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Beta Archive: Microsoft bestätigt Leck des Windows-10-Quellcodes

Im Beta Archive war Quellcode von Windows 10 verfügbar. In Großbritannien wurden laut Medienberichten zwei Verdächtige deswegen verhaftet.

Artikel veröffentlicht am ,
Der verbotene Code
Der verbotene Code (Bild: Beta Archive/Screenshot: Golem.de)

Microsoft hat bestätigt, dass im Beta Archive für mehrere Tage Quellcode von Windows 10 auf FTP-Servern zum Download bereitstand. Das berichtet das Onlinemagazin The Verge. Der Quellcode ist Teil von Microsofts Shared Source Kit.

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Laut dem britischen Onlinemagazin The Register waren 32 TByte Daten im Beta Archive verfügbar. Darunter Windows-10-Hardware-Treiber, USB-Stacks, WiFi-Stacks, Storage-Treiber und OneCore-Kernel-Code für ARM. Die Software soll laut The Register im März 2017 von einem Insider bei Microsoft kopiert worden sein.

"Unsere Überprüfung hat bestätigt, dass diese Dateien tatsächlich ein Teil des Quellcodes aus der Shared-Source-Initiative sind, der von OEMs und Partnern verwendet wird", erklärte ein Microsoft-Sprecher in einer E-Mail an The Verge.

Windows 10: Entscheidung den Code zu entfernen

Der Quellcode wird nur vertraulich Partnern, Unternehmen und Regierungen sowie anderen Kunden, die es wünschen, offengelegt, wenn sie an der Shared-Source-Initiative teilnehmen. Laut The Verge waren auch Microsofts Windows-10-Mobile-Adaption-Kit, einige Windows-10-Creators-Update-Builds und ARM-basierte Versionen von Windows 10 enthalten.

Beta-Archive-Betreiber Andrew Whyman behauptet dagegen, dass der Quellcode nur 1,2 GByte umfasst und entfernt worden sei. In einer E-Mail an The Verge erklärte Whyman, dass Microsoft ihn nicht dazu gezwungen habe: "Die Entscheidung, den Code zu entfernen, haben wir selbst getroffen."

Wegen der unerlaubten Veröffentlichung des Quellcodes kam es in Großbritannien zu zwei Verhaftungen. Ein 22-jähriger Mann aus Lincolnshire und ein 25-Jähriger aus Bracknell wurden festgenommen. Laut The Verge waren beide Männer daran beteiligt, vertrauliche Windows-10-Builds zu sammeln, und mindestens einer soll den Code an die Beta-Archive-Website weitergegeben haben.

Microsoft hatte im März 2014 ohne Gerichtsbeschluss den E-Mail-Account eines Bloggers durchsucht. Ein früherer Microsoft-Programmierer war verhaftet worden, weil er noch nicht öffentliche Versionen von Windows 8 an einen Blogger weitergegeben haben soll. Die eigene Datenschutzrichtlinie gibt dem Unternehmen das Recht, private E-Mails zu durchsuchen, um "die Rechte oder das Eigentum von Microsoft oder unserer Kunden zu schützen".



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ArcherV 19. Jul 2017

Und in Linux ein Daemon.

divStar 18. Jul 2017

Dafür hat man bei Linux auch im Bezug auf Altlasten die Wahl - bei Windows weniger (ich...

divStar 18. Jul 2017

Das Durchsuchen privater Emailfächer auf einen Verdacht hin und ohne richterlichen...

der_wahre_hannes 26. Jun 2017

Na, die Torvald'schen Ergüsse in den Kommentaren sind aber auch nicht wirklich besser...

Nikolai 26. Jun 2017

Das sieht nur so aus. Ist aber ein Pinguin! ;-)


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