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Beschlagnahmt: Designer von Steve Jobs' Jacht will ein paar Millionen mehr

Die 100-Millionen-Euro-Yacht von Steve Jobs ist beschlagnahmt. Die Erben hätten Rechnungen nicht bezahlt, so der Anwalt des Designers Philippe Starck.
/ Achim Sawall
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Steve Jobs' Jacht Venus (Bild: Ed Oudenaarden/AFP/Getty Images)
Steve Jobs' Jacht Venus Bild: Ed Oudenaarden/AFP/Getty Images

Wegen eines Streits über die Höhe des Honorars habe der Designer Philippe Starck die Jacht von Steve Jobs von Gerichtsvollziehern in Amsterdam beschlagnahmen lassen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Anwalt Starcks. Die Jacht Venus soll 100 Millionen Euro gekostet haben.

 
Video: Steve Jobs' Jacht Venus

Zwei Rechnungen vom Sommer 2012 seien nicht bezahlt, sagte der Anwalt des Unternehmens, Roelant Klaassen.

Starck kommentierte, es gebe "keine Zweifel, dass die Situation schnell geklärt wird" . Während er 9 Millionen Euro beanspruche, hätten die Erben ihm nur 6 Millionen angeboten. Wegen seiner engen Freundschaft zu Jobs gebe es aber keinen schriftlichen Vertrag.

Jobs soll die Jacht jahrelang mit Starck geplant haben. Letzterer behauptete im April 2012, dass er mit Apple zusammen an einem revolutionären Produkt arbeite . Um was es sich handelte, sagte er nicht – später dementierte Apple sogar die Zusammenarbeit. Starck hat im Bereich Elektronik beispielsweise eine Computermaus für Microsoft entworfen, die für Links- und Rechtshänder geeignet ist. Auch eine externe Festplatte von Lacie stammt von Starck.

In der Biografie von Walter Isaacson wird die Jacht am Rande erwähnt. Dort heißt es, dass die Decks aus Teakholz vollkommen eben seien und auf Schnickschnack verzichtet worden sei. Weiterhin schreibt er, dass Jobs das Projekt schon 2009 habe aufgeben wollen, als er erneut erkrankte. Er habe es dann aber doch fortgesetzt.

Wie bei einem Apple Store bestünden die Kabinenfenster aus großen Scheiben, die fast vom Boden bis zur Decke reichten. Der Wohnbereich soll durch Glaswände unterteilt sein, die zwölf Meter lang und drei Meter hoch sind. Das Glas übernehme dabei eine tragende Rolle, ist in der Biografie zu lesen. Jobs hatte nach eigenen Angaben den Chefingenieur der Apple Stores mit der Entwicklung eines Spezialglases mit der erforderlichen Festigkeit beauftragt. Die Jacht wurde vom niederländischen Jachtenbauer Feadship auf der Werft de Vries gebaut.


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