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Besuch beim HAX Accelerator: Made in Shenzhen

In Shenzhen gibt es zahlreiche Elektronikhersteller, Bauteile können günstig und schnell hergestellt werden. Das nutzt der Hardware-Accelerator HAX, um Startups bei der Entwicklung ihrer Projekte zu unterstützen. Golem.de hat die Produktschmiede besucht - und dabei unerwartet Mehlwürmer gesnackt.

Eine Reportage von veröffentlicht am
Maden aus Shenzhen, beziehungsweise Mehlwürmer - Endprodukt des vom HAX Accelerator unterstützten Startups Livin Farms
Maden aus Shenzhen, beziehungsweise Mehlwürmer - Endprodukt des vom HAX Accelerator unterstützten Startups Livin Farms (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Kaum eine Stadt der Welt eignet sich so gut für die Entwicklung technischer Hardware wie Shenzhen in China, im Perlflussdelta direkt an der Grenze zu Hongkong. Im Stadtgebiet und der Umgebung konzentrieren sich unzählige Hersteller von elektronischen Bauteilen und anderen Industriegütern - ein idealer Platz für Startups, um Elektronikgeräte zu entwickeln und günstig herzustellen. Bei der Fülle an Produzenten ist es für interessierte Hersteller jedoch oft schwer, den Überblick über zuverlässige und gute Zulieferer zu behalten.

Für nicht-chinesische Unternehmer kommen noch die Sprachbarriere und die generelle Schwierigkeit, sich in China zurechtzufinden, hinzu. Hier kommt der Hardware-Accelerator HAX ins Spiel, dessen großes Büro sich inmitten von Shenzhens Technikbezirk Huaqiangbei befindet: Neben finanzieller Unterstützung bekommen ausgewählte Startups nach einer Bewerbung hier alles, um ihr Produkt zu entwickeln.

  • Duncan Turner, Leiter des HAX Accelerators (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Besprechungs- und Pausenraum des HAX Accelerators (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Einige vergangene Projekte (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Jamie Salter von Motion Metrics, die mit Hilfe von HAX den Skisensor Carv entwickelt haben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Großraumbüro herrscht ein geordnetes Chaos - hier zahlreiche Prototypen von Motion Metrics. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die unterschiedlichen Startups sitzen nebeneinander. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Nicht alle Projekte haben etwas mit Elektrotechnik zu tun: Mit dem Hive von Livin Farms können Nutzer zu Hause Mehlwürmer für den Verzehr züchten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In mehreren Stufen läuft die Entwicklung automatisch ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Hive soll sich später in die Küche stellen lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die verschiedenen Schubladen beherbergen die Mehlwürmer in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kopfhörer Revols gehören zu den erfolgreichsten HAX-Projekten: Die Macher haben per Crowdfunding 2,5 Millionen US-Dollar sammeln können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Duncan Turner, Leiter des HAX Accelerators (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Wir sind nach Shenzhen geflogen und haben uns mit Duncan Turner, dem Leiter von HAX, in den Büros des Accelerators getroffen. Mit ihm haben wir uns das Konzept des Unternehmens angeschaut und gesehen, was die Unterstützung bei der Arbeit der Startups bewirkt. Dabei sind wir auf Mehlwürmer, Skistiefel und Kopfhörer gestoßen - und auf eine Menge kreative Energie.

Finanzierung und Know-how für interessante Ideen

HAX wurde 2011 von Cyril Ebersweiler und Sean O'Sullivan gegründet und gehört zum Risikokapitalunternehmen SOSV. Der Accelerator unterstützt internationale Startups bei der Entwicklung ihrer Idee für ein Produkt direkt in Shenzhen; daneben gibt es noch weitere Filialen in anderen Städten, die sich unter anderem um Software und Biotechnologie kümmern. HAX in Shenzhen stellt den Startups nicht nur finanzielle Unterstützung zur Verfügung, sondern auch Hilfe bei der Weiterentwicklung der Produktidee, der Produktion für Marketing und Branding. Ziel ist es, am Ende des drei- bis fünfmonatigen Programms auf einem Projekttag das fertige Produkt zeigen und eine erfolgreiche Finanzierungskampagne durchführen zu können, sei es durch Crowdfunding oder große Geldgeber. Als Gegenleistung wird der HAX Accelerator am Unternehmen beteiligt - und damit auch am Erfolg.

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Duncan Turner ist ausgebildeter Industriedesigner, angefangen hat er bei HAX als Mentor für Startups. Zuvor hat er bei der Design- und Innovationsberatung IDEO gearbeitet, nachdem er bereits einige Jahre lang eigene Produkte in China herstellen ließ. Im gemütlichen Versammlungszimmer von HAX erklärt Turner, wie Startups zu HAX gelangen: Jedes Jahr startet der Accelerator zwei Programme, zu denen aus 1.000 Bewerbungen insgesamt 30 Projekte ausgesucht werden. Je nach Programm erhalten die aus allen Teilen der Welt stammenden Teams über 111 oder 180 Tage Unterstützung bei der Entwicklung ihres Produktes. Insgesamt 15 fest angestellte Mitarbeiter geben ihnen dabei unter anderem in Form von Kursen Rat, darunter Ingenieure sowie PR-und Marketing-Fachleute. "Uns interessieren die Leute, das Team, die Fähigkeiten der Bewerber", sagt Turner.

Auf eine überzeugende Idee kommt es an 
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Neuro-Chef 16. Jan 2018

Aber Vorsicht vor der Veganer-Polizei: https://youtu.be/Afxwb7lSuPY?t=40

staeff 14. Jul 2016

Oder Nord-Korea, 10000? Nein, das hat auch nichts mit der schwere des Unrechts zu tun...

devman 13. Jul 2016

Ich mag China, das Essen, die Geschichte und die Menschen. In China kann wirklich jeder...


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