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Bestehende Funktionen werden verbessert

Die Verbesserungen der App sollen in den kommenden Wochen und Monaten kommen. Am Ende soll sie die gesammelten Daten komfortabler und umfassender als bisher präsentieren. Nutzer sollen sich besser als bisher darüber informieren können, was sich an den Katalogen der Streamingabos so ändert. Bisher saßen an der App nach Angaben des Justwatch-Chefs nur zwei, drei Entwickler. Das soll sich perspektivisch ändern.

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Dabei geht es weniger um ganz neue Funktionen, sondern um die Verbesserung der bestehenden. Da die Nutzer mithilfe der App vor allem für sie interessante Inhalte angezeigt bekommen sollen, wurde bereits intensiv an einem Empfehlungssystem gearbeitet, das mit Hilfe von Machine Learning agiert. Diese Empfehlungen sollen in den nächsten Monaten signifikant verbessert werden.

Das Ideal ist, dass ein Streamingnutzer immer zuerst bei Justwatch schaut, was er sich heute ansehen will. Alle Streamingabos empfehlen den Kunden ebenfalls Inhalte, allerdings liegt ein Schwerpunkt hier auf exklusiven Inhalten, weil der jeweilige Anbieter ein Interesse hat, dass diese besonders gut laufen. Ein Empfehlungssystem über alle Dienste nimmt darauf keine Rücksicht, sondern rückt das Interesse des Kunden in den Mittelpunkt.

Empfehlungen sollen helfen

Empfehlungen sind vor allem auf Smart-TVs und Streaminggeräten wichtig, weil es für Nutzer hier besonders nervig ist, auf Bildschirmtastaturen zu tippen oder in Filterlisten passende Kriterien auszuwählen. "Wir wollen gerade auf dem Fernseher die besten Empfehlungen für Netflix, Prime Video und Sky Ticket liefern", gibt Croyé als Ziel aus.

Die Empfehlungen basieren darauf vor allem darauf, welche Filme oder Serien bereits ausgewählt wurden. Denn laut Justwatch gibt es neue Probleme, wenn auch noch berücksichtigt wird, was der Nutzer mag - dann wird der Empfehlungsalgorithmus nämlich immer enger. Nur die Klicks zu beobachten, kann aber auch ein verzerrtes Ergebnis bringen. Schließlich kann es sein, dass der Nutzer sich nur über einen Film informieren will - um ihn am Ende dann doch nicht anzuschauen.

  • Justwatch-Chef David Croyé (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Blick in das Justwatch-Büro in Berlin(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Blick in das Justwatch-Büro in Berlin(Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Justwatch gibt es für verschiedene Geräte (Bild: Justwatch)
Justwatch gibt es für verschiedene Geräte (Bild: Justwatch)

Abgesehen von den Empfehlungen wollen Nutzer aber vor allem erfahren, was neu im Angebot ist. Das ist bereits ein wichtiger Bereich in der App. Hier kann sich der Nutzer tagesaktuell informieren, welche Inhalte bei den bis zu 56 Anbietern dazugekommen sind. Dieser Bereich wird intern von bis zu zehn Mitarbeitern betreut.

Was kommt tagesaktuell dazu?

Dafür prüft Justwatch die Inhalte von Netflix und Co. nach eigenen Angaben alle vier bis sechs Stunden. Wenn etwas neu ist, wird es in der App angezeigt. Wer mehrfach am Tag nachschaut, hat derzeit noch das Problem, dass er nicht erkennt, welche Inhalte etwa seit dem Vormittag hinzugekommen sind. Es gibt auch keinen Hinweis, ob zu neuen Inhalten vom Vormittag weitere am Nachmittag dazugekommen sind.

Derzeit kennt der "Neu"-Bereich also nur eine Unterteilung nach Tagen. An diesem Punkt will Justwatch nachjustieren. Unter anderem sind Benachrichtigungen geplant, die den Nutzer informieren, wenn ein neuer Eintrag der Merkliste verfügbar ist.

Die Merkliste kann sich zu einem mächtigen Werkzeug für Streamingfans entwickeln. Denn es ist möglich, über eine Merkliste auf alle Inhalte zuzugreifen, die über die verschiedenen Anbieter verteilt sind. Das können Prime Video, Netflix, Sky Ticket, Apple TV+ sowie künftig Disney+ sein. Auf der Merkliste kann sich der Nutzer alle Filme und Serien vormerken, die er anschauen möchte. Wenn dann etwa ein Film bei Netflix im Abo verfügbar wird, erfährt der Nutzer es einfacher, als wenn er immer nachsehen muss, was tagesaktuell an neuen Inhalten bei dem Anbieter dazugekommen ist.

