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Bestellknopf: Amazon nimmt Dash Buttons vom Markt

Die Dash Buttons sind Geschichte. Amazon bietet den Bestellknopf nicht länger an. Der Rechtsstreit darum in Deutschland läuft noch. Lediglich die virtuellen Dash Buttons bleiben und auch das automatische Nachbestellprogramm will Amazon fortführen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Amazon verkauft keine neuen Dash Buttons mehr.
Amazon verkauft keine neuen Dash Buttons mehr. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Amazon hat den Verkauf von Dash Buttons eingestellt - weltweit. Dieser Schritt kommt überraschend, noch bevor der Rechtsstreit in Deutschland beendet ist. Anfang Januar 2019 hatte Amazon in zweiter Instanz vor Gericht verloren. Der Einkaufsknopf Dash verstößt nach Ansicht des Oberlandesgerichts München gegen geltende Gesetze in Deutschland. Bereits zur Markteinführung des Dash Buttons in Deutschland im August 2016 gab es die Vermutung, dass der Einkaufsknopf in Deutschland nicht rechtskonform verkauft wird - Amazon sah damals keine rechtlichen Probleme.

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Das Onlinekaufhaus hatte angekündigt, das Urteil von Anfang Januar 2019 anzufechten. Anfang März 2018 hatte bereits das Landgericht München den Dash Bestellknopf für rechtswidrig erklärt, das Unternehmen ging in Berufung und verlor erneut vor Gericht.

Mit dem Dash Button sollen Kunden Alltagsartikel bequem nachbestellen können. Ein Dash Button ähnelt vom Aussehen her einem klassischen Klingelknopf und wird bei der Einrichtung mit einem bestimmten Produkt bei Amazon verknüpft. Wenn der Kunde dann auf den Dash Knopf drückt, wird damit eine Bestellung ausgelöst. Ein Dash Button ist nur grob mit einem Herstellerlogo versehen. Der Kunde sieht auf dem Button weder, welches Produkt er damit bestellt noch den zu bezahlenden Preis. Unter anderem das kritisierten die Gerichte.

Richter verlangen eine klare Kennzeichnung

Die Richter verlangen von Amazon, dass Dash-Button-Kunden vor der Bestellung über die tatsächlich bestellte Ware und den Preis informiert werden müssen. Zudem wurde bemängelt, dass der klare Hinweis auf eine zahlungspflichtige Bestellung fehlt. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sah Rechtsverstöße durch den Dash Button und ging juristisch dagegen vor - zwei Mal mit Erfolg.

Wer einen Dash Button besitzt, soll diesen weiterhin nutzen können, verspricht Amazon. Das Aus der Dash Bestellknöpfe begründet Amazon damit, dass diese weniger stark genutzt würden. Amazon-Kunden würden andere Wege nutzen, um häufig benötigte Gebrauchsgüter nachzubestellen.

Auch wenn Amazon den Bedarf für die physischen Einkaufsknöpfe nicht mehr sieht, will das Unternehmen weiterhin gegen das Urteil des Oberlandgerichts München vorgehen. "Wir werden nach wie vor gegen die Entscheidung des OLG Rechtsmittel einlegen, weil wir sie für innovationsfeindlich und falsch halten", sagte Tim Freystedt, der für die Dash Buttons zuständige Amazon-Manager in Deutschland. Die positiven Reaktionen der Amazon-Kunden bestärkten das Online-Kaufhaus darin.

Virtuelle Dash Buttons bleiben bestehen

Das weltweite Aus für den Dash Button sei keine Folge der Niederlage in München, betonte Amazon. "Die Entscheidung des Oberlandesgerichtes München steht in keinerlei Zusammenhang mit der Entscheidung, den Dash Button weltweit nicht weiter anzubieten", sagte Freystedt. Grund sei vielmehr, dass Kunden die anderen Angebote für Nachbestellungen zunehmend nutzten. Weiterhin will Amazon die virtuellen Dash Buttons anbieten, die Anfang 2017 eingeführt wurden. Damit können Dash Buttons über eine App aufgerufen werden, um dann häufig benötigte Gebrauchsgüter bestellen zu können. Anders als bei den physischen Dash Buttons zeigen die virtuellen Dash Buttons vor der Bestellung den Produktpreis an.

Zudem führt Amazon den sogenannten Dash-Replenishment-Dienst fort. Dabei ist direkt in den entsprechenden Geräten eine Nachbestellmöglichkeit für Verbrauchsgüter wie Waschmittel, Geschirrspülmittel, Druckertinte oder ähnliches eingebaut. Unter anderem findet sich diese Funktion in Geräten von Bosch, Brother, Gaggenau, Illy, Kyocera, Philips, Samsung oder Siemens.

Die Bestellung eines Dash Buttons kostete 4,99 Euro pro Knopf. Die Kaufsumme wurde bei der ersten Bestellung verrechnet, sodass die Knöpfe letztlich kostenlos waren.



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AllDayPiano 04. Mär 2019

https://www.test.de/Verbraucherrecht-Regal-oder-Kasse-welcher-Preis-gilt-5115345-0/

gadthrawn 04. Mär 2019

Dann muss man nur immer noch irgendwann an ein anderes Gerät. Eigentlich ist sowas...

Labbm 01. Mär 2019

Finde ich nicht. Als ich noch im Single Haushalt lebte waren diese Dinger Lebensretter.

RipClaw 01. Mär 2019

Es gibt keine fertigen Lösungen aber die ct hat da mal ein schönes Projet dazu gemacht...

DannySee 01. Mär 2019

Da fände ich einen simplen Barcodescanner von Amazon besser, das man dann für alle...


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