Proteste gegen die Firmenpolitik, Sexismus und Crunch

Vor allem große Social-Media-Plattformen wie Facebook stehen wegen der Verbreitung von Falschinformationen, Hassnachrichten und Verschwörungsideologien zunehmend in der Kritik. Auch in der Spielebranche werden Probleme wie struktureller Sexismus oder die als "Crunch" bezeichnete Überstundenkultur immer offener thematisiert.

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Das passiert auch, weil die Angestellten ihre Arbeitgeber selbst kritisch hinterfragen. In den USA kam es zuletzt zu mehreren Walkouts. Diese kurzen, öffentlichkeitswirksamen Streiks sind eine Form des Protests, zum Beispiel gegen schlechte Arbeitsbedingungen. So gingen bei Google und League-of-Legends-Entwickler Riot Games jeweils Hunderte bis Tausende Angestellte gegen Sexismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz auf die Straße.

"Tech Worker sehen sich selbst als gut bezahlte, gut ausgebildete und ständig gefragte Arbeitnehmer", sagt Sam Bender. Durch diese gute Position auf dem Arbeitsmarkt sei es für sie schwerer, Gründe zur Organisation zu erkennen. Aber das ändere sich. "Viele sind sich der Rolle bewusst geworden, die sie bei der Ethik ihrer Produkte und den Machtstrukturen am Arbeitsplatz einnehmen", sagt Bender.

Auch die Tech-Industrie kann von Krisen getroffen werden

"Der Tech-Industrie ist klar geworden, dass auch sie von Krisen getroffen werden kann", sagt Oliver Hauser. Gerade in den USA hat es aus Sicht des Verdi-Sekretärs nach der Wahl von Präsident Donald Trump eine Art Aufwachen gegeben. Mitarbeitende von Microsoft haben sich etwa geweigert, an Aufträgen für die Einwanderungsbehörde ICE mitzuarbeiten.

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Dass die Belegschaft von N26 gegen die Bemühungen ihrer Geschäftsführung erfolgreich einen Betriebsrat gründen konnte, ist auch ihrer erhöhten Sichtbarkeit zu verdanken. Über die sozialen Medien haben sie viel Zuspruch erhalten. Manche Kundinnen und Kunden von N26 kündigten aus Solidarität sogar ihre Konten. Zalando bewirbt seinen Betriebsrat mittlerweile sogar als Vorteil. "Offene Kommunikation und Beteiligung sind zentrale Elemente der Zalando-Unternehmenskultur", schreibt das Unternehmen. Auch Firmen wie Bigpoint berichten, dass sich seit der Gründung das Betriebsklima verbessert und die Fluktuation verringert habe.

"Tech Worker merken, dass die Freundschaft mit ihren Bossen nur so weit reicht, wie das Management es zulässt", sagt Sam Bender von Cobot. "Ohne Gewerkschaften oder Betriebsräte sind sie von ihnen abhängig, egal wie gut sie sich verstehen." Mit wachsendem Bewusstsein über diese Abhängigkeit entdecken auch junge Angestellte die alten Werkzeuge des deutschen Arbeitsrechts wieder - und könnten den Ruf des Betriebsrats als sperrigem Bürokratiemonster damit einem Update unterziehen.

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hyperlord 13. Dez 2020

Kommt drauf an - wir sind eine sehr kleine Firma und haben dementsprechend auch keine gro...

non_sense 09. Dez 2020

Wir haben auch keinen Betriebsrat und sehe bei uns auch nicht das Bedürfnis, da unser...

StaTiC2206 09. Dez 2020

sind wir hier im öffentlichen Dienst? Also egal wo ich bisher war (außer ein Mal im ÖD...

quineloe 08. Dez 2020

Komm mal aus deiner winzig-kleinen Welt raus wo jeder einen richtigen PC-Arbeitsplatz zu...

Trockenobst 08. Dez 2020

Ich habe nie verstanden wie man Arbeitsverweigerung und Weiterentwicklung unter der...



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