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Herstellungsmenge ist für Produktion in China zu klein

Die Herstellung in China ist nur dann günstig und möglich, wenn sie in ausreichenden Stückzahlen erfolgt. 5.000 ist eine Anzahl, die sich für die meisten chinesischen Fertiger schlicht nicht lohnt. Fairphone hatte mit seinem ersten Smartphone ein ähnliches Problem: Das niederländische Startup musste lange nach einem Fertiger suchen. Daher ist für die Nuimo-Macher die Fertigung in Deutschland schlicht sinnvoller. Dabei können sie den Controller zu einem Verkaufspreis produzieren, der mit 160 Euro für die meisten Interessenten noch im akzeptablen Rahmen liegen dürfte. Für das, was der Controller kann, und angesichts der hochwertigen Bauteile ist das ein akzeptabler Preis.

  • Die Produktion des Nuimos in einer kleinen Kreuzberger Werkstatt wird streng überwacht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der rutschfeste Silikonring am Gehäuse des Nuimo wird mit Lösungsmittel behandelt und anschließend ...
  • ... auf den Standfuß geklebt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein dritter Mitarbeiter schleift die Klebereste weg. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Platine wird in das Gehäuse mit dem Akku gesetzt - und gleich überprüft, ob sich der Nuimo anschaltet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kugellager für den Drehring des Nuimo werden mit einer Presse in das Gehäuse gedrückt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Wandhalterung hält den Nuimo mit Magneten, die ebenfalls in der Werkstatt eingeklebt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Vor dem Verpacken werden noch die Software auf den Nuimo gespielt und die Funktionen überprüft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Teil der Werkstraße (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die fertigen Nuimos verpacken zwei Mitarbeiter von Hand. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladekabel wird von Hand zusammengewickelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Produktionsleiter Felix Christmann und ein Kollege beim Einpacken der fertigen Nuimos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Softwareentwicklung erfolgt im Büro von Senic, nur wenige Minuten von der Werkstatt entfernt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • CEO Tobias Eichenwald mit einem an der Wand montierten Nuimo (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Einige der Prototypen von Nuimo - angefangen hat die Idee mit einem Stück Knete. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit Nuimo können Smart-Home-Geräte mit einem Schalter bedient werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nuimo lässt sich aus der Wandhalterung lösen und dort platzieren, wo der Nutzer den Controller gerade braucht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Softwareentwicklung erfolgt im Büro von Senic, nur wenige Minuten von der Werkstatt entfernt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Auch die Programmierung erfolgt in Berlin, im fünf Minuten von der Werkstatt entfernten Büro von Senic - gleichzeitig auch die Wohnung von Eichenwald, Christmann und Philipp Michaelidis, einem Elektroingenieur und dem dritten Mitbegründer von Senic. Hier wird die Steuerungssoftware des Nuimo programmiert, sowie die für Android und iOS verfügbare App. Außerdem hat Tobias Eichenwald hier seine "Frankenstein-Kiste", eine Box mit allen Prototypen und Entwicklungsmodellen des Controllers.

Viele Prototypen bis zum fertigen Produkt

"Was viele nicht bedenken: Vor einer Finanzierungskampagne wird bereits mindestens ein Jahr an einem elektronischen Gerät gearbeitet", erklärt Eichenwald, während er verschiedene Nuimo-Modelle aus unterschiedlichen Materialien aus der Kiste nimmt. Angefangen hat alles mit einem Modell aus Knete, irgendwann war einer der Prototypen beinahe so groß wie eine Getränkedose. Auch mit Teilen aus einem 3D-Drucker entstand schließlich das Modell des heutigen Geräts.

Die Idee einer Hardware-Steuerung für smarte Objekte stößt insbesondere in den USA auf Interesse, wie uns Eichenwald erklärt. Ein Drittel der Vorbestellungen komme aus den Vereinigten Staaten. "Smarte Lautsprecher zum Beispiel sind dort weitaus mehr verbreitet als etwa in Deutschland", sagt Eichenwald - und gerade diese lassen sich, wie auch smarte Glühbirnen, gut mit dem Nuimo ansteuern. Das Interesse ist so groß, dass bereits eine zweite Charge von 3.000 Geräten à 160 US-Dollar verkauft wird. Davon sind bereits über 60 Prozent verkauft. Eine dritte Charge ist in Planung.

Zwei weitere Chargen sind in Arbeit

Auch die kommenden Geräte sollen wieder in der Kreuzberger Hinterhofwerkstatt zusammengebaut werden - dann mit etwas optimierten Abläufen, um die Produktionszeit weiter zu verkürzen, hoffen die Macher. Eine Verlegung der Produktion nach China steht aktuell nicht an - dagegen dürften neben den noch geringen Produktionsmengen auch die mittlerweile eingespielten Beziehungen zu den deutschen Zulieferern eine Rolle spielen. Bei vielen hat das Senic-Team einen guten Preis für die bestellten Teile bekommen.

Für Ende 2016 plant Senic, sein zweites Produkt auf den Markt zu bringen - genügend Ideen haben die Nuimo-Macher offenbar. Aus Tobias Eichenwald war allerdings kein Hinweis herauszubekommen, worum es sich bei dem neuen Projekt handelt. Ob dann die Fertigung auch wieder in Kreuzberg erfolgt, wird sich zeigen.

In einem Pilotprojekt mit Narando vertonen wir in den kommenden Wochen zwei bis drei Golem.de-Artikel pro Woche. Die Texte werden nicht von Robotern, sondern von professionellen Sprechern vorgelesen. Über Feedback unserer Zuhörer freuen wir uns - im Forum oder an redaktion@golem.de.

 Ein Nuimo alle 13 Minuten
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format 19. Jun 2016

Ja, da bin ich wirklich voll auf der Seife gestanden, dabei ist es eh klar. Danke, das...

bombinho 19. Jun 2016

Aber immerhin Grobstaubmasken gegen Loesungsmitteldaempfe. Ein Traumjob. Wenn man zu klar...

koelnerdom 17. Jun 2016

Dumpfes Berlinbashing ist so Siebziger...

Wiggy 16. Jun 2016

Wer hat denn das behauptet? Wo in meinem Post steht irgendwo, dass die Leute von Senic...

maaastricht 16. Jun 2016

Ganz im Sinne amerikanischer ThinkTanks, die Massenproduktion aus dem chinesischen...


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