Betriebssystem: VMware-Treiber für Windows 3.1 verbessert Maussteuerung

Windows 3.1 läuft auf einigen VMs, allerdings funktioniert die Maussteuerung oft nicht richtig. Ein selbst gebauter Treiber soll das ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 3.1 von 1992 unterstützt nur relative Mauseingaben.
Windows 3.1 von 1992 unterstützt nur relative Mauseingaben. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)

Der Entwickler und IBM-Entwickler Calvin Buckley entwickelt einen VMware-Maustreiber für Windows. Mit Hilfe des Treibers erkennt die virtuelle Maschine, wann zwischen der VM und dem Desktop des Hostsystems gewechselt wird. Unter VMware und anderen Programmen muss die Maus normalerweise jedes Mal neu initialisiert werden, wenn zwischen den Instanzen gewechselt wird.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator (m/w/d) für Kommunikations- und Kollaborationslösungen
    Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. B2B/EDI Spezialist (w/m/d)
    EURO-LOG AG, München-Hallbergmoos
Detailsuche

Der Grund: Windows 3.1 unterstützt absolute Mauskoordinaten noch nicht und nutzt stattdessen die relative Position des Cursors. VMware implementiert deshalb eine eigene Schnittstelle, die den PS/2-Treiber in Windows 3.1 ersetzt. Dadurch funktioniert die Maus zumindest, wenn sie manuell umgeschaltet wird.

Buckleys selbst geschriebener Treiber bedient sich des VMware-Interface und schaltet entsprechend automatisch zwischen beiden Modi um. In einigen Fällen, etwa wenn eine Windows-3.1-VM im ESXi-Webinterface genutzt wird, ist das sogar notwendig, da besagte Web-UI keine relativen Mausbewegungen unterstützt.

Treiber in der Freizeit programmiert

Die Bastellösung funktioniert, ist aber noch nicht perfekt. Bisher hat Buckley die Input-Events für zwei Buttons damit abgedeckt. Es wäre möglich, noch eine dritte Taste damit zu realisieren, während Events für das Scrolling mit dem Mausrad ignoriert werden. Schließlich gab es das zu Windows-3.1-Zeiten noch nicht.

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Entwickler hat den kleinen Treiber laut eigenen Aussagen an einem Tag zusammengestellt. Für ihn ist das Projekt ein Exkurs in die Welt der x86-Assembly-Sprachen und daher eine lehrreiche Erfahrung. Für einige User kann es auch ein hilfreiches Tool sein, wenn sie das knapp 30 Jahre alte Windows 3.1 noch einmal erleben möchten.

Der Treiber wurde bisher nur in VMware getestet. Der quelloffene Hypervisor QEMU verwendet offenbar aber das identische Maus-Interface. Entsprechend könnte das Tool auch dort funktionieren. Getestet hat Buckley das bisher allerdings nicht. Die Dateien werden auf Github zum Download angeboten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Radeon RX 6500 XT im Test
Die Flaschenhals-Grafikkarte

Knapp bemessen: Die Radeon RX 6500 XT taugt zwar für 1080p-Gaming, aber nur wenn bei den Grafikeinstellungen sehr genau hingeschaut wird.
Ein Test von Marc Sauter

Radeon RX 6500 XT im Test: Die Flaschenhals-Grafikkarte
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Autonome Schifffahrt: Mitsubishi lässt Fähre in Japan autonom fahren
    Autonome Schifffahrt
    Mitsubishi lässt Fähre in Japan autonom fahren

    Nach gut einem halben Jahr Training ist in Japan erstmals ein Schiff vollautonom gefahren.

  3. Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
    Corona-Warn-App
    Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

    Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Samsung 16GB DDR5-4800 199€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /