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Linux 4.2 ist erschienen.
Linux 4.2 ist erschienen. (Bild: M. Murphy/gemeinfrei)

Mehr Sicherheit und automatisierte UEFI-Updates

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In Linux 4.2 wurde zudem das Atomic Modesetting eingeführt. Durch verbesserte Unterstützung moderner Grafikkarten soll der Bildschirmaufbau insgesamt unter Linux flüssiger und schneller werden, schreibt dessen Entwickler Daniel Vetter in zwei umfangreichen Artikeln bei LWN . Besonders bei der Videowiedergabe soll dadurch verhindert werden, dass beispielsweise ein Film angezeigt wird, bevor sich das entsprechende Fenster zeigt. Zudem sollen die Änderungen die Unterstützung von Grafikchips in eingebetteten Systemen verbessern. Allerdings müssen die einzelnen Treiber für die Atomic Modesettings noch angepasst werden.

Für Intel viel, für Nouveau nichts Neues

Der Treiber für Intel-basierte Hardware bietet jetzt eine erste minimale Unterstützung für das für Smartphones und Tablets gedachte SoC Broxton. Anfang Juni 2015 hatte Intel die Firmware-Blobs dafür bereitgestellt. Darüber hinaus wurde im Treiber der Code für Skylake-Chips sowie die Ausgabe über Display Ports verbessert. Neuerungen im freien Nouveau-Treiber für GPUs von Nvidia gibt es diesmal nicht. Dessen Maintainer Ben Skeggs ließ wissen, dass man an etwas Größerem arbeite. Für die Einreichung in Linux 4.2 sei es zu spät geworden.

Verschlüsseltes F2FS

Nachdem in Ext4 die native Verschlüsselung für Dateien auf Googles Initiative eingebaut wurde, gibt es die Funktion jetzt auch für das Dateisystem F2FS. F2FS wurde von Samsung entwickelt und kommt auf dessen mobilen Geräten unter Android zum Einsatz. Die Verschlüsselung auf Dateisystemebene soll die Zugriffe beschleunigen. Über die Schnittstelle DAX (Direct Access) kann das Dateisystem XFS jetzt direkt auf nichtflüchtigen Speicher zugreifen. Dax wurde zunächst unter dem Namen XIP für Ext4 entwickelt und dann unter dem Namen Dax für die Unterstützung anderer Dateisysteme erweitert.

Mehr Effizienz bei Schreibvorgängen

Der Device-Mapper kann künftig SSDs als Zwischenspeicher nutzen und so langsamere Datenträger entlasten. Die unter dem Namen Stochastic Multiqueue (SMQ) eingeführte Funktion soll zudem weniger Arbeitsspeicher benötigen und sich insgesamt besser automatisch an die verschieden eingesetzten Datenträger in einem System anpassen als das bislang verwendete Multiqueue (MQ).

Ebenfalls weniger Speicherverbrauch und Datenträgerzugriffe versprechen die Umbauten am Writeback-Cache des Linux-Kernels. Besonders bei der Verwendung der Control-Groups (Cgroups) sollen die Verbesserungen virtuellen Maschinen und Containern zugutekommen. Sie lassen sich künftig über die Cgroups individuell ansprechen. Bei übermäßiger Belastung einer einzelnen virtuellen Maschine blieben andere davon unversehrt.

Das Netzwerkdateisystem CIFS unterstützt jetzt experimentell 3.1.1 des SMB-Protokolls von Microsoft. Dabei wird vor allem das Kopieren von Dateien auf dem Server beschleunigt. Sie werden dort direkt kopiert und müssen nicht zunächst den zeitraubenden Weg über den Client nehmen.

Parallel genutzte Sicherheitsmodule

Künftig lässt sich im Linux Security Modul (LSM) nicht nur ein Sicherheitsframework nutzen, sondern gleich mehrere. Dazu gehören SELinux, Smack, Tomoyo und Apparmor. Bislang konnte das nur mit Yama umgesetzt werden. Dessen Ansatz galt aber als ineffizient, deshalb wurde das sogenannte Stacking mehrerer LSM entwickelt. Das Stacking-Modul bietet eine einheitlichere Schnittstelle zu anderen LSMs.

Das Netzwerk-Subsystem erhielt einen Treiber für das virtuelle Netzwerkprotokoll Geneve (Generic Network Virtualization Encapsulation). Auf Geneve hatten sich unter anderem VMware und Microsoft geeinigt. Damit soll die Netzwerkkommunikation zwischen diverser Hard- und Software in virtualisierten Umgebungen standardisiert werden.

Linux erleichtert UEFI-Firmware-Updates

Die Firmware von UEFIs lässt sich künftig direkt über Linux aktualisieren. Linux 4.2 unterstützt dafür den im UEFI-Standard 2.5 neu eingeführten EFI System Resource Table (ESRT). Noch unterstützen aber nur wenige Mainboards diese neue Technik. Unter Fedora 23 soll die Funktion aber bereits unterstützt werden. Verantwortlich für das Einspielen von Firmware-Updates soll die Softwareverwaltung von Gnome sein. Unter dem Webdienst Linux Vendor Firmware Service (LVFS) sollen Hersteller dann ihre Updates einreichen können. Von dort holt sich die Softwareaktualisierung die Updates ab und hinterlegt sie in der Firmware eines Mainboards. Beim einem Neustart des Systems werden sie dann eingespielt.

Der Quellcode von Linux 4.2 steht unter Kernel.org zum Download bereit.

 Betriebssysteme: Linux 4.2 ist für AMDs Grafikkarten optimiert

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Little_Green_Bot 01. Sep 2015

Danke für die Info, wußte ich noch nicht. Natürlich ist mir klar, dass der Kernel keine...

_Freidenker_ 31. Aug 2015

Das kann man schon eine ganze Weile, sofern man eine der Mainstreamdistros (Redhat...

TarikVaineTree 31. Aug 2015

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