Beschwerden häufen sich: Spotify stellt Playlists ungefragt auf öffentlich

Spotify ist derzeit offenbar mit einer zunehmenden Anzahl an Nutzern konfrontiert, die sich darüber beschweren, dass ihre privaten Wiedergabelisten ohne ihre Einwilligung als öffentlich markiert wurden. Wie Bleeping Computer berichtet(öffnet im neuen Fenster) , teilte William Devereux, der Project Manager von Microsoft Edge, erst gestern seine datenschutzrechtlichen Bedenken zu diesem Sachverhalt, nachdem er feststellte, dass er selbst von dem Problem betroffen ist.
"Anscheinend hat Spotify stillschweigend alle meine privaten Wiedergabelisten ohne meine Zustimmung öffentlich gemacht" , erklärte Devereux via Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Und das, obwohl er selber keine Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen seiner Playlists vorgenommen habe. "Das ist ein absolut inakzeptabler Verstoß gegen die Privatsphäre" , warnte er den Streaminganbieter.
Auf die Frage, ob andere Nutzer in letzter Zeit ähnliche Probleme hatten, gab es einige positive Reaktionen. "Das passierte mit den Wiedergabelisten unserer Kinder. War nicht amüsiert" , erklärte beispielsweise der Journalist Rafael Zeier(öffnet im neuen Fenster) . Und auch Jason Howard, Senior Project Manager des Windows Insider Engineering Teams, zeigte sich wenig begeistert(öffnet im neuen Fenster) : "Was um alles in der Welt? Bei mir ist es dasselbe."
Erste Beschwerden gab es schon vor Monaten
Bereits im März waren im Forum von Spotify ähnliche Beschwerden aufgetaucht. Dort teilte zum Beispiel ein Musikkurator(öffnet im neuen Fenster) mit, dass seine auf privat gestellten Wiedergabelisten, von denen er zu diesem Zeitpunkt mehr als 1.400 Stück besaß, plötzlich alle öffentlich waren. In gleichem Zuge fragte er nach einer Möglichkeit, eine große Anzahl an Playlists gleichzeitig auf privat zu stellen. "Ich möchte nicht Tage meines Lebens damit verbringen, sie eine nach der anderen zu ändern" , erklärte er in seinem Beitrag.
Als Reaktion darauf bestätigten auch einige andere Anwender, dass Spotify ihre Wiedergabelisten ebenfalls unerwartet auf öffentlich gestellt habe. Trotz alledem behauptete einer der Moderatoren, "dass Spotify keine derartigen Massenänderungen vornimmt und nicht an den Einstellungen Ihrer Sammlung/Ihres persönlichen Kontos herumpfuscht, es sei denn, Sie haben dies ausdrücklich angefordert und wurden vom zuständigen Support-Team ordnungsgemäß als Kontobesitzer verifiziert."
Unklar bleibt noch, ob die Vorfälle von März die gleiche Ursache haben wie jene, die in den vergangenen Tagen auf Twitter auftauchten, oder ob Spotify das Problem durch ein kürzlich veröffentlichtes Update hat erneut aufkommen lassen.



