Betriebssystem: Microsoft erklärt fehlende Sekundenanzeige in Windows 11
Sekunden werden seit vielen Windows-Versionen nicht mehr standardmäßig über die Systemuhr angezeigt. In Windows 10 war es noch möglich, sie zumindest per Registry-Eintrag zurückzuholen. Windows 11 verhindert aber selbst das, was Microsoft auch bereits zu Beginn angekündigt hatte. Dabei haben Computer mittlerweile wesentlich mehr als 4 MByte RAM. Dies war einer der ursprünglichen Gründe, warum Microsoft die Sekundenanzeige in den 90er-Jahren abschaffte. Warum also diese Einschränkung?
Der heutige Grund ist noch immer leistungsbedingt: Die Sekundenanzeige benötigt zu viel CPU-Zeit und beeinflusst die Leistung des gesamten Systems. "Jede sich wiederholende Aktivität mit einem Intervall von weniger als einer Minute wird vom Windows-Leistungsteam geprüft. Periodische Aktivitäten verhindern nämlich, dass die CPU in einen Energiesparzustand wechselt" , schreibt Microsoft-Veteran Raymond Chen(öffnet im neuen Fenster) in einem Blogbeitrag. Zudem sei das Darstellen von Sekunden nicht für die allgemeine Übersicht wichtig.
CPU-Leistung ist zu wertvoll für Sekunden
Laut Chen stellen viele Sysadmins deshalb auch die Uhrzeit und teilweise sogar den blinkenden Cursor innerhalb von Terminalservern ab. Bei mehreren hundert gleichzeitig angemeldeten Usern muss das System ein Update alle 500 Millisekunden durchführen – nur um den Cursor zu animieren. Das kostet CPU-Zeit, die an anderer Stelle besser gebraucht werden kann. "Selbst das Aktualisieren von hundert Uhren einmal pro Minute ist für viele Systeme zu viel, und die meisten Terminalserver-Administratoren deaktivieren einfach die Taskleistenuhr vollständig" , schreibt Chen.

Microsoft entfernt den Registry-Hack, der die Sperre umgeht, daher vor allem wegen Leistungsbedenken aus Windows 11. Allerdings sind Menschen, die sich einen Registryeintrag für eine spezielle Funktion wie diese heraussuchen, meist keine Laien. Sie wissen daher sicher, was das zur Folge hat, und sollten sich dem Risiko bewusst sein, welches mit Registryveränderungen einhergeht.
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