Justwatch arbeitet derzeit auch daran, Nutzer darüber zu informieren, welche Inhalte in den kommenden Wochen bei den jeweiligen Anbietern erscheinen werden. Auch ist angedacht, Nutzer zu benachrichtigen, wenn ein Film oder eine Serie aus dem Abo eines Dienstes genommen wird. Laut Croyé werden solche Daten intern bereits gesammelt. Derzeit werde daran gearbeitet, diese Daten effizient in die eigene Datenbank zu integrieren.

Einbindung von Mediatheken ist schwierig

Als weitere Neuerung ist geplant, die Inhalte aller Mediatheken der deutschen TV-Sender aufzunehmen. Von den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind derzeit ARD und Arte dabei, das ZDF und 3sat fehlen noch. Dabei stellten sich ganz spezielle Probleme, erklärt Croyé. Justwatch greift nämlich für alle Anbieter auf die öffentlich zugänglichen Datenbanken TMDb sowie IMDb zurück, um die in der eigenen Datenbank aufgenommenen Titel damit abzugleichen. Aus den Datenbanken werden Poster, Beschreibungen, die Besetzung und andere Details in die Justwatch-Datenbank übernommen.

Falls ein Titel in keiner der beiden Datenbanken vorhanden ist, wird er dem Kunden erst einmal nicht angezeigt. Deswegen fehlen die meisten Inhalte aus den bereits unterstützten Mediatheken, denn sowohl IMDb als auch TMDb kennen kaum lokale deutsche Inhalte, die Mediatheken bieten aber vor allem das: Eigenproduktionen und lokale Inhalte. Justwatch arbeitet daran, mit allen Mediatheken eines jeden Landes einen Weg zu finden, die Inhalte vernünftig zu integrieren.

Ein vergleichbares Problem gibt es bei Magenta TV der Telekom, die viele Inhalte von ARD und ZDF bereitstellen, die aber in der Justwatch-App vielfach aus den oben genanten Gründen fehlen. Bei Magenta TV gibt es ein weiteres Problem, denn die App mischt derzeit Abo- und kostenpflichtige Inhalte aus der Videoload-Bibliothek. Der Kunde kann sich also derzeit nicht vernünftig informieren, welche kostenlosen Inhalte bei Magenta TV hinzukommen. Auch das Problem soll angegangen werden.

Zudem ist geplant, einzelne Einträge für Sky Ticket Cinema sowie Sky Ticket Entertainment einzubinden. Wer nur eines der Sky-Ticket-Abos abgeschlossen hat, muss sich derzeit mit dem Film- und Serienfilter behelfen, um nur die Inhalte angezeigt zu bekommen, die im gebuchten Abo tatsächlich enthalten sind.

Nutzerwünsche zu berücksichtigen, ist gar nicht so einfach

Croyé erklärt, dass die Nutzer sich viele weitere Funktionen wünschten, vieles davon allerdings nicht so leicht umzusetzen sei. Das könne erst gemacht werden, "wenn wir die richtigen Leute dafür haben".

Im Moment sucht die Firma vor allem nach einer Art Head of Content. "Bei einer Ausschreibung melden sich Journalisten oder Filmfans", sagt Croyé - das seien dafür aber nicht die Richtigen. "Bei uns bedeutet 'Content' weniger 'Schreiben', es steht vielmehr für eine Meta-Datenbank. Wir suchen einen richtigen Film- und Serienfan, der alles selber guckt und alles weiß, aber Bock hat, das alles strukturiert aufbereitet in dieser Meta-Datenbank abzulegen."

Justwatch sucht weiter, um den Streamingabonnenten eine möglichst umfassende und komfortable Suche anbieten zu können. Der Bedarf ist da und wird wahrscheinlich noch wachsen, nicht nur wegen Disney+.

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AntonZietz 10. Mär 2020

Mehr ist es auch nicht. Noch ein Crawler und fertig. Steht im Impressum: "This product...

MacG 04. Mär 2020

das nennt sich Cookies ;-) Damit kann man den Usern dann alles unterjubeln. Passiert auch...

MacG 04. Mär 2020

Als Producer der Doku "Ice of Chernobyl" habe ich dazu eine andere Meinung. Größe mag ja...

gaym0r 04. Mär 2020

Hahaha :D

amagol 28. Feb 2020

Zumindest wenn der Film auf Netflix ist, wird mir das auch in der Amazon Sprachsuche...


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