Betriebssysteme: Linux 5.1 optimiert asynchrone Zugriffe

Die Optimierungen in Linux 5.1 sind ziemlich zahlreich: verbesserte asynchrone Operationen, ein ausgemustertes Dateiformat, eine Abschirmung für externe USB-Datenträger, beschleunigtes WLAN und optimiertes Live-Patching.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux 5.1 bringt besseres Asychronous I/O, mehr Sicherheit für USB-Sticks und optimiertes Live-Patching.
Linux 5.1 bringt besseres Asychronous I/O, mehr Sicherheit für USB-Sticks und optimiertes Live-Patching. (Bild: wiseguy71/CC-BY 2.0)

Linus Torvalds hat die Version 5.1 des Linux-Kernels freigegeben. Seit der letzten Vorabversion habe es zwar wenige Änderungen gegeben, einige seien allerdings erst in letzter Minute eingereicht worden. Er selbst ist an der Ausmusterung des alten Dateiformats a.out beteiligt. Eine neue Variante für asynchrone Operationen verspricht Beschleunigung und soll vor allem für Entwickler einfacher zu handhaben sein.

Die Aktualisierung des Systems im laufenden Betrieb kann künftig kumulative Patches abarbeiten. Externe USB-Datenträger können gesondert deaktiviert werden. Es gibt auch wieder Arbeiten, die die Leistungseinbußen auffangen, die durch die Patches gegen die Sicherheitslücken Spectre verursacht wurden. Außerdem gibt es neue Funktionen in Treibern für Grafikchips der Hersteller AMD, Intel und Nvidia.

Optimiertes Asynchronous I/O und DM ohne Initramfs

Um Betriebssysteme zu beschleunigen, gibt es sogenannte asynchrone Ein- und Ausgaben (Asynchronous I/O). Damit können Anwendungen zwischenzeitlich andere Aufgaben erledigen, bis etwa eine Schreibfunktion im Hintergrund ihre Arbeit beendet hat. Der Kernel kümmert sich um die Benachrichtigung der Anwendung. Asynchronous I/O gibt es zwar bereits seit Linux 2.5, allerdings sei die bisherige Implementation ineffizient und schwierig zu verwenden, kritisieren viele. Vom Kernel-Entwickler Jens Axboe kommt jetzt eine neue Variante mit dem Namen io_uring, die vor allem die Geschwindigkeit asynchroner Lese- und Schreibaufgaben erhöhen und sich zudem besser skalieren lassen soll. Außerdem gibt es eine Userspace-Bibliothek, über die Entwickler die wichtigsten Funktionen von io_uring ansprechen können.

Künftig können über den Device Mapper (DM) angesprochene virtuelle blockorientierte Geräte auch außerhalb eines Initramfs-Archivs beim Systemstart angesprochen werden. In Initramfs werden für gewöhnlich die für den Start benötigten Dateien, etwa Basistreiber gelagert. Über einen neuen Kernel-Parameter lässt sich stattdessen ein DM-Dateisystem direkt starten, beispielsweise ein RAID-Verbund.

Mit Fanotify wurde bereits in Linux 2.6.36 eine Schnittstelle zur Überwachung von Änderungen an Dateisystemen eingeführt, das als Ersatz für Inotify dienen sollte. Inotify gilt als veraltet und funktioniert nur schlecht auf großen Dateisystemen. Jetzt wurde die Arbeit an Fanotify - nach einigen Anpassungen in Linux 4.20 - erneut aufgenommen und für die inzwischen immer größer werdenden Datenträger und die darauf eingesetzten Dateisysteme mit der Funktion Super Block Root Watch angepasst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Ausgemustertes Dateiformat und optimiertes Live-Patching 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Truppenversuch
Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter

Beim Truppenversuch der modifizierten Hololens 2 für die US-Armee hat sich herausgestellt, dass die Soldaten an Kampfkraft einbüßen und die Brillen ablehnen.

Truppenversuch: Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter
Artikel
  1. Nutzertest: Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz
    Nutzertest
    Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz

    Ein Kunde hat seine Hardware aufgerüstet, dennoch bekommt er statt 1 GBit/s nur 950 MBit/s im Download. Deutsche Glasfaser forscht nach.

  2. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  3. Deutschlandticket: 49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai
    Deutschlandticket
    49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai

    Fahrgäste können ab dem 1. Mai 2023 für 49 Euro im Monat das Deutschlandticket bundesweit nutzen. Dazu kommt ein bundesweites Jobticket zu einem günstigeren Preis.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /