Betriebssystem: Sicherheitsfeature verlangsamt Windows 11 teils merklich

VBS und HVCI können die Sicherheit von Windows 11 verbessern. In Spielen ist dann aber mit Leistungseinbrüchen zu rechnen.

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Windows 11 wird langsam, wenn HVCI aktiviert ist.
Windows 11 wird langsam, wenn HVCI aktiviert ist. (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

Windows 11 wird VBS, Virtualization Based Technology, und HVCI, Hypervisor-protected Code Integrity, nativ unterstützen. Einige vorgefertigte PC-Systeme von Drittanbietern sollen die Techniken auf Empfehlung von Microsoft sogar eingeschaltet lassen. Das ist in der Theorie sinnvoll, werden doch dadurch Sicherheit und Integrität der verkauften Computer erhöht. Allerdings wirken sich die Techniken teils merklich auf die Leistung in Spielen aus.

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Das ergeben einige, von diversen Redaktionen wie Pcgamer getätigte Benchmarks. Das Spielemagazin ging zunächst davon aus, dass allein VBS für die gesunkene Leistung verantwortlich wäre. Später hat auch Computerbase das Verhalten auf einem Testsystem mit Geforce RTX 3080 Ti und AMD Ryzen Threadripper 3970X getestet. Dort wird klar, dass nur mit zugeschaltetem HVCI wirklich große Unterschiede spürbar sind.

Diese reichen von wenigen Frames in Doom Eternal bis zu enormen Einbrüchen im Rennspiel F1 2020. Hier wurden mit aktiviertem VBS und HVCI 188,5 fps gemessen. Bei ausgeschalteten Sicherheitsfeatures sind es 237,2 fps - 26 Prozent mehr.

Auch im synthetischen Benchmark 3DMark Time Spy sind Unterschiede schnell festzustellen: Bei aktiviertem VBS und HVCI sind 7.000 Punkte möglich. Nativ sind es 9.266 Punkte - 32 Prozent mehr. Dabei sollte beachtet werden, dass Time Spy für Windows 11 generell noch nicht optimiert ist und unter Windows 10 bessere Ergebnisse erzielt.

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Die Anwendungsleistung scheint durch HVCI und VBS nicht merklich beeinflusst zu werden. Nur Gaming-Systeme müssen also ab Werk mit merklichen Einbrüchen rechnen. Gleiches gilt für das Laden von Dateien auf dem Massenspeicher: hier misst Computerbase Unterschiede von teils 10 Prozent.

VBS und HVCI können sinnvolle Sicherheitsfunktionen sein. Ersteres erstellt einen abgeschotteten Bereich auf dem Arbeitsspeicher des Hostsystems, um darin kritische Software (etwa Sicherheitsprogramme) laufen zu lassen. HVCI - in der Windows-Security-App auch Memory Integrity - kontrolliert beispielsweise, ob von Windows als vertrauenswürdig eingestufte Prozesse auch ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Zu finden ist die Speicher-Integrität in den Systemeinstellungen unter "Datenschutz und Sicherheit; Gerätesicherheit; Details zu Kernisolierung". Dort kann das Feature ausgeschaltet werden.

Gerade OEMs werden die Funktionen wohl ab Werk voreinstellen. Selbstgebaute Gaming-PCs dürften davon eher weniger betroffen sein. HVCI und VBS können auch ein- und ausgeschaltet werden.

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on(Golem.de) 06. Okt 2021 / Themenstart

Hallo, den Pfad in den Systemeinstellungen kann ich noch gerne ergänzen, danke!

JouMxyzptlk 05. Okt 2021 / Themenstart

Mach daraus ein Insider Feedback!

Ach 05. Okt 2021 / Themenstart

Der Effekt den du mit "esoterisches Gefasel" schön zu reden versuchst/ unter dem Teppich...

Astorek 04. Okt 2021 / Themenstart

Danke, das ist eine wertvolle Info die mMn. auch in den Artikel gehört. Also sind...

mibbio 04. Okt 2021 / Themenstart

Es macht scheinbar einen Unterschied, mit welchem Build von Windows 11 man testet...

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