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Linux 4.0 bringt Live-Patching mit.
Linux 4.0 bringt Live-Patching mit. (Bild: Liam Quinn/CC BY-SA 2.0)

Verbesserungen in Grafiktreibern, Netzwerk und Dateisystemen

Der freie Radeon-Treiber für Grafikkarten von AMD erhält die Unterstützung für Audio über den Displayport. Ventilatoren solcher Grafikkarten sollen künftig leiser laufen beziehungsweise vom Treiber im laufenden Betrieb besser an die tatsächliche Hitzeentwicklung angepasst werden können. Der Carrizo genannte Nachfolger des Kaveri-Chips von AMD erhält eine erste Unterstützung im AMDKFD-HSA-Treiber. Für Intels Grafikkarten in der kommenden Skylake-Plattform gibt es ebenfalls erste Codeteile. Zudem erhält der Intel-Treiber Verbesserungen für aktuelle Grafikchips. Und der freie Nouveau-Treiber für Grafikkarten von Nvidia taktet die Kepler-basierten GK20A-Chips besser.

Neue Funktionen gegen Netzwerküberlastungen

Über die Routing-Tabelle lassen sich für jeden Host künftig Algorithmen einsetzen, die eine Überlastungssteuerung zur Verfügung stellen. Dazu wurden neue IP-Route-Befehle eingeführt. Beispiele lassen sich der Dokumentation entnehmen, die dem Patch beigelegt wurde. Die für den Einsatz von Linux in Clustern verwendete Transparent Inter-Process Communication (TIPC) lässt sich jetzt mit Namensräumen nutzen. Außerdem unterstützt das Subsystem zur Steuerung des Netzwerkverkehrs den Einsatz von Filtern, die für den erweiterten Berkeley Packet Filter (eBPF) geschrieben wurden.

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Mehr Einsatz für Security-Frameworks

Im Bereich Sicherheit wurde der Android-Binder-Code so angepasst, dass er mit den Richtlinien des SELinux- und anderen Frameworks genutzt werden kann. Das gilt auch für das Unsorted Block Image File System (UBIFS), das auf Flashspeicher zum Einsatz kommt. Das Filtersystem für Netzwerke lässt sich künftig mit dem Sicherheitsframework Smack verwenden.

Außerdem feilten die Entwickler noch an anderen Komponenten. Die Btrfs-Macher haben ihr Maintainer-Team verstärkt und kümmern sich unter anderem um einen berüchtigten Speicherplatzfehler in dem Dateisystem, das als Nachfolger für Ext4 gehandelt wird. Aufgetreten ist der Fehler beispielsweise in Facebooks Rechenzentren, wo große Cluster mit Btrfs im Einsatz sind. Das Dateisystem meldet zu wenig Speicherplatz, obwohl genügend vorhanden ist. Solche Out-of-disc-space-Fehlermeldungen nannten kürzlich auch die Core-OS-Entwickler als einen der Gründe, von Btr-FS zurück auf Ext 4 zu wechseln.

Das I2O-Subsystem (Intelligent Input/Output) wurde aus dem Hauptzweig in den Staging-Bereich verschoben. Dort soll es nur noch so lange bleiben, bis sichergestellt ist, dass es nicht mehr benötigt wird. Soweit die Kernel-Entwickler beobachteten, kommt die Schnittstelle kaum noch zum Einsatz. Bereits im Oktober 2000 hatte sich die Special Interest Group (I20-SIG) aufgelöst.

Mehrheit für 4.0

Linus Torvalds hatte auf Google+ eine Umfrage zu der Vergabe der Versionsnummer 4.0 gestartet. Immerhin 56 Prozent der etwa 30.000 Teilnehmer hatten für den Sprung auf 4.0 gestimmt. Die Gegner hätten ohnehin nicht genügend stichhaltige Argumente gegen den Sprung bei der Nummerierung des Linux-Kernels geliefert, schreibt Torvalds an die Mailingliste der Kernel-Entwickler. Ohnehin sei eine spektakuläre Funktion bisher niemals ein Grund für einen neuen Kernel und einen damit verbundenen Sprung in der Nummerierung gewesen. Auch eine grundlegende Änderung an der Kompatibilität oder sogar dessen Bruch habe es beim Kernel nie gegeben, und die werde es auch nie geben.

Die meisten Unterstützer der Versionsnummer 4.0 freuten sich hingegen auf den dann möglicherweise folgenden Linux-Kernel 4.1.15. Denn diese Version kommt in Skynets Terminator T-800 in der gleichnamigen Spielfilmreihe zum Einsatz. Deshalb sollte nicht zu viel auf die Zahl 4.0 gegeben werden, schreibt Torvalds. Sie vereinfache lediglich die Zählweise künftiger Linux-Versionen.

Den Quellcode von Linux 4.0 gibt es bei Kernel.org zum Download.

 Betriebssysteme: Linux 4.0 patcht sich selbst

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IntOverflow 14. Apr 2015

Ähm ich weiß nicht wie du das geschafft hast mit 98 Updates und einmal booten. Vor 2...

tomatentee 13. Apr 2015

Wenn ich die von mir betreuten Server rebooten muss, muss ich das 24h im Vorraus...

elgooG 13. Apr 2015

Leider ist das in der Praxis nicht immer der Fall. Fährt man einen Server herunter, hei...

Beazy 13. Apr 2015

Volle Zustimmung! Wie soll man denn (und das gilt für jedes Problem) die beste Lösung...



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