Betriebssystem: Google verspricht zehn Jahre Updates für ChromeOS
Mit einem Support von zehn Jahren zieht Google mit Betriebssystemen wie Windows 10 gleich. Das könnte ein Argument für Chromebooks sein.
In Deutschland und Europa sind Chromebooks aktuell noch kein großer Markt. Das könnte sich möglicherweise noch ändern: Die Notebooks mit dem Google-Betriebssystem werden ab dem Jahr 2024 für 10 Jahre lang mit automatischen Updates ausgestattet. Das verspricht Google in einem Blog-Post. Die Neuerung gilt für alle Chromebooks, die ab 2021 gekauft wurden und bereits in Benutzung sind.
Bei älteren Chromebooks soll zudem die Option bestehen, diese für den zehnjährigen Updatezyklus manuell freizuschalten. Zum Vergleich: Die meisten Android-Telefone erhalten von ihren Herstellern maximal fünf Jahre lang Updates. Einige Hersteller verkürzen diese Laufzeit sogar noch. So hat beispielsweise Microsoft den Support für das erst zwei Jahre alte Surface Duo der ersten Generation eingestellt.
So lange unterstützt wie Windows 10
Apropos Microsoft: Auch die jüngste Windows-Version wird etwas mehr als zehn Jahre offiziell unterstützt. Windows 10 wurde im Juli 2015 vorgestellt und wird ab dem 14. Oktober 2025 nicht mehr mit Updates versorgt. Es scheint, als wolle Google mit der Konkurrenz gleichziehen und eine ebenso lange Supportzeit bieten. Anders ist es bei MacOS: Hier werden Version weniger lange unterstützt. So erhielt MacOS 10.15 Catalina etwa drei Jahre lang Updates. Allerdings bietet Apple relativ einfache Upgrades auf neuere Versionen an.
Google verspricht zudem, dass ChromeOS mit monatlichen und regelmäßigen Sicherheitspatches ausgestattet werden soll. Auch hier ist der Hersteller mit Microsoft gleichauf. Windows erhält monatlich Sicherheitspatches und wird so auf dem aktuellen Stand gehalten.
Ob sich ChromeOS für zehn Jahre lang auf einem Gerät eignet, ist eine andere Frage. Das Unternehmen ist bekannt dafür, Dienste und Software spontan zu ändern oder komplett einzustellen. ChromeOS ist für Google auf dem Bildungsmarkt und im Heimatland USA ein wichtiges Produkt. Möglicherweise schafft es der Hersteller künftig auch, besser in Europa anzukommen.