Der Kernel kann TLS

Künftig werden TLS-Verbindungen vom Kernel selbst verschlüsselt. Das soll den Datendurchsatz von verschlüsselten Verbindungen per HTTPS deutlich steigern. Dabei werden die Systemlast und Latenzen gesenkt. Der Kernel beherrscht aber lediglich symmetrische Verschlüsselung. Daher muss der Verbindungsaufbau, der asymmetrische Verschlüsselung verlangt, weiterhin Anwendungen wie OpenSSL überlassen werden. OpenSSL unterstützt aber bislang die als Kernel TLS (KTLS) bezeichnete Schnittstelle nicht. Die dafür eingereichten Patches werden noch begutachtet. Später soll OpenSSL nach erfolgreichem Verbindungsaufbau den Datentausch per TLS an den Linux-Kernel überreichen.

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Canonicals großes Update für das Sicherheitsframework Apparmor hat es nach einigem Hin und Her endlich in den Kernel geschafft. Zu den neuen Funktionen gehören etwa symbolische Links für SecurityFS sowie die Möglichkeit des Domain-Labelings. Erwähnenswert ist auch der Umbau am Zufallszahlengenerator, der jetzt erst dann Werte liefert, wenn er genügend Entropie hat. Zudem bietet der Kernel mehr Schutz bei potenziellen Pufferüberläufen beim Abarbeiten von Zeichenketten, die in Funktionen in der C-Bibliothek string.h definiert sind.

Einen größeren Umbau hat der Thunderbolt-Stack erhalten. Im Mittelpunkt stand dabei die Unterstützung für das Security-Level der Schnittstelle. Zumindest der Kernel kann Thunderbolt-Geräte neuerdings mit erweiterten Sicherheitsfunktionen einbinden. Bislang mussten Linux-Nutzer im Bios den Sicherheitsmodus deaktivieren, um Thunderbolt-Geräte zu nutzen. Das wiederum legte den gesamten Arbeitsspeicher für Thunderbolt-Geräte offen.

Virtualbox-Treiber sind noch nicht fertig

Künftig kann der Linux-Kernel den Internal Connection Manager verwenden, der in der Firmware neuerer Thunderbolt-Geräte steckt, etwa von Intel. Was jetzt noch fehlt, ist die Unterstützung durch die Linux-Desktops, etwa durch eine Abfrage, welche Berechtigungen ein angeschlossenes Thunderbolt-Gerät erhalten soll. Mit den Änderungen lässt sich auch NVE-Firmware aktualisieren.

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Noch nicht fertig sind Treiber für Oracles Virtualisierungssoftware Virtualbox. Neben dem Grafiktreiber sollen auch weitere Treiber für die virtualisierte Hardware von Virtualbox künftig direkt im Kernel landen. Bisher mussten für Linux-Gäste die Treiber entweder aus den Softwarequellen der jeweiligen Distribution nachgeladen - falls sie dort angeboten werden - oder über die mitgelieferten CD-Isos installiert werden, was nicht immer reibungslos funktioniert. Die Kernel-Oberen sind mit dem eingereichten Code aber noch nicht zufrieden, weshalb er vorerst im Staging-Bereich gelandet ist und dort auf Verbesserungen wartet.

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 Betriebssysteme: Linux 4.13 optimiert Dateizugriffe und kann jetzt TLSMehr Speicher und optimierte Dateisysteme 
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