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Der Nuimo wird in Berlin zusammengebaut.
Der Nuimo wird in Berlin zusammengebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Besuch bei Senic: Das Kreuzberger Shenzhen

Der Nuimo wird in Berlin zusammengebaut.
Der Nuimo wird in Berlin zusammengebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Technische Geräte im Consumerbereich kommen meist aus Asien. Dass eine wirtschaftlich und qualitativ sinnvolle Produktion auch in Berlin geht, zeigt das Berliner Startup Senic mit seinem Smart-Home-Controller Nuimo. Wir haben uns die Fertigung in einem Kreuzberger Hinterhof angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

Wer den Smart-Home-Controller Nuimo umdreht, findet keinen "Made-in-China"-Schriftzug, sondern einen Bären - Berlins Wappentier. Darüber prangt der Schriftzug "Made in Germany", ein Label, das mittlerweile auf technischen Geräten rar geworden ist. Nuimo wurde im Berliner Bezirk Kreuzberg entworfen, unweit der Spree und inmitten des Wrangel-Kiezes, hier wird das Gerät auch zusammengebaut und verschifft.

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Die meisten technischen Geräte im Consumerbereich kommen heutzutage aus Asien, was unter anderem an den niedrigen Personalkosten und den mit einem hohen Output verbundenen geringen Produktionskosten liegt. Dass eine ökonomisch sinnvolle Fertigung aber auch in Deutschland möglich ist, zeigt das Beispiel von Senic.

  • Die Produktion des Nuimos in einer kleinen Kreuzberger Werkstatt wird streng überwacht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der rutschfeste Silikonring am Gehäuse des Nuimo wird mit Lösungsmittel behandelt und anschließend ...
  • ... auf den Standfuß geklebt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein dritter Mitarbeiter schleift die Klebereste weg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Platine wird in das Gehäuse mit dem Akku gesetzt - und gleich überprüft, ob sich der Nuimo anschaltet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kugellager für den Drehring des Nuimo werden mit einer Presse in das Gehäuse gedrückt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Wandhalterung hält den Nuimo mit Magneten, die ebenfalls in der Werkstatt eingeklebt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vor dem Verpacken werden noch die Software auf den Nuimo gespielt und die Funktionen überprüft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Teil der Werkstraße (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die fertigen Nuimos verpacken zwei Mitarbeiter von Hand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladekabel wird von Hand zusammengewickelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Produktionsleiter Felix Christmann und ein Kollege beim Einpacken der fertigen Nuimos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Softwareentwicklung erfolgt im Büro von Senic, nur wenige Minuten von der Werkstatt entfernt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • CEO Tobias Eichenwald mit einem an der Wand montierten Nuimo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Einige der Prototypen von Nuimo - angefangen hat die Idee mit einem Stück Knete. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit Nuimo können Smart-Home-Geräte mit einem Schalter bedient werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nuimo lässt sich aus der Wandhalterung lösen und dort platzieren, wo der Nutzer den Controller gerade braucht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der rutschfeste Silikonring am Gehäuse des Nuimo wird mit Lösungsmittel behandelt und anschließend ...


Nuimo begann als Projekt, mit dem eine physische Bedienung für Smart-Home-Anwendungen geschaffen werden sollte - weg vom Smartphone-Display und verschiedenen Apps, hin zum Schalter. Entstanden ist ein rundes Gerät von der Größe eines Eishockeypucks, mit dem sich unter anderem Hue-Lampen, Nest-Thermostate, Sonos- und Raumfeld-Lautsprecher, zahlreiche Smart-TVs oder auch das Apple TV steuern lassen.

Smart Home mit Controller bedienen

Der Controller ermöglicht die Bedienung per Touch und Drehring, alternativ auch mit Gesten. Dank eingebauter Magnete lässt er sich nicht nur an der passenden Wandhalterung anbringen, sondern auch an metallischen Oberflächen wie Kühlschränken. Anfang 2015 konnte Senic-Chef Tobias Eichenwald zusammen mit seinen Mitgründern per Crowdfunding fast 500.000 US-Dollar für das Konzept sammeln, insgesamt haben sich 5.000 Unterstützer einen der ersten Nuimos gesichert.

Bereits während der Finanzierungskampagnen auf Kickstarter und Indiegogo warb Senic damit, dass der Controller in Deutschland und mit Teilen aus Deutschland gefertigt wird. Um die 5.000 Geräte der ersten Bestellcharge zu fertigen, arbeiten seit mehreren Wochen zwischen 10 und 15 Mitstreiter in Zwölfstundenschichten in der Kreuzberger Werkstatt. Gesellschaft leistet ihnen dabei ein großer brauner Jagdhund, der einem der Mitarbeiter gehört.

Ein Nuimo alle 13 Minuten 

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format 19. Jun 2016

Ja, da bin ich wirklich voll auf der Seife gestanden, dabei ist es eh klar. Danke, das...

bombinho 19. Jun 2016

Aber immerhin Grobstaubmasken gegen Loesungsmitteldaempfe. Ein Traumjob. Wenn man zu klar...

koelnerdom 17. Jun 2016

Dumpfes Berlinbashing ist so Siebziger...

Wiggy 16. Jun 2016

Wer hat denn das behauptet? Wo in meinem Post steht irgendwo, dass die Leute von Senic...

maaastricht 16. Jun 2016

Ganz im Sinne amerikanischer ThinkTanks, die Massenproduktion aus dem chinesischen...



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