Abo
  • Services:

Betrieb wird fortgesetzt: Verbot lässt Taxi-Konkurrenz Wundercar kalt

Das Hamburger Unternehmen Wundercar hat in der Taxibranche keine Freunde, weil es kostenlose Privatfahrten vermittelt. Der Fahrgast zahlt nur ein Trinkgeld und Wundercar bekommt davon 20 Prozent. Trotz Verbots geht der Betrieb weiter.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden/dpa
Wundercar will trotz Verbots in Hamburg weitermachen.
Wundercar will trotz Verbots in Hamburg weitermachen. (Bild: Wundercar)

Die Wirtschaftsbehörde des Bundeslandes Hamburg hat Wundercar das Konzept untersagt, doch das Unternehmen macht nach einem dpa-Bericht einfach weiter.

Stellenmarkt
  1. Carl Spaeter Südwest GmbH, Karlsruhe
  2. MediaNet GmbH Netzwerk- und Applikations-Service, Freiburg

"Der Betrieb läuft weiter", sagte Wundercar-Geschäftsführer Gunnar Froh gegenüber der dpa. Das Konzept habe man aber leicht verändert. Die Kritiker sagen, dass Wundercar gewerbliche Fahrten wie ein Taxiunternehmen per Smartphone-App anbietet - aber ohne Genehmigung.

Bislang zeigte die App an, wieviel andere Fahrgäste für die Strecke im Schnitt spendierten, nun werden nur noch die Betriebskosten von 35 Cent pro Kilometer als Empfehlung herangezogen. Eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde bezeichnete dies auf dpa-Anfrage als "Kosmetik an der App", das Verbot gelte weiterhin. Wundercar wurde untersagt, Fahrten anzubieten, bei denen das Entgelt die Betriebskosten übersteigt. Wundercar habe für den Widerspruch einen Monat Zeit und könne sich auch vor dem zuständigen Gericht gegen die Anordnung zur Wehr setzen.

Die Hamburger vermitteln übers Internet Fahrer, die den Kunden chauffieren. Das soll grundsätzlich nichts kosten, doch man könne ein Trinkgeld in beliebiger Höhe zahlen. Das erfolgt bargeldlos übers Netz und Wundercar erhält davon 20 Prozent.

"Firmen wie Wundercar oder Uber vermitteln im Netz die Dienste von Fahrern, die ohne Ausbildung, Versicherungen, Sozialabgaben und Gewerbeanmeldung für Trinkgeld fahren", so Christian Brüggmann, Vorstand der Taxen-Union Hamburg Hansa, gegenüber der dpa. In Hamburg gibt es rund 3.300 Taxis.

Medienecho erhöht Popularität

Die Streitigkeiten sorgen auch dafür, dass Wundercar erst richtig populär wird. "Normalerweise melden sich 100 neue Leute pro Tag an, derzeit sind es bis zu 50 neue Nutzer pro Minute", sagte Froh gegenüber der dpa. Auch viele neue Fahrer hätten sich angemeldet.

Wundercar existiert nicht nur in Hamburg, sondern auch in Berlin und soll bald deutschlandweit verfügbar sein.

In zahlreichen europäischen Städten hatten Taxifahrer am Mittwoch gegen die neue Internetkonkurrenz demonstriert. Über die Apps werde nach Ansicht der Taxifahrer versucht, die strenge Regulierung des Taxibetriebs auszuhebeln. Uber und ähnliche Anbieter betreiben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern sind Vermittler zwischen selbstständigen Fahrern und Fahrgästen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

bazoom 17. Jun 2014

Naja ob es sich hierbei um eine Schenkung handelt, werden dann wohl die Richter klären...

cabbi 16. Jun 2014

Ich zahle hier in Berlin keinen Kredit ab für eine Konzession weil es, wie auch in...

Dwalinn 16. Jun 2014

@LRKN Bei Berufspendler würde dein Konzept wunderbar funktionieren, auch nach großen...

Bouncy 16. Jun 2014

Naja, etwas blauäugig imho: Daimler ist eine AG, das Geld geht erstmal an die Börse und...

Dwalinn 16. Jun 2014

Thema Schlaglöcher: Früher wurde die Straßen noch vernünftig gepflegt mein Ur-Großvater...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /