstacks. Darüber hinaus erstellt ARM keinen freien Userspace-Treiber, was einen Aufnahme des freien Teils in den Kernel verhindert. Nun gibt es also zwei Treiber aus der Community. Das ist einerseits der Lima-Treiber, der die 400er-Reihe abdeckt, und andererseits Panfrost, der die 600er- und 700er-Modelle unterstützt.

Gute Nachrichten gibt es auch für Nutzer von Virtualbox: Der Vboxvideo-Treiber hat den Staging-Bereich verlassen und die Grafikbeschleunigung gilt damit auch offiziell als stabil. Intels i915-Treiber aktiviert standardmäßig den Support für Icelake- und Elkhart-GPUs der 11. Generation, die noch in diesem Jahr erscheinen sollen.

Darüber hinaus ist es möglich, sämtlichen Supportcode aus dem DRM-Kern zu entfernen, der vor der Einführung von KMS (Kernel Mode Setting) genutzt wurde. Das spare auf Maschinen etwa zehn Prozent an Code ein, schreibt Airlie. Das setze allerdings voraus, dass keine alten Treiber aus der KMS-Prähistorie auf dem System laufen.

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Nicht direkt Teil des Grafikstacks, aber dennoch interessant vor allem für Spieler, ist die Unterstützung des sogenannten Virtual Link von Nvidia. Diesen bieten aktuelle Turing-Generation der Grafikkarten von Nvidia, der als handelsübliche USB-C-Buchse ausgeführt ist und kommende VR-Headsets über ein einziges Kabel unterstützen soll.

Optimierungen am Kernel

Lob von Torvalds gab es für ein Patch von Suses Borislaw Petkow, der das Laden von FPU-Registern optimiert. Der Kernel lädt diese nicht mehr bei jedem Kontextwechsel, sondern - so lange der Task im Kernel verbleibt - erst bei der Rückkehr in den Userspace. Ebenso erzeugt die Funktion kernel_fpu_begin() weniger Overhead, weil sie Register nur beim ersten Aufruf und nicht mehr bei den folgenden Schritten speichert.

Perf, ein in den Kernel integriertes Tool für Performance-Messungen, unterstützt nun Intels Adaptive Pebs v4, das einen effizienteren Weg anbietet, um Sampling-Informationen zu übermitteln. Pebs steht für Precise Event-based Sampling. Auch perf record, perf trace und perf stat haben kleinere Updates erhalten.

Intel Sound Open Firmware Mit Linux 5.2 unterstützt Intel seine eigene Sound Open Firmware (SOF) für das DSP-Framework. Takashi Iwai, der die Patches eingereicht hat, preist diese Neuerung an. Damit werde die Tür für eine wirklich freie Firmware im FOSS-Sinne geöffnet. Zudem zeigten weitere Parteien bereits Interesse an dem Code.

Unicode fürs Dateisystem und ein Feldbus 
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