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Besuch bei Dedrone: Keine Chance für unerwünschte Flugobjekte

Multicopter über Menschenmassen, Atomkraftwerken, Unglücksorten: Unerwünschte Flugobjekte werden zunehmend zur Gefahr. Davon profitiert die Drohnenabwehr. Sie ist schon ziemlich ausgefeilt, wie unser Besuch beim Spezialisten Dedrone gezeigt hat.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Eine Multicopter vor dem Dedrone-Gebäude in Kassel
Eine Multicopter vor dem Dedrone-Gebäude in Kassel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Langsam nähert sich der Multicopter dem dampfenden Kühlturm, die eingebaute Kamera schwenkt nach unten, direkt in die weißen Schwaden. In der nächsten Einstellung schiebt sich das Fluggerät über den Rand des Kühlturms des Atomkraftwerks Leibstadt in der Schweiz. Zuschauer können bis zum Boden des riesigen Gebildes schauen.

Die Bilder, die der Drohnenpilot Jürg Knobel im August 2016 vom Atomkraftwerk in seiner Nachbarschaft machte, sind faszinierend, erzeugen aber auch ein mulmiges Gefühl. Das liegt daran, dass Atomkraftwerke auf viele Menschen eine bedrohliche Wirkung haben, aber auch an der Tatsache, dass der Pilot offenbar ohne Schwierigkeiten seine Runden über dem Kraftwerk drehen konnte - eine nicht ungefährliche Aktion.

  • Ein Event-Kit des Dronetrackers bietet ein komplett autarkes, sofort einsatzbereites System, das zwölf Stunden lang genutzt werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Administrationsoberfläche eines Dedrone-Systems mit drei Dronetrackern. Zu sehen sind drei Kamerabilder, der RF-Sensor (unten links) und der Audiosensor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein Multicopter vor dem Dedrone-Gebäude in Kassel (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Copter nähert sich den Dronetrackern - zu diesem Zeitpunkt hatte ihn das System schon längst entdeckt und identifiziert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der aktuelle Dronetracker 2.0, im Hintergrund verschiedene Vorgänger (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera des Dronetrackers (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sensoren sind an den ...
  • ... Flügeln des Dronetrackers angebracht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dedrone verfügt über einen kleinen Fuhrpark an Multicoptern, die von den Ingenieuren genau untersucht werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Golem.de hat den Copter-Abwehrspezialisten Dedrone besucht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Golem.de hat den Copter-Abwehrspezialisten Dedrone besucht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach eigenen Angaben wollte Knobel zeigen, wie leicht man in der Schweiz über Atomkraftwerken fliegen könne - verboten ist das dort nicht. In Deutschland hingegen schon, ebenso das Fliegen mit unbemannten Objekten bis zu einem Gewicht von 10 Kilogramm über Menschenansammlungen, Unglücksorten, Gefängnissen, militärischen Anlagen und Luftsperrgebieten, also beispielsweise Flughäfen.

Verbote sind eine Sache, deren Durchsetzung eine andere. In der Vergangenheit hat es besonders in Flughafennähe einige Zwischenfälle mit Multicoptern gegeben, deren Besitzer nicht ermittelt werden konnten. Ohne eingebaute Geofencing-Sperre können unerfahrene Nutzer problemlos beispielsweise mit einer 100-Euro-Drohne in den Luftraum des Frankfurter Flughafens fliegen und Chaos anrichten.

Dedrone will schnelle Erkennung von unerwünschten Fluggeräten bieten

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Der deutsche Hersteller Dedrone hat diese Gefahr erkannt und bietet für Unternehmen, Behörden und Privatpersonen mit dem Dronetracker ein System an, das Multicopter und andere unbemannt fliegende Objekte erkennen und davor warnen kann. Bei einem Besuch in der Deutschlandzentrale in Kassel hat Golem.de die Version 2.0 des Systems ausprobieren können.

Der Dronetracker arbeitet passiv: Er erkennt Bedrohungen und warnt davor, kann Objekte aber nicht vom Himmel holen. Das ist technisch zwar durchaus machbar, etwa mit einem Frequenz-Jammer. "In Deutschland ist aber zumindest Privatpersonen ohne Genehmigung die Nutzung derartiger Geräte nicht erlaubt", erklärt Jan Peter Schween, Senior Sales Engineer bei Dedrone.

Dronetracker wird in bestehende Infrastruktur integriert

Dedrones Konzept ist stattdessen, sein Copter-Abwehrsystem in bestehende Alarmanlagen einzubauen. So können bei der positiven Erkennung einer Bedrohung, je nach bestehender Infrastruktur, verschiedene Alarmmaßnahmen ergriffen werden.

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Crossfire579 05. Okt 2016

Kann auch mit dem 300kmh schnellen Modellen mit einem abfluggewicht von 35kg ins Stadion...

chefin 29. Sep 2016

Zwischen Gau und Terror gibts eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Nehmen wir mal die...

kabauterman 28. Sep 2016

Ich halte mal absolut garnichts von dem System, außer das Wissen das eine Drohne da ist...


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