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Andrew S. Tanenbaum freut sich über die weite Verbreitung seiner Erfindung Minix.
Andrew S. Tanenbaum freut sich über die weite Verbreitung seiner Erfindung Minix. (Bild: GerardM, Wikimedia/CC-BY-SA 3.0)

Betriebssystem: Tanenbaum bedankt sich für Minix in Intel ME

Andrew S. Tanenbaum freut sich über die weite Verbreitung seiner Erfindung Minix.
Andrew S. Tanenbaum freut sich über die weite Verbreitung seiner Erfindung Minix. (Bild: GerardM, Wikimedia/CC-BY-SA 3.0)

In einem offenen Brief bedankt sich Minix-Erfinder Andrew S. Tanenbaum für die Verwendung seines Systems in der Intel Management Engine. Auf mögliche Sicherheitslücken geht Tanenbaum nicht ein, dafür erwähnt er überraschend deutlich die Lizenz von Minix.

Sicherheitsforscher haben vor wenigen Monaten Lücken in Intels Management Engine (ME) gefunden und darauf verwiesen, dass aktuelle ME-Versionen das Betriebssystem Minix verwenden. Diesen Fakt hat auch Google-Entwickler Ronald Minich in einem Vortrag erwähnt, der das Abschalten der ME behandelt. Die Nachricht der Verwendung von Minix in Intels ME hat nun auch den Minix-Erfinder Andrew S. Tanenbaum erreicht, der sich in einem offenen Brief an Intel-Chef Brian Krzanich dafür bedankt.

Aus den Ausführungen von Tanenbaum ergibt sich außerdem, dass Intel schon länger Minix beziehungsweise eine eigens erstellte Ableitung hiervon nutzt. So schreibt Tanenbaum, dass er vor Jahren von einem Entwickler-Team von Intel kontaktiert worden sei. Dieses Team wollte offenbar ein geheimes internes Projekt umsetzen und stellte viele technische Fragen. Darüber hinaus sei Tanenbaum gebeten worden, einige spezifische Änderungen an Minix durchzuführen.

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Ebenso habe das Team von Intel viel mit Tanenbaum über die Lizenz von Minix diskutiert, die eine leichte Abwandlung der BSD-Lizenz ist. "Nach diesem ersten Ausbruch der Aktivität herrschte für ein paar Jahre Funkstille", und entsprechend überrascht zeigt sich Tanenbaum, dass Minix nun von Intel für die ME genutzt wird. Er finde das zwar gut, hätte sich aber trotzdem über weitere Informationen von Intel dazu gefreut, auch wenn dies aus lizenzrechtlicher Sicht nicht erforderlich gewesen sei.

Tanenbaum geht in seinem Text nicht weiter darauf ein, welches theoretische Bedrohungspotential sich aus der Verwendung von Minix in der ME ergibt und warum etwa Google das System aus seinen Servern entfernen möchte. Auffällig ist dagegen, wie stark Tanenbaum in seinem Text auf die Lizenz von Minix eingeht, was schon fast passiv-aggressiv wirkt. Denn möglicherweise verstößt Intel gegen die Lizenz und damit gegen das Urheberrecht von Tanenbaum, da die Urheberrechtshinweise zu Minix nicht in der ME oder der dazugehörigen Dokumentation auftauchen. Ob das aber wirklich so ist, muss sich aber noch zeigen.


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M.P. 08. Nov 2017

"Umherlaufen" ist aktiv ... Ich halte das "Passiv-Aggressiv" Attribut für eins, dass mit...

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M.P. 08. Nov 2017

Leerzwecken sind Reißzwecken ohne Dorn. In einer Schachtel mit Reißzwecken dürfen sich...

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Yeeeeeeeeha 07. Nov 2017

Wenn da etwas passiv-aggresiv war in dem Text (und nicht nur die übliche etwas holprige...

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Anonymer Nutzer 07. Nov 2017

So ein Konzern könnte ruhig schon wenigstens den geänderten Code dazusteuern wie andere...

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