Gasttreiber für Virtualbox

Seit einiger Zeit arbeitet der Red-Hat-Angestellte Hans de Goede daran, die unter der Ägide von Oracle entwickelte Virtualisierungslösung Virtualbox an den Linux-Kernel anzupassen - zumindest die Treiber, die für den Betrieb von Linux als Gastsystem benötigt werden. In den aktuellen Kernel hat es jetzt das Modul vboxguest geschafft. Damit werden beispielsweise OpenGL-Fähigkeiten der Grafikkarte an das Gastsystem durchgereicht, aber auch Copy and Paste ist zwischen Gast und Host ebenso möglich wie das Darstellen einzelner virtueller Anwendungen im einzelnen Fenster - dem sogenannten Seamless Modus. Im nächsten Schritt will de Goede noch die Unterstützung für Shared Folders umsetzen, das den Datentausch zwischen Gast und Host erleichtert. Der Videotreiber vboxvideo bleibt aber vorerst im Staging-Bereich des Kernels, offenbar überzeugte die Qualität des Codes die Kernel-Hacker immer noch nicht vollends.

Unterstützung für AMDs neuer Verschlüsselung

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Die KVM-Hypervisor in Linux 4.16 kann Secure Memory Encryption und Secure Encrypted Virtualization aktueller AMD-Prozessoren nutzen, um Arbeitsspeicher und virtuelle Maschinen zu verschlüsseln. Damit ist das Host-System besser vor Lecks in virtuellen Gastsystemen geschützt, denn auch wenn es einem Angreifer gelingt, aus der virtuellen Maschine auszubrechen, findet er lediglich verschlüsselte Inhalte vor. Auch andere virtuellen Maschinen sind so vor dem Angreifer weitgehend sicher, sofern AMDs Technik auch wirklich so funktioniert wie versprochen.

Netwares IPX fliegt raus, Eckelmanns Siox kommt rein

Im Staging-Bereich gelandet ist auch der Code für Netwares IPX- und NCPFS-Netzwerkprotokolle. Von dort soll er aber bald ausgemustert werden, denn er ist alt, wird nicht mehr gepflegt und vor allem nicht mehr genutzt. Bemerkenswert ist auch das neue Subsystem für das Bus-System Siox. Siox wird von dem Unternehmen Eckelmann für seine Gebäude- und Kältetechnik verwendet.

Von Siemens stammt der Jailhouse Hypervisor, der schlanker ausfallen soll als die Linux-eigene Kernel Virtual Machine (KVM) und vor allem auf Realtime und Security ausgerichtet ist. Mit dem aktuellen Kernel gibt es jetzt die Möglichkeit, Linux als Gastsystem in den sogenannten Jailhouse-Cells ohne Root-Rechte laufen zu lassen.

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Der Compiler des Berkley Packet Filter (BPF) kann jetzt auch mit Funktionsaufrufen umgehen. Damit lassen sich nicht nur künftig Bibliotheken erstellen, auf die der BPF zugreifen kann, diese Bibliotheken können auch von Anwendungen genutzt werden, die etwa Seccomp in der virtuellen Maschine des Paketfilters ausführen.

Bluetooth legt sich schlafen

Bislang mussten Laptop-Besitzer manuell festlegen, dass ein per USB eingebundener Bluetooth-Chip automatisch in den Stromsparmodus wechselt, etwa per Zusatzsoftware wie TLP oder Powertop. Das kann jetzt im Kernel selbst festgelegt werden. Damit sinkt die Leistungsaufnahme um durchschnittlich 0,4 Watt und dürfte die Akkulaufzeit etwa bei Ultrabooks merklich verlängern. Denn mit aktiviertem USB Autosuspend kann auch der Prozessor in einigen Fällen in einen tieferen Schlafmodus versetzt werden.

Diese und weitere Änderungen können mit der finalen Version von Linux 4.16 getestet werden, dessen Quellcode unter kernel.org zum Download bereitsteht.

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