Betriebssysteme: Linux 4.18 bahnt den Weg für eine neue Firewall

Mit Linux 4.18 kommt der Berkely Packet Filter als Ersatz für Netfilter erheblich voran. Lustre fliegt raus, ein umstrittener Verschlüsselungsalgorithmus der NSA kommt rein und die Sicherheitslücke Spectre macht den Kernel-Hackern weiterhin Arbeit.

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Mit der Veröffentlichung von Linux 4.18rc1 ist die übliche sechswöchige Testphase eingeläutet worden.
Mit der Veröffentlichung von Linux 4.18rc1 ist die übliche sechswöchige Testphase eingeläutet worden. (Bild: Jason Auch/CC-BY 2.0)

Der Berkley Paket Filter (BPF) soll langfristig die veraltete Firewall Netfilter ersetzen, die inzwischen für die steigenden Übertragungsraten in Netzwerken zu langsam geworden ist. In Linux 4.18, dessen erste Testversion von Linux-Chef Linus Torvalds freigegeben wurde, ist dafür eine wesentliche Funktion eingebaut worden. Das eigentlich ausgereifte verteilte Dateisystem Lustre wurde kurzerhand aus dem Kernel entfernt, weil die Entwickler ihre Änderungen nicht in den offiziellen Kernel-Code einpflegen. Benutzer ohne Root-Rechte dürfen künftig sämtliche Dateisysteme über FUSE einbinden, was vor allem für Container wichtig ist. Und ein umstrittener Verschlüsselungsalgorithmus der NSA darf mit wesentlichen Dateisystemen genutzt werden.


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