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Besetzung des Aufsichtsrats: N26 streitet erneut mit dem Betriebsrat

Nachdem N26 die Gründung eines Betriebsrats vor einigen Jahren nicht verhindern konnte, geht es nun um die Besetzung des Aufsichtsrats.
/ Daniel Ziegener
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N26 hat bereits Betriebsräte. (Bild: Reuters/Dado Ruvic)
N26 hat bereits Betriebsräte. Bild: Reuters/Dado Ruvic

Bei der Neobank N26 gibt es erneut Streit mit einem Betriebsrat. Diesmal geht es nicht nur um eine Mitarbeitervertretung in Deutschland, sondern um den Einzug von Arbeitnehmervertretern in einen neuen Aufsichtsrat. Verhandlungen darüber sind nun vorerst geplatzt, wie das Branchenmagazin Finance Forward(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Hintergrund ist die Umwandlung von N26 in eine europäische Aktiengesellschaft, die bereits seit zwei Jahren(öffnet im neuen Fenster) vorbereitet wird. Es geht nun um die Frage, ob Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der neuen Aktiengesellschaft einen Sitz erhalten.

Die beiden deutschen Betriebsräte der N26 AG und der N26 Product and Tech GmbH haben beim Landesgericht Berlin ein Verfahren beantragt, um die Zusammensetzung des Aufsichtsrats klären zu lassen.

Dabei geht es um das Drittbeteiligungsgesetz(öffnet im neuen Fenster) , nach dem Unternehmen ab einer Größe von 500 Beschäftigten ihren Aufsichtsrat zu einem Drittel mit Arbeitnehmervertretern besetzen müssen. Die Verhandlungen sollen im Mai und August stattfinden.

Betriebsratsgründung wurde 2020 zunächst blockiert

N26 hat laut eigenen Aussagen(öffnet im neuen Fenster) mehr als 1.500 Beschäftigte in zehn Ländern und ist unter anderem in Spanien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden tätig. Allerdings wurde bislang nur in Deutschland eine offizielle Arbeitnehmervertretung gegründet.

Ein Sprecher von N26 sagte Finance Forward, man arbeite eng mit den insgesamt drei deutschen Betriebsräten zusammen und begrüße die Rechtssicherheit durch das Verfahren.

Beschäftigte aus dem Kundenservice von N26 strebten 2020 die Gründung eines Betriebsrats(öffnet im neuen Fenster) an. Die Geschäftsführung des Unternehmens versuchte erfolglos, dies zu verhindern, unter anderem mit einer einstweiligen Verfügung. Zuletzt wurde 2022(öffnet im neuen Fenster) ein neuer Betriebsrat gewählt. Ein Betriebsrat ist für ein Start-up vergleichsweise ungewöhnlich .


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