Betriebssystem: Update macht Browser in Windows Server 2022 kaputt

Microsoft hat ein neues Update für Windows Server 2022 herausgebracht. Das Paket KB5034129(öffnet im neuen Fenster) wird von Microsoft als verpflichtend angegeben. Es adressiert etwa einige Probleme mit WLAN-Modulen und mit Microsoft Intune. Entsprechend viele Kunden haben den Patch bereits aufgespielt. Dabei scheint er aktuell aber wohl ein Problem zu machen. Kunden können auf dem Betriebssystem keinen Browser öffnen. Das berichtet das Magazin Windows Latest(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf einige User.
Kurz nachdem ein Browser wie Microsoft Edge, Google Chrome oder Mozilla Firefox geöffnet wird, zeigt das OS statt des Webinhaltes eine weiße Seite ohne Inhalt an. Dadurch werden die Programme praktisch unbenutzbar. Nicht nur das: In wenigen Fällen scheinen die Apps anschließend signifikante CPU-Ressourcen und Speicherkapazitäten zu reservieren. Ein Admin berichtet(öffnet im neuen Fenster) etwa davon, dass Edge 50 Prozent der CPU-Zeit auf dem Server beansprucht - verteilt auf zwölf unterschiedliche Prozesse.
Kaputter Registry-Eintrag
Ein ähnliches Problem taucht bei Chrome auf. Statt Webinhalten wird nur eine weiße Seite gezeigt. Im Ereignisbericht wird klar, dass hier anscheinend ein GPU-Rendering-Fehler vorliegt. Der betroffene User konnte den Bug weder durch Neuinstallation des Browsers noch durch ein Update von VMware oder Chrome beheben. Nur ein Zurückrollen des Betriebssystems auf ein vergangenes Update versprach eine Lösung.
Auch Firefox-User berichten(öffnet im neuen Fenster) von einem sehr ähnlichen Problem seit dem Update. Laut Windows Latest lässt es sich aber lösen, indem der Registry-Schlüssel Chrome.exe gelöscht wird. Der befindet sich im Registry-Verzeichnis "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Image File Execution Options" . Alternativ kann der Eintrag wohl auch einfach umbenannt werden.