Besitzer im Gefängnis: Unbekannte räumen beschlagnahmte Bitcoin-Wallet leer

Aus einer von der rheinland-pfälzischen Justiz beschlagnahmten Wallet wurden Bitcoin im Wert von über 33 Millionen Euro entwendet.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Bitcoin sind in einer gesicherten Wallet selbst vor Beschlagnahmung geschützt.
Bitcoin sind in einer gesicherten Wallet selbst vor Beschlagnahmung geschützt. (Bild: Chris McGrath/Getty Images)

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat gegenüber Heise.de den Diebstahl von 753 Bitcoins durch unbekannte Täter bestätigt. Die Kryptowährung befand sich demnach auf einer Wallet, die von der Justiz 2016 während der Ermittlungen gegen den Darknet-Drogenmarktplatz Chemical Love beschlagnahmt wurde.

Stellenmarkt
  1. SAP ABAP Developer (w/m/x)
    über duerenhoff GmbH, Münster
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Collaboration
    Radeberger Gruppe KG, Dortmund
Detailsuche

Der Besitzer der Hardware-Wallet verbüßt seit 2017 als Hauptangeklagter in dem Fall eine 15-jährige Haftstrafe und schuldet der Staatsanwaltschaft ein Bußgeld in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Weil der Justiz der Zugangscode zur virtuellen Geldbörse fehlt, konnte sie den Betrag bislang jedoch nicht einziehen.

Ursprünglich sollen sich in der Wallet 757 Bitcoin befunden haben. Schon im März 2017 wurden erstmals 264 Bitcoin entwendet. Ende 2019 folgte dann ein weiterer Transfer in Höhe von 489 Bitcoin. Da Transaktionen mit der Kryptowährung vollständig anonym ablaufen, lässt sich der Verbleib des digitalen Geldes kaum nachvollziehen.

Justiz konnte Wallet nicht knacken

Die Justiz hat laut dem Bericht mehrfach erfolglos versucht, den Zugangscode zur Wallet zu entschlüsseln. Details zu den jeweiligen Wallet-Adressen und eventuellen Verdächtigen nennen die Verantwortlichen aus ermittlungstechnischen Gründen nicht. Somit bleibt unklar, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, wer das Geld entwendet hat.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Heise.de spekuliert, dass der Wallet-Besitzer zumindest theoretisch selbst hinter der Tat stecken könnte. Die Wortfolge eines per kryptografischem Seed erzeugten Zugangsschlüssels oder die Originalschlüssel selbst könnte der Täter in Form eines handschriftlichen Zettels aus dem Gefängnis geschmuggelt haben.

Das Beispiel zeigt sehr deutlich, warum Kryptowährungen bei Kriminellen besonders gefragt sind und Finanzaufsichtsbehörden auf der ganzen Welt eine schärfere Regulierung des virtuellen Zahlungsmittels fordern. Durch die Anonymität und die Passwortsicherung ist das Geld vor Fremdzugriff und selbst vor Beschlagnahmung bestens geschützt.

KRYPTOWÄHRUNGEN - Das 1x1 der Investments in Bitcoin & Altcoins: Wie Sie die Blockchain richtig verstehen lernen, in Kryptowährungen intelligent investieren und maximale Gewinne erzielen

Justiz bleiben nur noch 180.000 Euro

Der rheinland-pfälzischen Justiz verbleiben nach den Diebstählen noch 4 Bitcoin. Die sind nach aktuellem Stand zwar immer noch rund 180.000 Euro wert. Selbst wenn die Behörden noch Zugriff auf die Wallet erhalten, reicht es zur Begleichung der Bußgeldschuld nun aber nicht mehr.

Von Kryptowährungen profitieren indes nicht nur Kriminelle. Auch Anleger und seriöse Unternehmen handeln zunehmend mit digitalem Geld. US-Autobauer Tesla etwa konnte seine jüngsten Quartalsgewinne durch den An- und Verkauf von Bitcoin stark in die Höhe treiben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lachser 05. Mai 2021

Finde ich keinen guten Vergleich. Denn ein Gericht kann den Herausgeber der EC Karte...

Math_not_even_once 03. Mai 2021

Ersteres, bei weitem: Schau z.b. mal hier: bit ly /3eg1p2Z Punkte dazudenken.

GLuv 03. Mai 2021

Die haben sich wahrscheinlich die Mühe gemacht die bisher entstanden Kosten...

smonkey 03. Mai 2021

Der ganze Artikel strotzt nur so von Ahnungslosigkeit. Allen voran der folgende Satz: Es...

Nawo 02. Mai 2021

Der Trezor z.B. nutzt ja eine Website um die Funktionen (Senden, Empfangen etc.) und die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Unter 100 MBit/s: Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen
    Unter 100 MBit/s
    Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen

    Sachsen will mehr FTTH, gerade für ländliche Regionen. Doch der Wirtschaftsminister befürchtet, dass andere Bundesländer schneller sind.

  2. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

  3. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /