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Betriebssystem: Sicherheitsfeature verlangsamt Windows 11 teils merklich

VBS und HVCI können die Sicherheit von Windows 11 verbessern. In Spielen ist dann aber mit Leistungseinbrüchen zu rechnen.
/ Oliver Nickel
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Windows 11 wird langsam, wenn HVCI aktiviert ist. (Bild: Pixabay.com)
Windows 11 wird langsam, wenn HVCI aktiviert ist. Bild: Pixabay.com / Pixabay License

Windows 11 wird VBS, Virtualization Based Technology,(öffnet im neuen Fenster) und HVCI, Hypervisor-protected Code Integrity(öffnet im neuen Fenster), nativ unterstützen. Einige vorgefertigte PC-Systeme von Drittanbietern sollen die Techniken auf Empfehlung von Microsoft sogar eingeschaltet lassen. Das ist in der Theorie sinnvoll, werden doch dadurch Sicherheit und Integrität der verkauften Computer erhöht. Allerdings wirken sich die Techniken teils merklich auf die Leistung in Spielen aus.

Das ergeben einige, von diversen Redaktionen wie Pcgamer(öffnet im neuen Fenster) getätigte Benchmarks. Das Spielemagazin ging zunächst davon aus, dass allein VBS für die gesunkene Leistung verantwortlich wäre. Später hat auch Computerbase(öffnet im neuen Fenster) das Verhalten auf einem Testsystem mit Geforce RTX 3080 Ti und AMD Ryzen Threadripper 3970X getestet. Dort wird klar, dass nur mit zugeschaltetem HVCI wirklich große Unterschiede spürbar sind.

Diese reichen von wenigen Frames in Doom Eternal bis zu enormen Einbrüchen im Rennspiel F1 2020. Hier wurden mit aktiviertem VBS und HVCI 188,5 fps gemessen. Bei ausgeschalteten Sicherheitsfeatures sind es 237,2 fps – 26 Prozent mehr.

Auch im synthetischen Benchmark 3DMark Time Spy sind Unterschiede schnell festzustellen: Bei aktiviertem VBS und HVCI sind 7.000 Punkte möglich. Nativ sind es 9.266 Punkte – 32 Prozent mehr. Dabei sollte beachtet werden, dass Time Spy für Windows 11 generell noch nicht optimiert ist und unter Windows 10 bessere Ergebnisse erzielt.

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Sicherheit oder Leistung

Die Anwendungsleistung scheint durch HVCI und VBS nicht merklich beeinflusst zu werden. Nur Gaming-Systeme müssen also ab Werk mit merklichen Einbrüchen rechnen. Gleiches gilt für das Laden von Dateien auf dem Massenspeicher: hier misst Computerbase Unterschiede von teils 10 Prozent.

Neue Systemeinstellungen in Windows 11
Neue Systemeinstellungen in Windows 11 (03:42)

VBS und HVCI können sinnvolle Sicherheitsfunktionen sein. Ersteres erstellt einen abgeschotteten Bereich auf dem Arbeitsspeicher des Hostsystems, um darin kritische Software (etwa Sicherheitsprogramme) laufen zu lassen. HVCI – in der Windows-Security-App auch Memory Integrity – kontrolliert beispielsweise, ob von Windows als vertrauenswürdig eingestufte Prozesse auch ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Zu finden ist die Speicher-Integrität in den Systemeinstellungen unter "Datenschutz und Sicherheit; Gerätesicherheit; Details zu Kernisolierung". Dort kann das Feature ausgeschaltet werden.

Gerade OEMs werden die Funktionen wohl ab Werk voreinstellen. Selbstgebaute Gaming-PCs dürften davon eher weniger betroffen sein. HVCI und VBS können auch ein- und ausgeschaltet werden.


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