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Betriebssystem: OpenBSD 5.9 filtert weitgehend Systemaufrufe

Die Funktion zum Filtern und Beschränken von Systemaufrufen ist in OpenBSD 5.9 um viele Anwendungen erweitert worden. Außerdem unterstützt das System nun neuere Laptops besser - dank UEFI und WLAN nach 802.11n.

Artikel veröffentlicht am ,
OpenBSD 5.9 verhindert unerwünschte Systemaufrufe.
OpenBSD 5.9 verhindert unerwünschte Systemaufrufe. (Bild: OpenBSD)

Mit der im vergangenen Herbst veröffentlichten Version 5.8 hat das OpenBSD-Team den Systemaufruf Tame eingeführt, mit dem Anwendungen bestimmte Fähigkeiten entzogen werden können. Für die nun veröffentlichte Version 5.9 ist die Funktion in Pledge umbenannt und deutlich ausgebaut worden, wovon vor allem die Programme im Basissystem von OpenBSD profitieren sollen.

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Die Idee von Pledge lässt sich grob mit dem unter Linux genutzten Seccomp vergleichen. So wird einer Anwendung beispielsweise nur der Zugriff auf bestimmte Dateien oder Pfade erlaubt, ebenso sind nur zuvor ausgewählte Systemaufrufe erlaubt. Sollte ein Angreifer eine Lücke in der Anwendung ausnutzen wollen, wird dies durch ein solches System deutlich erschwert.

Für OpenBSD 5.9 hat das Entwicklerteam mit etwa 450 Anwendungen fast 65 Prozent seiner selbst gepflegten Basisprogramme für die Nutzung mit Pledge umgeschrieben. Dabei seien auch einige Fehler gefunden und behoben worden. Zusätzlich zu eigenen Anwendungen hat die Community einige der sogenannten Ports an Pledge angepasst. Dazu zählen der E-Mail-Client Mutt, einige PDF-Werkzeuge sowie der Chromium-Browser.

Besserer Laptop-Support

Auch wenn OpenBSD eher als Server-System eingesetzt wird, arbeiten die Entwickler wohl nicht zuletzt aus eigenem Interesse an der Unterstützung von Laptops. Mit der aktuellen Version 5.9 kann das Betriebssystem etwa auf Geräten mit UEFI gestartet werden. Dabei kann auch ein 64-Bit-System auf einer 32-Bit-Firmware gestartet werden.

Die Unterstützung für GPT ist vor allem in der Installationsroutine deutlich ausgebaut worden und das System kann nun auch WLAN nach 802.11n, was nun der Standardmodus für WLAN-Verbindungen ist, sofern der Hardware-Treiber dies unterstützt. Darüber hinaus ist der DRM-Treiber für Intels Grafikeinheiten auf den Stand von Linux 3.14 aktualisiert worden, so dass auch Bay-Trail- und Broadwell-GPUs genutzt werden können.

Das Kommandozeilenwerkzeug Less ist für OpenBSD 5.9 komplett neu geschrieben worden und das Betriebssystem hat einige Treiber erhalten, um auch auf Xen genutzt zu werden. Damit sollte sich OpenBSD auch in der Amazon-Cloud betreiben lassen. Weitere Neuerungen von OpenBSD 5.9 finden sich in den Release-Notes und dem Changelog.



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tux. 30. Mär 2016

Pledge kann tatsächlich noch ein wenig mehr als Seccomp: https://outflux.net/blog...


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