Abo
  • IT-Karriere:

Bestpreisklausel: Kartellamt geht gegen Booking.com vor

Ähnlich wie Amazon darf auch Booking.com keine Bestpreisklausel erzwingen. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Booking.com plant, Berufung einzulegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Deutsche Webseite von Booking.com
Deutsche Webseite von Booking.com (Bild: Booking.com/Screenshot: Golem.de)

Das Bundeskartellamt hat die weitere Verwendung der Bestpreisklauseln von Booking.com untersagt. Wie die Wettbewerbsbehörde am 23. Dezember 2015 bekanntgab, muss das Buchungsportal die Klauseln bis zum 31. Januar 2016 vollständig aus den Verträgen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen entfernen, soweit sie Hotels in Deutschland betreffen.

Stellenmarkt
  1. ifp - Institut für Managementdiagnostik Will & Partner GmbH & Co. KG, Großraum München
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart

Booking.com verpflichtete Hotels zuvor, den niedrigsten Zimmerpreis, die höchstmögliche Zimmerverfügbarkeit und die günstigsten Buchungs- und Stornierungsbedingungen anzubieten, und zwar auf allen Online- und Offline-Buchungskanälen. Im Laufe des Verfahrens hatte das Unternehmen dem Bundeskartellamt angeboten, eine gelockerte Bestpreisklausel einzuführen. Danach erlaubt es den Hotels zwar, ihre Zimmer auf anderen Hotel-Portalen preiswerter anzubieten, schreibt ihnen aber weiterhin vor, dass der Preis auf der hoteleigenen Website nicht niedriger sein darf als bei Booking.com. Diese veränderte Bestpreisklausel hatte das Unternehmen im Juli 2015 in Deutschland auch umgesetzt.

Kein Vorteil für den Verbraucher

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärte jedoch, dass auch diese abgemilderte Bestpreisklausel den Wettbewerb zwischen bestehenden Portalen und den Hotels selbst beschränke. Sie verletze die Preissetzungsfreiheit der Hotels auf ihren eigenen Online-Vertriebskanälen. "Bestpreisklauseln sind nur auf den ersten Blick von Vorteil für die Verbraucher. Tatsächlich werden dadurch zulasten der Verbraucher niedrigere Preise schlicht unterbunden", sagte Mundt der Süddeutschen Zeitung. Es gebe so kaum Konkurrenz zwischen den Onlineportalen, aber auch nicht zwischen den Hotels, die sich damit nicht über den Preis oder andere Konditionen differenzieren können.

Booking.com plant, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Gillian Tans, Präsident des Unternehmens, erklärte: "Online-Reisevermittler wie wir bieten Reisenden in der ganzen Welt Transparenz, Auswahl und zusätzlichen Nutzen, indem wir Informationen über hunderttausende Unterkünfte aggregieren."

Ende August 2013 hatte auch Amazon dem Bundeskartellamt mitteilen müssen, dass die Preisparität auf Amazon Marketplace nicht mehr durchgesetzt wird. Nach dieser hatten Händler bei Amazon Marketplace den günstigsten Preis für ihr Produkt im Web anbieten müssen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 35€ (Bestpreis!)
  2. 199€ + Versand
  3. 56€ (Bestpreis!)

genussge 23. Dez 2015

Die ganzen Bestpreisgarantien oder auch Test Sieger Buttons haben bei mir mittlerweile...


Folgen Sie uns
       


Remnant from the Ashes - Test

In Remnant: From the Ashes sterben wir sehr oft. Trotzdem ist das nicht frustrierend, denn wir tun dies gemeinsam mit Freunden. So macht der Kampf in der Postapokalypse gleich mehr Spaß.

Remnant from the Ashes - Test Video aufrufen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on: Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen
Vision 5 und Epos 2 im Hands on
Tolinos neue E-Book-Reader-Oberklasse ist gelungen

Die Tolino-Allianz bringt zwei neue E-Book-Reader der Oberklasse auf den Markt. Der Vision 5 hat ein 7 Zoll großes Display, beim besonders dünnen Epos 2 ist es ein 8-Zoll-Display. Es gibt typische Oberklasse-Ausstattung - und noch etwas mehr.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Tolino Page 2 Günstiger E-Book-Reader erhält Displaybeleuchtung

Mädchen und IT: Fehler im System
Mädchen und IT
Fehler im System

Bis zu einem gewissen Alter sind Jungen und Mädchen gleichermaßen an Technik interessiert. Wenn es dann aber um die Berufswahl geht, entscheiden sich immer noch viel mehr junge Männer als Frauen für die IT. Ein wichtiger Grund dafür ist in der Schule zu suchen.
Von Valerie Lux

  1. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  2. 5G Milliardenlücke beim Digitalpakt Schule droht
  3. Medienkompetenz Was, Ihr Kind kann nicht programmieren?

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /