• IT-Karriere:
  • Services:

Verbesserte Treiber für Grafikchips von AMD, Intel und Nvidia

Der Direct-Rendering-Management-Treiber (DRM) aktiviert die sogenannte Fastboot-Option jetzt standardmäßig für Grafikeinheiten von Intel. Er sorgt für einen flackerfreien Start bei integrierten Grafikchips in den neueren Prozessoren ab der Skylake-Reihe und einigen Atom-SoCs. Die Grafikchips in Coffee-Lake-CPUs von Intel werden durch Graphics Virtualization Technology (GVT) unterstützt, was eine Beschleunigung von solchen Grafikeinheiten in virtualisierten Umgebungen wie Xen und der Kernel Virtual Machine (KVM) mit sich bringt. Zudem lassen sich auch mit HDCP 2.2 (High-bandwidth Digital Content Protection 2.2) verschlüsselte Inhalte mit Grafikchips von Intel ausgeben, sofern diese es unterstützen.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg

Der freie Treiber Nouveau für Grafikchips von Nvidia dürfte mit dem jetzt eingeführten Shared Virtual Memory (SVM) einen weiteren Leistungsschub erfahren. SVM ist eine der vielen Funktionen des Heterogenous Memory Management (HMM), das für Nouveau schrittweise ausgebaut wird und die Speicherverwaltung des Treibers deutlich modernisiert und verbessert. Dazu gehört auch die Unterstützung für Huge Pages durch Hugetkbfs sowie DAX-Mirroring. Diese Funktionen dienen als Basis für RDMA ODP (Remote Direct Memory Access On-Demand Paging), bei dem sich der Treiber einfacher genügend Teile des Arbeitsspeichers für einen selbst bestimmten Zeitraum sichern kann. RDMA ODP für Nouveau soll allerdings erst in der nächsten oder übernächsten Kernel-Version eingebaut werden.

Dem Treiber Amdgpu für Grafikeinheiten von AMD wurde die Energiesparfunktion Baco (Bus Active, Chip Off) für die aktuell verwendeten Chips Vega 10 und 20 hinzugefügt. AMD selbst nennt die Funktion Zerocore Power Mode. Sie sorgt dafür, dass die Grafikeinheiten weitgehend in den Ruhezustand versetzt werden können und nur noch die notwendigsten Komponenten des Grafikkerns aktiv bleiben.

Im Kern des DRM-Treibers wurde der Code für Multistream über die Displayport-Schnittstelle überarbeitet, er sollte jetzt zuverlässiger funktionieren. Das gilt vor allem für die Treiber Radeon, Amdgpu und Intels 915i-Treiber.

Mehr Unterstützung für ARM und RISC

Für ARMs Mali-Grafikchip arbeitet Arm Holdings bereits seit längerer Zeit an einem passenden Treiber für die Integration im Linux-Kernel. Jetzt ist der Code soweit gereift, dass die Entwickler ihn eingereicht haben. Der als Komeda bezeichnete Treiber bietet freilich nur 2D-Beschleunigung und die Mode-Settings, die automatisch die Auflösungen angeschlossener Monitore ermitteln. Für die 3D-Hardwarebeschleunigung braucht es noch Binär-Blobs. An einer komplett freien Variante arbeitet ein Entwicklerteam von Panfrost.

Zu den neu unterstützten ARM-basierten SoCs (System on a Chip) gehören unter anderem der i.MX8QuadXPlus von NXP, der Socionext Milbeaut SC2000 und der SoC BM1880 von Bitmain, der zwei ARM-A35-Kerne mit einem RISC-V-Kern kombiniert, wobei letzterer noch nicht mit dem neuen Treiber funktioniert. Nebenbei wurde die standardmäßige Anzahl der unterstützten ARM-CPU-Kerne auf 256 erhöht.

Optimierter Tickless Kernel und schnelleres WLAN

Tickless Kernels sind seit einiger Zeit möglich, etwa ab Windows 8, MacOS 10.4 und Linux seit Version 3.10. Seitdem werden Timer-Interrupts nicht mehr regelmäßig aktiviert, sondern durch einen sogenannten Governor verwaltet. Jetzt gibt es einen neuen Governor namens TEO (Timers Events Oriented), der besser mit dem CPUIdle-Framework zusammenarbeitet, der wiederum die verschiedenen Energiesparstufen der Prozessoren verwaltet.

Das Mac80211-Framework für drahtlose Verbindungen erhält eine Erweiterung für multiple BSSIDs (Basic Service Set Identification), über die die Mac-Adresse - die Hardwareadresse - von Access Points gesendet wird. Künftig können Access Points mehrere BSSIDs über eine einzige Funkbake übertragen. Zudem stellt der Mac80211-Treiber jetzt sicher, dass alle mit Access Points verbundenen Clients dieselbe Sendezeit erhalten, unabhängig davon, welche Datenrate die jeweiligen Clients unterstützen. Die Funktion gilt auch für mehrere Access Points in einem Netzwerk.

Im Treiber-Framework Devlink für Netzwerkgeräte gibt es jetzt die Möglichkeit Probleme mit Hardware in Echtzeit zu melden. Zudem lässt sich die Firmware über Devlink aktualisieren. Über eine API lassen sich zudem Informationen der eingesetzten Treiber sammeln. Außerdem wird TLS 1.3 jetzt vom Linux-Kernel unterstützt.

Diese und weitere Änderungen können in Linux 5.1 ausprobiert werden, dessen Quellcode unter kernel.org erhältlich ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Ausgemustertes Dateiformat und optimiertes Live-Patching
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

jt 13. Mai 2019

Das ist korrekt. Es geht um NVDIMM und nicht um NVMe-Speicher. Die entsprechende Passage...


Folgen Sie uns
       


Cirrus7 Incus A300 - Test

Wir testen den Incus A300 von Cirrus7, einen passiv gekühlten Mini-PC für AMDs Ryzen 2000G/3000G.

Cirrus7 Incus A300 - Test Video aufrufen
Nasa: Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner
Nasa
Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner

Vergessene Tabelleneinträge, fehlende Zeitabfragen und störende Mobilfunksignale sollen ursächlich für die Probleme beim Testflug des Starliner-Raumschiffs gewesen sein. Das seien aber nur Symptome des Zusammenbruchs der Sicherheitsprozeduren in der Softwareentwicklung von Boeing. Parallelen zur Boeing 737 MAX werden deutlich.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Boeings Starliner hatte noch einen schweren Softwarefehler
  2. Boeing 777x Jungfernflug für das größte zweistrahlige Verkehrsflugzeug
  3. Boeing 2019 wurden mehr Flugzeuge storniert als bestellt

Energiegewinnung: Zu wenig Magma-Nachschub für die Geothermie
Energiegewinnung
Zu wenig Magma-Nachschub für die Geothermie

Bei Diskussionen über Geothermie klingt es oft so, als könnten vulkanisch aktive Gegenden wie Island den Rest der Welt mit Energie versorgen. Aber ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass dieser Eindruck täuscht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. E-Truck Nikola Tre wird in Ulm gebaut
  2. Wasserstoff Thyssen-Krupp will Stahlproduktion klimaneutral machen
  3. Energiewende Sonnen vermietet Solaranlagen und Elektroautos

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

    •  /