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Neues Leben für das Swapping

Lange wurde der Code vernachlässigt, der das Swapping unter Linux ermöglicht. Dank meist ausreichendem Arbeitsspeicher und deutlich langsameren Festplatten bleibt der Swap-Speicher meist unangetastet und viele Nutzer verzichten inzwischen auf eine Auslagerungsdatei. Dennoch haben die Entwickler den Code jetzt aktualisiert. Mit den Änderungen soll die Auslagerungsdatei besonders auf den schnelleren modernen Datenträgern wie SSDs besser skalieren.

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Blockgeräte, die Daten nach den Opal-Storage-Spezifikationen selbst verschlüsseln, werden künftig direkt vom Linux-Kernel unterstützt. Opal wird von zahlreichen Herstellern verwendet, etwa Hitachi, Intel, Samsung, Sandisk, Seagate oder Toshiba. Sie liefern ihre Opal-Datenträger mit einer eigenen Verschlüsselung aus, die nur durch entsprechende Anwendungen decodiert werden kann. Das soll mit Linux 4.11 jetzt auch ohne zusätzliche Software möglich sein.

Einen Überblick über alle auf einem Linux-System laufenden Sicherheitsmodule soll die neue virtuelle Datei unter /sys/kernel/security/lsm liefern. Indes haben die Entwickler die Security-Labels für NFS-Exporte standardmäßig abgeschaltet. Es habe in dem Netzwerkdateisystem viele Probleme verursacht, besonders wenn Server und Clients unterschiedliche SELinux-Richtlinien umgesetzt haben, schreibt Entwickler Bruce Fields. Der EFI-Code des Linux-Kernels erhält die Funktion EFI_MEMORY_ATTRIBUTES_TABLE, mit der Speicherabschnitte genauer abgegrenzt und so besser geschützt werden können. Die Funktion wurde mit UEFI 2.6 eingeführt.

Schnellere AMD-Grafik

Der Amdgpu-Treiber für Grafikkarten von AMD erhielt zahlreiche Patches, die die Leistungsaufnahme verbessern sollen. Wie Phoronix berichtet, laufen Spiele, die die Vulkan-Abstraktionsschicht des Amdgpu-Treibers samt einer Vorabversion der Grafikschicht Mesa 17.1 und Linux 4.11 verwenden, deutlich schneller als zuvor. Allerdings wird es wohl noch eine Weile dauern, bis Steam-Nutzer davon profitieren können. Intels Treiber kommt jetzt mit Audio über den Multi-Stream-Transport der Displayports klar. Für die im Herbst erwarteten neuen GPUs auf den SoCs namens Gemini Lake gibt es bereits jetzt ersten Code.

Der auf Mainboards mit Intels Kabylake- und AMDs Ryzen-7-Prozessor oftmals verbaute Realtek-Audio-Chip ALC1220 erhält in Linux 4.11 einen Kernel-Treiber. Systeme mit Ryzen 7 sollten damit fast vollständig unterstützt werden. Die in Kombination mit der Hardwarevirtualisierung AMD-Vi durch IOMMU verursachten Seitenfehler wurden ebenfalls durch zahlreiche Patches angegangen. Bis die entsprechenden Systeme auf dem Markt erhältlich sind, dürften aber auch die restliche Probleme beseitigt worden sein.

Die Testversion des nächsten Linux-Kernels ist unter kernel.org erhältlich. Bleibt es bei der üblichen sechswöchigen Testphase, dürfte Linux 4.11 Ende April freigegeben werden.

 Betriebssysteme: Linux 4.11rc1 erhöht die Datensicherheit
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