Die Soundcam ist digital

Akustische Kameras gibt es schon länger. Wie erwähnt, wurden sie zuerst in der Automobilindustrie angewendet. Die ersten dieser Geräte nutzten analoge Mikrofone mit Kabeln. Dabei war allein der Aufbau schon recht kompliziert: Jedes Mikrofon musste mit einer Box für die Datenerfassung verbunden werden. Die wiederum wurde an einen Rechner angeschlossen.

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Das war nicht nur aufwendig - ein solcher Aufbau war eher etwas für das Labor als für den mobilen Einsatz -, sondern auch teuer. Eine solches System kostete gut und gerne mehrere Zehntausend Euro. Zu dem Preis trugen vor allem die Mikrofone bei.

Anfangs dieses Jahrzehnts kam CAE auf die Idee, die analogen Mikrofone durch Mems zu ersetzen. Dafür habe zwar die ganze Prozessstrecke neu entwickelt werden müssen, sagt Kuklinski. Aber die Digitalisierung habe auch Vorteile: Die Mems seien kleiner und günstiger als analoge Mikrofone. Für die Datenverarbeitung reicht ein FPGA.

  • Wo knattert der Motor? Maik Kuklinski schaut mit der Soundcam nach. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Auf dem Bildschirm ist die Lärmquelle in Echtzeit erkennbar. (Bild: CAE)
  • Die Soundcam ist mobil und einfach zu bedienen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Schnipp! (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Wo im Gehäuse sitzt der laute Lüfter? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Soundcam hat 64 Mikrofone. Die optische Kamera sitzt in der Mitte. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Prototyp hat ein Windows-Tablet. Das soll durch eine günstigere Lösung ersetzt werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Platine der Soundcam: Das Innenleben ist vergleichsweise einfach gehalten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Vorgänger: Eine akustische Kamera mit analogen Mikrofonen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Bionic-System für umfangreichere akustische Auswertungen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es ist modular: Die Mikrofon-Arrays werden auf das Zentralmdoul gesteckt. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
  • Für diese akustische Kamera gibt es verschieden große Mikrofonarme - je nach zu messender Frequenz. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Das Bionic-System für umfangreichere akustische Auswertungen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Für die Serie Bionic hatten die Gütersloher noch eine gute Idee: Es ist modular. Das bedeutet, es besteht aus einer zentralen Einheit mit FPGA und Anschlüssen für die Mikrofone. Die sitzen auf Leiterplatinen und kommen ohne Kabel aus. Die Platinen werden an das Modul angeschlossen, und das System ist einsatzbereit. Die filigran geformten Mikrofonarme gibt es in verschiedenen Größen, um unterschiedliche Frequenzbereiche abzudecken. Mit den größten Armen hat das System einen Durchmesser von 1,7 Metern und kann Frequenzen ab 40 Hertz lokalisieren.

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Das ist schon handlicher und auch günstiger, als es die analogen Geräuschkameras waren - ein solches System kostet zwischen 13.000 und 30.000 Euro. Der nächste Schritt ist laut Kuklinski dann die mobile Soundcam, die knapp 8.000 Euro kosten soll. Noch ist sie nicht ganz fertig. Die Bedieneinheit auf der Rückseite ist ein Industrietablet mit Windows. Da sucht CAE noch nach einer günstigeren Lösung.

Am 24. April startete das Gütersloher Unternehmen eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Ziel ist es, 30.000 Euro zu sammeln. In der Kampagne gibt es die Soundcam ab 4.000 Euro. Die ersten Geräte sollen im Herbst ausgeliefert werden.

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