Abo
  • IT-Karriere:

Beta Writer: Algorithmus schreibt wissenschaftliches Buch

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature hat sein erstes Buch herausgegeben, das nicht von einem Menschen verfasst wurde: Ein Algorithmus hat eine Zusammenfassung der aktuellen Forschung im Bereich Lithium-Ionen-Akkus erzeugt.

Artikel veröffentlicht am ,
Schreiben: Das Buch wurde nicht verfasst, sondern erzeugt. (Symbolbild)
Schreiben: Das Buch wurde nicht verfasst, sondern erzeugt. (Symbolbild) (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Einen ausgeklügelten Spannungsbogen oder unerwartete Wendungen der Handlung dürfen bei diesem Buch nicht zu erwarten sein. Das liegt aber eher am Thema als am Autor. Der heißt Beta Writer und ist kein Mensch, der am Schreibtisch sitzt und tippt, sondern ein Algorithmus. Es ist nach Angaben der am Projekt beteiligten Wissenschaftler das erste von einem wissenschaftlichen Verlag herausgegebene Buch, das ein Computer erzeugt hat.

Stellenmarkt
  1. thyssenkrupp AG, Essen
  2. BWI GmbH, München

Sein Buch ist eine Zusammenfassung über die aktuelle Forschung im Bereich Lithium-Ionen-Akkus - entsprechend inspirierend ist auch der Titel: "Lithium-Ion Batteries A Machine-Generated Summary of Current Research". Der in Heidelberg ansässige Wissenschaftsverlag Springer Nature stellt es als kostenloses PDF zum Herunterladen zur Verfügung.

Entwickelt wurde der Algorithmus von Computerlinguisten der Goethe-Universität in Frankfurt. Der Algorithmus wurde auf eine Anzahl von wissenschaftlichen Aufsätzen aus dem Verlag Springer Nature angesetzt. Er analysierte deren Inhalt und wählte dann die relevanten Publikationen aus, um sie für seine eigene zu verarbeiten.

Beta Writer zitiert korrekt

In den verschiedenen Kapiteln fasst Beta Writer die Aufsätze zusammen. Wo er zitiert, wird per Hyperlink auf das Original verwiesen. Automatisch erstellte Einführungen, Inhaltsverzeichnisse und Referenzabschnitte sorgen für Übersichtlichkeit und erleichtern dem Leser den Zugang zu den Inhalten im Buch.

"Mit dieser Publikation konnten wir zeigen, inwieweit die Herausforderungen maschinell erzeugter Veröffentlichungen gelöst werden können, wenn Experten aus wissenschaftlichen Verlagen mit Computerlinguisten zusammenarbeiten", sagt Projektleiter Christian Chiarcos. "Das Projekt hat es uns auch ermöglicht, die Erwartungen von Autoren, Redakteuren, Verlegern und Verbrauchern besser zu verstehen - sowohl was die wissenschaftlichen als auch was die wirtschaftlichen Anforderungen angeht."

Seit etwa 40 Jahren arbeiten Wissenschaftler an Algorithmen, die Computern Kreativität beibringen sollen. Inzwischen gibt es welche, die malen, komponieren oder Gedichte schreiben. Auch im Journalismus werden inzwischen Algorithmen eingesetzt, unter anderem in der Sport- und Finanzberichterstattung.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 5,40€
  2. 12,49€
  3. 2,99€
  4. 2,99€

DY 18. Apr 2019 / Themenstart

wie sieht es aus bei der Anwendung der Algorithmen zum Beispiel bei den...

AllDayPiano 17. Apr 2019 / Themenstart

Hast Du was anderes erwartet?

divStar 16. Apr 2019 / Themenstart

Das werden die Verbrecher von Springer schon zu ändern wissen.

azeu 16. Apr 2019 / Themenstart

Der Algorithmus macht doch genau das, womit Juristen ihr Geld scheffeln, oder nicht?

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
    Oneplus 7 Pro im Hands on
    Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

    Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
    Ein Hands on von Ingo Pakalski

    1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
    2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
    3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

    Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
    Chromium
    Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

    Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
    Von Oliver Nickel

    1. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
    2. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge
    3. Microsoft-Browser Edge bekommt Chromium-Herz

      •  /