Beschwörungen: Nintendos Patent auf Monsterkämpfe wackelt
Nintendo muss im Streit um seine Gameplay-Patente einen Rückschlag hinnehmen. Wie zuerst Games Fray berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hat ein Prüfer des US-Patentamts (USPTO) ein zentrales Patent zur Mechanik "Sub-Charakter beschwören und kämpfen lassen" zurückgewiesen. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht final.
Im Kern geht es um ein System, bei dem Spieler eine zusätzliche Figur herbeirufen, die entweder automatisch oder auf Befehl in Kämpfe eingreift.
Das ist eine Mechanik, die aus Pokémon und zahlreichen anderen Rollenspielen seit vielen Jahren bekannt ist. Genau hier setzt die Kritik des Patentamts an: Die Idee sei nicht ausreichend neu, sondern angesichts bestehender Systeme naheliegend.
Sind Beschwörungen und Monsterkämpfe schon patentiert?
In der Begründung verweist der Prüfer auf mehrere ältere Patente, darunter auch von Nintendo selbst sowie von anderen Publishern wie Konami oder Bandai Namco. Deren Kombination decke die wesentlichen Elemente bereits ab, so dass es an der nötigen erfinderischen Leistung fehle. Entsprechend wurden sämtliche 26 Patentansprüche zurückgewiesen.
Allerdings handelt es sich um eine sogenannte "non-final rejection" . Nintendo kann die Anmeldung nun überarbeiten oder argumentativ nachbessern. Und selbst wenn dieser Versuche scheitert, hätte Nintendo noch weitere Möglichkeiten, doch noch an das Patent zu gelangen.
Die Entscheidung ist auch deshalb brisant, weil Nintendo zuletzt verstärkt versucht hat, zentrale Mechaniken rund um das Fangen und Kämpfen mit Kreaturen rechtlich abzusichern. Darüber hatte Golem bereits berichtet . Im Hintergrund läuft unter anderem der Rechtsstreit mit dem Palworld-Entwickler Pocketpair.
Der aktuelle Rückschlag zeigt, wie schwierig es ist, etablierte Gameplay-Ideen nachträglich patentieren zu lassen. Für Nintendo ist das noch kein endgültiger Verlust – schwächt aber die Position im laufenden Ringen um Einfluss auf ein Genre, das längst von vielen Studios geprägt wird.
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