Abo
  • Services:
Anzeige
Die Testphase von Linux 4.3 wurde eröffnet.
Die Testphase von Linux 4.3 wurde eröffnet. (Bild: Samuel Blanc/CC-BY 3.0)

Grafik und Netzwerk

Anzeige

Im Bereich Grafik erlebte der Treiber von Intel die wohl größten sichtbaren Änderungen. Nach diversen Aufräumarbeiten gilt der Code für Intels Skylake-Reihe jetzt als stabil und wird standardmäßig aktiviert. Allerdings müssen die Linux-Distributionen noch diverse weitere Treiber nachreichen, damit die Unterstützung vollständig funktioniert. Zudem werden die sogenannten Atomic-Mode-Settings unterstützt, die für effizientere automatische Bildschirmauflösungen durch die Kernel-Treiber sorgen sollen. Der Code gilt aber als noch nicht ganz ausgereift und wird erst in späteren Versionen des Treibers standardmäßig aktiviert, wie Entwickler Daniel Vetter in seinem Blog schreibt. Nebenbei wurde auch die Komprimierung des Bildspeichers auf Grafikkarten optimiert.

Im Zuge des in Linux 4.2 eingereichten neuen Amdgpu-Treibers wurde für den kommenden Linux-Kernel erster Code integriert, der AMDs neuen Grafikchip R9 Fury unterstützen soll. Allerdings muss auch dessen Unterstützung manuell aktiviert werden, weil sich bislang die Geschwindigkeitsstufe nicht anpassen lässt und die 3D-Funktionen nicht ausreichend umgesetzt werden können. Die von den Nouveau-Entwicklern für Linux 4.3 angekündigten großen Änderungen betreffen in erster Linie eine grundlegende Umgestaltung und Optimierung des Codes. Sie sollen die Basis für künftige Verbesserungen liefern.

IPv6 standardmäßig aktiv

IPv6 wird jetzt standardmäßig im Linux-Kernel aktiviert, da sich der Nachfolger des IPv4-Netzwerkprotokolls inzwischen weitgehend etabliert hat und immer mehr Verbreitung findet, wie Entwickler Tom Herbert in dem Changelog schreibt. Unterstützung für IPv6 gibt es unter Linux allerdings schon seit Jahren. Wenig dokumentiert ist der von Thomas Graf integrierte sogenannte Lightweight Tunnel. Das neue Netzwerkprotokoll soll laut Changelog die einfache Kapselung des Datenverkehrs in virtuellen Netzwerken ermöglichen und so etwa virtuelle Ports von Open vSwitch (OVS) als native Netzwerkgeräte darstellen können. Nebenbei erhielt das OVS-Subsystem ein neues Modul, über das das virtuelle Netzwerk auf die Verbindungsanalysewerkzeuge des Kernels zugreifen kann.

Mit den sogenannten Ambient Capabilities soll es künftig möglich sein, spezifische Root-Rechte an Anwendungen zu übergeben, die als einfacher Benutzer gestartet werden. Entwickler Andy Lutomirski führte dazu eine fünfte Capabilities-Maske ein, über die der Kernel die Rechte eines Prozesses prüft, die sogenannte Ambient Mask. So können beispielsweise Benutzerrechte an ansonsten privilegierte Anwendungen vererbt werden, etwa Netzwerkdienste. Bestehende Sicherheitsbarrieren wie Setuid oder Setgid lassen sich aber dadurch nicht aushebeln, schreibt Lutomirski in seiner ausführlichen Beschreibung des Patches. Ein Artikel bei LWN erklärt zudem die Evolution und die Problematik der Neuerung.

VM86 bleibt, Kdbus ist noch nicht dabei

Diskussionen gab es über die Entfernung des virtuellen 8086-Modus (VM86). Nachdem sich zahlreiche Entwickler dagegen ausgesprochen hatten, entschied Torvalds, die Funktion beizubehalten. VM86 stellt einen 16-Bit-Modus zur Verfügung. Ähnlich funktionierte diese Emulation, die weiland für 386-Prozessoren entwickelt wurde, noch unter Windows 95, 98 und ME. Sie erlaubt, Real-Mode-Anwendungen unter einem Protected-Mode-Betriebssystem zu verwenden. Grund für die Entfernung des Codes sind vor allem Sicherheitsbedenken. Torvalds schlug jetzt vor, den Parameter für die Speicheradressierung so zu setzen, dass VM86 standardmäßig unbrauchbar wird. Die meisten Distributionen haben ohnehin selbst höhere Werte gesetzt. Auswirkungen auf Dosemu sollen die Änderungen aber nicht haben.

