Verbesserte Grafik und schnellere Dateizugriffe

Die Entwickler der Treiber Amdgpu für Grafikkarten von AMD haben in diesem Entwicklungszyklus vor allem die Unterstützung neuer Grafikchips erweitert. Dazu gehören die neue Raven-Ridge-APU alias Raven 2 sowie der Raven-Ridge-Nachfolger Picasso. Lediglich in einigen wenigen Details weichen die neuen Generationen von den bekannten Raven Ridge ab. Deshalb wurde der Code für alle drei APUs weitgehend zusammengeführt. Zudem wurde der Code für den Vega-20-Chip verbessert.

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Der freie Treiber Nouveau für Grafikchips von Nvidia bringt eine erste und allenfalls rudimentäre Unterstützung für HDMI 2.0 mit, die die Ausgabe auf hochauflösenden Monitoren verbessern soll. Bei dem Intel-Treiber gab es die üblichen kleinen Verbesserungen, etwa für den zukünftigen Chip Icelake Gen 11.

Direkter Kontakt zwischen PCI-Geräten

Künftig können mit P2PDMA (Peer-To-Peer Direct Memory Access) PCI-Geräte Daten direkt untereinander austauschen. Was auf den ersten Blick vor allem bei einem Verbund von Grafikkarten zum Tragen kommt, kann aber auch in anderen Szenarien von Nutzen sein. Vorerst funktioniert P2PDMA mit dem NVMe-Treiber, der Daten von solchen Datenträgern per Remote DMA direkt an den Netzwerkstack übergeben kann und so Prozessor- und RAM-Zugriffe verringert.

Zahlreiche Dateisystem-Treiber verwenden jetzt das neue Block-Subsystem Blk-MQ samt der Multiqueue-Block-API, die unter anderem dank mehrfacher Warteschleifen Zugriffe beschleunigt. Damit können auch die Energiesparmodi der Datenträger genutzt werden. Mit dem Wechsel kann das alte Block-Subsystem entfernt werden, was für die nächste Ausgabe des Linux-Kernels auch geplant ist. Auch SMB3 (Server Messaging Block) des Common Internet File Systems erhielt einige Patches, die Zugriffe auf Samba-Freigabe und Windows-Dateiserver beschleunigt. Das Netzwerkdateisystem NFS erhält die Möglichkeit des asynchronen Kopierens.

Beschleunigtes Btrfs und Netzwerkoptimierungen

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Verbesserungen gibt es auch im Bereich der Datenträgerverwaltung und Dateisysteme, wenn auch eher bescheidene. Das RAID-Subsystem hat insbesondere bei der Unterstützung von RAID10 einige Bugfixes erhalten, die in Zukunft Speicherlecks und Blockaden verhindern sollen. Bei Btrfs gibt es neuen Code, der die Leistung erhöhen soll. Gleiches gilt für FUSE (File System in User Space), das zahlreiche Dateisysteme mit einfachen Benutzerrechten ins System einbinden kann.

Dem AF_XDP-Subsystem (Express Data Path), das bereits in Linux 4.18 integriert wurde, gelingt es künftig, den damit einhergehenden Zero-Copy-Mechanismus im Netzwerk-Stack zu verwenden. Damit entfällt bei hochperformanten Netzwerk-Frameworks der aufwendige Zwischenschritt des Kopierens von Dateien in den Arbeitsspeicher, wodurch die gesamte Netzwerkinfrastruktur beschleunigt wird. Der Fair-Queue-Scheduler erhält einen überarbeiteten Algorithmus, der das Versenden von TCP-Pakten besser koordiniert. Nach dem Earliest Departure Time genannten Verfahren werden Round-Trip-Zeiten zuverlässiger kalkuliert und damit der Takt der zu sendenden Netzwerkpakete beschleunigt. Der Quellcode von Linux 4.20 ist unter kernel.org erhältlich.

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 Betriebssysteme: Linux 4.20 beschleunigt Dateizugriffe, verhindert Ausfälle
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