Betriebssysteme: In Linux 4.3 fehlt der Ext3-Treiber

Linux 4.3 tritt in die Testphase ein, allerdings ohne den Treiber für das altehrwürdige Dateisystem Ext3. Eine andere Code-Antiquität wurde allerdings nach Protesten beibehalten.

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Die Testphase von Linux 4.3 wurde eröffnet.
Die Testphase von Linux 4.3 wurde eröffnet. (Bild: Samuel Blanc/CC-BY 3.0)

Mit der Freigabe von Linux 4.3rc1 hat Linus Torvalds die offizielle Testphase für die nächste Version des Linux-Kernels eingeläutet. Während der Treiber für das Dateisystem Ext3 entfernt wurde, gab es Diskussionen über den Verbleib des virtuellen 8086-Modus. Die Integration der Interprozesskommunikation Kdbus wurde hingegen abermals verschoben.

Inhalt:
  1. Betriebssysteme: In Linux 4.3 fehlt der Ext3-Treiber
  2. Grafik und Netzwerk

In Linux 4.3 wurde der Code des nativen Treibers für das Dateisystem Ext3 endgültig entfernt. Allerdings ließ sich Linus Torvalds zuerst bestätigen, dass das Dateisystem weiterhin vom Treiber des Nachfolgers Ext4 unterstützt wird. Wegen seiner Robustheit kommt es vielerorts weiterhin zum Einsatz, obwohl oder gerade weil es seit 2001 im Einsatz ist. Dazu trägt wesentlich auch die Journaling-Funktion bei, bei der Änderungen am Dateisystem als Metadaten festgehalten werden. Das sorgt nicht nur für ein weitgehend konsistentes Dateisystem nach einem Absturz, sondern verkürzt auch dessen Prüfung bei einem anschließenden Neustart.

Besseres Trimming

Beim Dateisystem Ext4 dürfen Nutzer jetzt selbst die Größe der zu löschenden Dateifragmente bestimmen. Bislang wurde der Wert anhand der maximalen Obergrenze der Trim-Funktion der jeweiligen SSD (Solid State Disk) bestimmt. Da dieser aber oftmals zu hoch ist, kann es zu erheblichen Verzögerungen beim Trimmen kommen, bei dem ungenutzte oder ungültige Datenblöcke zur späteren Wiederbeschreibung markiert werden. Mit der jetzt beschreibbaren Option discard_max_bytes lässt sich der maximale Wert händisch herabsetzen. Die Entwickler wollen demnächst einen sinnvolleren Standardwert ermitteln.

Beim Dateisystem Btrfs wurde ebenfalls am Trim-Befehl gearbeitet. Die jetzt eingereichten Patches sollen Trimming in einigen ausgefalleneren Szenarien ermöglichen. Zudem wurden Fehler im Raid5- beziehungsweise im Raid6-Code von Btrfs behoben, die auftraten, wenn Geräte aus einem solchen Raid-Verbund entfernt wurden. Im Treiber für das F2FS-Dateisystem wurde eine neue Funktion eingebaut, über die Anwendungen künftig Aufräumarbeiten anstoßen können. Zudem wurden die Speicherverwaltung und das Zwischenspeichern von Bereichen zusammenhängender Blöcke, den sogenannten Extents, verbessert. Letzteres wird jetzt standardmäßig beim Einbinden des Dateisystems aktiviert.

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Für etwas Aufregung sorgten Patches, die die Startzeiten von Linux auf x86-Systemen verbessern sollen. Sie optimieren in erster Linie die CPU-Last auf Mehrkernsystemen (Symmetric Multi-Processing, SMP). Neben Aufräumarbeiten am Code wurden mehrere Verzögerungen entfernt, die als überholt gelten. Code-Maintainer Ingo Molnar bittet darum, während der Testphase auf mögliche Auswirkungen zu achten, obwohl seine Tests bislang keine negativen Auswirkungen gezeigt haben.

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elf 16. Sep 2015

Stimmt. Ich habe meinen Vorposter komplett falsch verstanden. Ich habe nur die...

kaymvoit 15. Sep 2015

Also ich habe auf diese Weise sowohl mein Notebook als auch den Rechner von meiner Mutter...

elgooG 15. Sep 2015

Ich verstehe bei VM86 nicht so recht, warum manche auf die Beibehaltung bestehen. Ja, es...

HagbardCeline 14. Sep 2015

Ist ja auch generell nichts falsches mal auszumisten . Generell trifft man zwar immer...

Tyler Durden 14. Sep 2015

und eben die Meisten hat man jetzt unnötig aufgeschreckt, damit sie den Artikel...



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