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Besuch in Teslas Gigafactory Grünheide: Vor der Hochzeit kommt Godzilla

Nach dem schwierigen Jahr 2025 geht es mit Teslas Gigafactory in Grünheide wieder aufwärts. Sogar der Aufbau einer Batteriezellproduktion ist geplant.
/ Friedhelm Greis
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Der Roboter Godzilla arbeitet gut geschützt hinter einem Sicherheitszaun. (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Der Roboter Godzilla arbeitet gut geschützt hinter einem Sicherheitszaun. Bild: Friedhelm Greis/Golem
Inhalt
  1. Besuch in Teslas Gigafactory Grünheide: Vor der Hochzeit kommt Godzilla
  2. Viele Roboter, wenige Mitarbeiter

Als wir uns das erste Mal das Gelände der Gigafactory in Grünheide angeschaut haben, war noch kein einziger Baum in dem Kiefernforst gefällt. Mehr als sechs Jahre später ist das Tesla-Areal an der Autobahnausfahrt Freienbrink nicht mehr wiederzuerkennen. Und wir bekommen das erste Mal die Gelegenheit, uns die Fabrik von innen anzusehen.

Die Tesla-Fabrik in Brandenburg hat in den wenigen Jahren ihres Bestehens schon eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es gab und gibt weiterhin Proteste von Anwohnern, überzogene Ausbauversprechen von Elon Musk, einen Brandanschlag auf die Stromversorgung und einen starken Einbruch der Verkaufszahlen durch Musks politische Eskapaden.

Spekulationen über Fabrikschließung

Zwischenzeitlich gab es sogar Spekulationen darüber, dass die Fabrik dicht gemacht werden könnte, falls die IG Metall die Betriebsratswahlen gewinnt. Inwieweit diese Befürchtungen den Ausgang der Betriebsratswahl beeinflusst haben, ist schwer einzuschätzen. Am Ende gewannen unternehmensfreundliche Listen, die den Kurs der Geschäftsführung unterstützen.

Zwar sind Musks politische Aktivitäten nach seinem Ausscheiden aus der US-Behörde und seinem zwischenzeitlichen Zerwürfnis mit US-Präsident Donald Trump weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch noch immer reicht ein Blick auf seine tagtäglichen Beiträge auf X, um festzustellen, dass seine frauen- und ausländerfeindlichen Positionen unverändert Bestand haben. Es gibt daher weiterhin genügend Gründe, seine Unternehmen nicht zu unterstützen.

Tesla Model Y – das meistgekaufte Privatauto

Dennoch erholten sich die Tesla-Verkaufszahlen vor allem im März 2026 wieder deutlich. Das in Grünheide produzierte Model Y war das beliebteste Elektroauto in Deutschland. Einer Auswertung des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge war das SUV in den Monaten Januar bis März 2026 sogar der beliebteste Neuwagen bei privaten Käufern. Noch vor dem Skoda Elroq und dem VW Golf.

Nach Angaben von Werksleiter André Thierig soll die Zahl der Mitarbeiter daher kurzfristig aufgestockt werden. "Bis Ende Juni wollen wir circa 1.000 neue Mitarbeiter hier an Bord haben. Dann erhöhen wir im Juli die Produktion um circa 20 Prozent auf gut 6.000 Einheiten pro Woche in einem ersten Schritt", sagte Thierig der Nachrichtenagentur dpa. Im ersten Quartal habe die Fabrik mit mehr als 61.000 Fahrzeugen einen neuen Produktionsrekord aufgestellt.

Hochgerechnet auf das ganze Jahr ergäbe das eine Produktion von 250.000 Fahrzeugen. Das ist immer noch weit von der Produktionskapazität von 500.000 Fahrzeugen entfernt. Zwischenzeitlich reduzierte Tesla die Zahl der Mitarbeiter in Grünheide von rund 12.400 auf 10.700. Die Fabrik liegt damit hinter den ursprünglichen Ausbauzielen von 22.500 Mitarbeitern deutlich zurück.

Beim Rundgang durch die Hallen fällt auf, dass von den mehr als 10.000 Mitarbeitern nur wenige zu sehen sind.


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