Zunächst noch für Linux 4.3 angekündigt, hat es die umstrittene Interprozesskommunikation Kdbus wieder nicht in den neuen Kernel geschafft. Gründe wurden keine genannt. Zuletzt hatte der NSA-Mitarbeiter Stephen Smalley auf der Mailingliste Bedenken gegen eine Funktion in Kdbus geäußert, die allerdings von den Entwicklern wieder zerstreut wurden. Der Sicherheitsexperte Smalley war an der Entwicklung von SELinux (Security Enhanced Linux) und zuletzt SEAndroid (Security Enhanced Android) beteiligt.

Der Quellcode von Linux 4.3rc1 kann zum Testen auf der Webseite kernel.org heruntergeladen werden.

 Betriebssysteme: In Linux 4.3 fehlt der Ext3-Treiber

eye home zur Startseite
elf 16. Sep 2015

Stimmt. Ich habe meinen Vorposter komplett falsch verstanden. Ich habe nur die...

kaymvoit 15. Sep 2015

Also ich habe auf diese Weise sowohl mein Notebook als auch den Rechner von meiner Mutter...

elgooG 15. Sep 2015

Ich verstehe bei VM86 nicht so recht, warum manche auf die Beibehaltung bestehen. Ja, es...

HagbardCeline 14. Sep 2015

Ist ja auch generell nichts falsches mal auszumisten . Generell trifft man zwar immer...

Tyler Durden 14. Sep 2015

und eben die Meisten hat man jetzt unnötig aufgeschreckt, damit sie den Artikel...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BASF Schwarzheide GmbH, Schwarzheide
  2. diconium marketing GmbH, Hamburg
  3. Heraeus infosystems GmbH, Hanau oder Singapur
  4. Vector Informatik GmbH, Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 89,90€ + 3,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 140€)

Folgen Sie uns
       

  1. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  2. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  3. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um

  4. Core-i-Prozessoren

    Intel bestätigt gravierende Sicherheitsprobleme in ME

  5. Augmented Reality

    Apple kauft Vrvana für 30 Millionen US-Dollar

  6. Lootboxen

    "Battlefront 2 ist ein Star-Wars-Onlinecasino für Kids"

  7. Stadtnetzbetreiber

    Von 55 Tiefbauunternehmen hat keines geantwortet

  8. Steuerstreit

    Irland fordert Milliardenzahlung von Apple ein

  9. Zensur

    Skype ist in chinesischen Appstores blockiert

  10. Eizo Flexscan EV2785

    Neuer USB-C-Monitor mit 4K und mehr Watt für Notebooks



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Smartphone im Test: Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
Gaming-Smartphone im Test
Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
  1. Razer Phone im Hands on Razers 120-Hertz-Smartphone für Gamer kostet 750 Euro
  2. Kiyo und Seiren X Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer
  3. Razer-CEO Tan Gaming-Gerät für mobile Spiele soll noch dieses Jahr kommen

Firefox 57: Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
Firefox 57
Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
  1. Mozilla Wenn Experimente besser sind als Produkte
  2. Firefox 57 Firebug wird nicht mehr weiterentwickelt
  3. Mozilla Firefox 56 macht Hintergrund-Tabs stumm

Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  2. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion
  3. Streaming Amazon will Fire TV und Echo Dot vereinen

  1. Dann eben kein OpenData für kommerzielle...

    Putenbuch | 06:39

  2. Re: Wir brauchen Ethanol,Buthanol,Wasserstoff...

    maxule | 06:21

  3. Re: Ich weis ja nicht, warum man hier versucht...

    Ipa | 06:03

  4. Re: Also ich, Entwickler, Nerd, 23, Single bin...

    xMarwyc | 06:01

  5. Re: Der Artikel macht es unverständlich. Das...

    RichardEb | 05:18


  1. 17:45

  2. 17:20

  3. 17:06

  4. 16:21

  5. 15:51

  6. 15:29

  7. 14:59

  8. 14:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel